Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Posts Tagged ‘Conduits’

Europa: Der europäische Stabilisierungsmechanismus im Detail

Posted by hw71 - 11. Mai 2010

Vereinzelt kann man lesen, dass Frankreich am Wochenende kurz vor’m Kollaps stand und vor allem Sarkozy auf dieses Wahnsinns-Rettungspaket bestand. Wenn ich mir die hier verlinkte Grafik anschaue, frag ich mich ohnehin, was Frankreich da in Italien für ein Rad gedreht hat, aber OK… Nachfolgend zwei Artikel, die das nun beschlossene Rettungspaket zusammenfassen. Nicht erwähnt wird dort allerdings, dass die EZB auch private Anleihen aufkauft! Allerdings: bei den Börsen scheint nach der Party gestern wieder Ernüchterung einzukehren – lediglich die Zinsen der Staatsanleihen sind auf ein halbwegs erträgliches Maß gefallen => wenn die Zusage von 750 Mrd. EUR nur noch für 1 Tag Freudentaumel gut ist, dann gute Nacht… 😉

Den Rest des Beitrags lesen »

Werbeanzeigen

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

Deutschland: Fragwürdige Geschäfte zwischen HSH und HRE

Posted by hw71 - 10. Februar 2010

Na, da haben sich zwei gesucht und gefunden… 😦 Siehe auch „Deutschland: HSH Nordbank – die Zockerbank…

Gefunden bei sueddeutsche.de:

Krisenbanken HRE und HSH Brisanter Deal – Codename “St. Pancras“

04.02.2010, 09:222010-02-04T09:22:00 CEST+0100

Von Martin Hesse und Klaus Ott

Zwei Krisenbanken und fragwürdige Geschäfte: HRE und HSH sollen nach SZ-Informationen gemeinsam Milliarden-Risiken verschleiert haben.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

Deutschland: Milliardenklage gegen IKB

Posted by hw71 - 29. August 2009

Gefunden bei news.yahoo.com:

Milliardenklage gegen IKB – DSW will Sonderprüfung

Dienstag, 25. August, 16:58 Uhr

Düsseldorf (dpa) – Die krisengeschüttelte Mittelstandsbank IKB ist erneut auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt worden. Die französische Investmentbank Calyon, eine Tochter des Bankkonzerns Credit Agricole, fordert mehr als 1,6 Milliarden Dollar, wie die IKB mitteilte.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Deutschland: Wie zwei Regierungen die Republik ruiniert haben

Posted by hw71 - 27. Juli 2009

Über Jörg Asmussen und seine Rolle in der Finanzkrise habe ich hier ja schon einige Artikel gepostet – der nachfolgende ist allerdings nochmal eine Ecke heftiger…

Gefunden bei jungefreiheit.de:

Sonntag, 26.07.2009

Irre Finanzmarktpolitik

Von Wolfgang Philipp

Die Beweiskette steht: Die Finanzkrise ist in Deutschland das Ergebnis einer von langer Hand vorbereiteten „Finanzmarktpolitik“ der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder und der schwarz-roten von Angela Merkel. In einem bisher von der Öffentlichkeit kaum beachteten Aufsatz hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen im Januar 2006 unter der Überschrift „Was darf die deutsche Kreditwirtschaft von der neuen Bundesregierung erwarten?“ diese sogenannte Finanzmarktpolitik vorgestellt: Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Deutschland: Noch ein Milliardenloch – die LBBW…

Posted by hw71 - 8. März 2009

Jetzt ist schon von 16 Milliarden EUR die Rede… In einem älteren Artikel, erschienen im Februar d.J., wurde das ganze noch so hingestellt, als wenn die 5 Mrd. EUR. aus der Kapitalerhöhung ausreichend seien.

Gefunden bei sueddeutsche.de:

06.03.2009 18:17 Uhr
LBBW

Stuttgarter Milliardenloch

Die Kapitalerhöhung reicht wohl nicht aus: Offenbar braucht die Landesbank Baden-Württemberg noch mehr Hilfe. Im Gespräch sind Bürgschaften in Höhe von 16 Milliarden Euro.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Deutschland: LBBW will riskante Wertpapiere loswerden…

Posted by hw71 - 23. Februar 2009

Gefunden bei ftd.de:

Zweckgesellschaft

LBBW will Giftpapiere loswerden

von Meike Schreiber (Frankfurt)

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will sich durch die Gründung einer Zweckgesellschaft von ihren riskanten Wertpapieren befreien. Aus Eignerkreisen verlautete, dass dafür dafür etwa der Bundeshilfsfonds Soffin bürgen könne.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Bankenkrise: auch die BayernLB auf der Suche nach Investoren…

Posted by hw71 - 8. September 2008

…bis zu 24,9% sollen „verscherbelt“ werden!

Gefunden bei ftd.de:

Privates Geld

BayernLB öffnet sich für Finanzinvestor

von Nina Luttmer (Hamburg)
Die BayernLB prüft den Einstieg eines ausländischen Finanzinvestors. Nach FTD-Informationen gewährt die Landesbank bereits mehreren Private-Equity-Firmen Einblick in interne Unterlagen. Erwogen wird der Verkauf von bis zu 24,9 Prozent der Anteile.

Aus Finanzkreisen hieß es, bei den Interessenten handele es sich „um die üblichen Verdächtigen“. Damit sind in der Regel Investoren wie Lone Star, JC Flowers oder Cerberus gemeint. Der mögliche Einstieg einer ausländischen Beteiligungsfirma ist politisch höchst brisant. Am 28. September wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt – die Verkaufspläne dürften der Opposition neue Munition liefern.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Axel Merk: "Leadership Emergesto Resolve Subprime Crisis"

Posted by hw71 - 20. Dezember 2007

Gefunden bei financialsense.com:

LEADERSHIP EMERGES TO RESOLVE SUBPRIME CRISIS
by Axel Merk
Merk Hard Currency Fund
December 18, 2007

True leadership may have finally emerged to resolve the subprime crisis, although it was difficult to spot during a tumultuous week at the Federal Reserve (Fed). On Tuesday, December 11, 2007, the Fed cut interest rates by 0.25%. The Dow Jones index, disappointed in what was another effort by the Fed to claim to be both on top of inflation and the crisis in the credit markets, fell about 300 points. Around 6:30pm E.T. that night, ‘sources close to the Fed’ suggested that banks would be able to borrow money from the Fed directly at rates set through an auction, rather than the discount rate set by the Fed. This was confirmed the next morning at around 8:13 am E.T., minutes before futures trading resumed, together with an announcement that foreign central banks, effective immediately, would be allowed to engage in currency swap agreements with the Fed.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , , | 2 Comments »

Bankenkrise: Interessantes Detail zu Genossenschaftsbanken…

Posted by hw71 - 20. Dezember 2007

Anbei ein interessantes Interview mit Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) – u.a. zum Thema „Nachschusspflicht von Mitgliedern im Falle einer Insolvenz“.

Gefunden bei Telepolis (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

Eigentümerkontrolle oder verselbständigtes Management?

Peter Mühlbauer 19.12.2007
Interview mit Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Die Skandale um die IKB Deutsche Industriebank und die Landesbanken in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben ans Licht gebracht, was in der Bevölkerung bisher wenig bekannt war: dass auch Banken außerhalb des Privatsektors sich über Auslandstöchter in erheblichem Ausmaß an hochriskanten Spekulationsgeschäften beteiligten und beteiligen. Aus diesem Anlass fragt sich derzeit so mancher Bankkunde, wie er herausfinden kann, was seine Bank mit seinem Geld eigentlich so treibt. Bei Privatbanken und Sparkassen gibt es hier kaum Möglichkeiten – aber bei Genossenschaftsbanken sind die Verbraucher gleichzeitig auch Eigentümer der Bank. Doch wie können sie ihre Informations- und Kontrollrechte in der Praxis geltend machen? Wir befragten dazu Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Herr Kalkbrenner – in letzter Zeit machte unter anderem die Volksbank Lauenburg dadurch auf sich aufmerksam, dass zweifelhafte Geschäfte in potentiell existenzgefährdendem Ausmaß ans Licht kamen. Und in Fernsehdokumentationen über Albanien sahen viele Zuschauer das vertraute Pferdekopfsymbol in den dortigen Straßen. Wie erfährt der Kunde – beziehungsweise das Genossenschaftsmitglied – wo seine Bank investiert?

Arndt Kalkbrenner: Informationen über Art und Höhe der Anlagen einer Genossenschaftsbank können die Kunden dem jährlich zu erstellenden Geschäftsbericht der Bank entnehmen. Darüber hinaus haben die Mitglieder einer Genossenschaft die Möglichkeit, in der Generalversammlung von Vorstand und Aufsichtsrat ausführlichere Auskünfte zu einzelnen Gegenständen der Tagesordnung zu verlangen. Im Vorhinein erfolgt eine Information über einzelne Eigenanlagen der Bank jedoch nicht; auch braucht eine Bank Eigenanlagen mit ihren Mitgliedern im Vorhinein grundsätzlich nicht abzustimmen.

Was passiert, wen das auf einer Jahresversammlung angesprochen wird?

Arndt Kalkbrenner: Die Mitglieder einer eG haben ein Auskunftsrecht über Angelegenheiten der Genossenschaft, soweit die Auskunft zur Meinungsbildung oder zur ordnungsgemäßen Erledigung von Tagesordnungspunkten erforderlich ist. Gegenstand des Auskunftsrechts können tatsächliche oder rechtliche Verhältnisse der Genossenschaft, die Tätigkeit des Vorstands oder Aufsichtsrats oder auch persönliche Angelegenheiten von Organträgern sein, soweit die Auskunft der Meinungsbildung im Rahmen der Zuständigkeit der Generalversammlung dient. Inhaltlich muss die Auskunft einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft entsprechen. Teilweise dürfen Vorstand und Aufsichtsrat die Auskunft allerdings auch verweigern, wenn nämlich – beispielsweise aufgrund des Bankgeheimnisses oder aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes – das Geheimhaltungsinteresse der Genossenschaft höher als das Interesse des Berechtigten an der Auskunft ist. Fragen zur Geschäftspolitik der Bank bei der Vornahme von Eigenanlagen dürften normalerweise jedoch im Detail beantwortet werden.

Wie wird denn der Vorstand bestellt?

Arndt Kalkbrenner: Vorstandsmitglieder einer Kreditgenossenschaft werden meist durch den Aufsichtsrat bestellt. Dies sieht die Satzung der allermeisten Volksbanken und Raiffeisenbanken vor. Mit der Bestellung durch die Generalversammlung wird die Position als Organ der Genossenschaft begründet. Das hiervon abzugrenzende Anstellungsverhältnis – also das dienstvertragliche Verhältnis zwischen dem Vorstandsmitglied und der Genossenschaft – wird begründet, wie dies allgemein üblich ist; also durch Bewerbung auf eine vakante Stelle und Auswahl des Kandidaten durch das hierfür zuständige Organ, hier den Aufsichtsrat.

Welche Möglichkeiten hat das einzelne Genossenschaftsmitglied, Einfluss auf die Zusammensetzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates zu nehmen?

Arndt Kalkbrenner: Genossenschaftsmitglieder können in der Generalversammlung Einfluss auf die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nehmen. Die Mitglieder des Vorstands können, sofern die Satzung nichts Anderes regelt, durch die Generalversammlung abberufen oder aus der Genossenschaft ausgeschlossen werden. Die Generalversammlung ist meist auch das zuständige Organ, das über die fristlose Kündigung von Mitgliedern des Vorstands zu entscheiden hat. Außerdem kann die Generalversammlung über die Führung von Prozessen gegen im Amt befindliche und auch ausgeschiedene Vorstandsmitglieder entscheiden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden durch die Generalversammlung gewählt, sodass eine unmittelbare Einflussnahme durch entsprechende Stimmabgabe möglich ist.

Und welche Einflussmöglichkeiten haben die einzelnen Genossenschaftsmitglieder auf die Neuberufung der Nachfolger?

Arndt Kalkbrenner: Die Kompetenz zur Bestellung der Vorstandsmitglieder ist in den Satzungen der meisten Kreditgenossenschaften dem Aufsichtsrat zugewiesen. Eine unmittelbare Mitwirkung der Mitglieder an der Bestellung der Mitglieder des Vorstands scheidet daher aus. Allerdings kann der Aufsichtsrat in der Generalversammlung zur Rechenschaft über die Bestellung der Vorstandsmitglieder aufgefordert werden.

Da die Aufsichtsratsmitglieder einer Genossenschaft durch die Generalversammlung gewählt werden, können die Mitglieder auf die Neubesetzung des Gremiums unmittelbar Einfluss nehmen. Jedes Mitglied einer Genossenschaft hat das Recht, Kandidaten für den Aufsichtsrat – auch sich selbst – zur Wahl vorzuschlagen. Außerdem ist die Einflussnahme auf die Besetzung des Aufsichtsrats durch entsprechende Stimmabgabe möglich.

Manche Genossenschaften veranstalten schriftliche Wahlen mit Wahllisten. Da bekommen dann die einzelnen Mitglieder eine Wahlliste zugeschickt und können die per Post oder bei ihrer Filiale abgeben. Ist das die Ausnahme?

Arndt Kalkbrenner: Es dürfte nur wenige Genossenschaftsbanken in Deutschland geben, die die Kompetenz zur Einstellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern nicht auf den Aufsichtsrat übertragen haben. Auch unsere Mustersatzung sieht die Übertragung der Kompetenz auf den Aufsichtsrat vor.

Im Falle der Insolvenz einer Genossenschaftsbank haftet der Verbraucher nicht nur mit der von ihm eingezahlten Einlage, sondern durch die so genannte „Nachschusspflicht“ auch darüber hinaus. Wie kann der Bankkunde erfahren, zu wie viel er im Ernstfall herangezogen wird?

Arndt Kalkbrenner: Das steht in der Satzung. Diese Nachschusspflicht ist bei den Banken üblicherweise gedeckelt. Nur: zu so einer Inanspruchnahme kommt es ja wegen der Sicherungseinrichtung des BVR nicht. Die Sicherungseinrichtung des BVR gewährt eine Institutssicherung, keine Einlagensicherung. Es ist also – solange die Sicherungseinrichtung besteht – tatsächlich nicht möglich, dass eine Genossenschaftsbank insolvent wird.

Aber das einzelne Mitglied hat gegen die Sicherungseinrichtung keinen Rechtsanspruch auf die Haftung für seine Nachschusspflicht oder die Erstattung seiner Einlagen.

Arndt Kalkbrenner: Einen unmittelbaren Anspruch gegen die Sicherungseinrichtung des BVR hat das Mitglied nicht. Es hat aber den Anspruch aus dem jeweiligen Produktvertrag, zum Beispiel aus einem Sparvertrag. Und daraus ergibt sich ein Rückforderungsanspruch gegen die Bank.

Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz verpflichtet Banken dazu, einem Einlagensicherungsfonds anzugehören. Über diese gesetzliche Mindesteinlagensicherung hinaus hat sich die Genossenschaftsbank durch Beitritt beim BVR dazu verpflichtet, der Sicherungseinrichtung anzugehören und das Statut der Sicherungseinrichtung des BVR anzuerkennen. Die Sicherungseinrichtung des BVR sorgt dafür, dass jede Genossenschaftsbank die Ansprüche ihrer Kunden jederzeit erfüllen kann, auch wenn die Bank keinen Rechtsanspruch darauf hat. Eines unmittelbaren Anspruchs des Kunden gegen die Sicherungseinrichtung bedarf es daher gar nicht.

Mit ihren Einlagen machen die Genossenschaftsbanken auch politische Lobbyarbeit. 2005 forderte beispielsweise der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Abschaffung des BAföG – ein Ziel mit dem möglicherweise viele Kunden ganz und gar nicht einverstanden wären. Wie kann auf die politische Ausrichtung der Genossenschaftsbanken Einfluss genommen werden? Und gibt es eine Pflicht zur Offenlegung solcher Ziele?

Arndt Kalkbrenner: Der BVR hatte seinerzeit ein einheitliches Studienfinanzierungskonzept für alle Studenten vorgeschlagen, anstatt parallel zum BAFöG noch Studienkredite einzuführen. Er ist ein Verein. Die Struktur einer Genossenschaft ist der eines Vereins sehr ähnlich. Das Organ einer Genossenschaft, in der sich die gemeinsame Willensbildung vollzieht, ist die Generalversammlung. Die Mitglieder können Themen zur Beschlussfassung durch die Generalversammlung bestimmen und auch die Einberufung von außerordentlichen Generalversammlungen verlangen. Sie können auf die Ausrichtung der Genossenschaft so einen nicht unwesentlichen Einfluss ausüben. Ähnlich vollzieht sich die Mitwirkung der Genossenschaftsbanken an der Ausrichtung des BVR, dessen Mitglieder sie sind.

Viele Unternehmen müssen sich derzeit Kritik wegen Managergehältern und Versagerabfindungen anhören, die weniger einer Leistungsbemessung als einem gegenseitigen Geldzuschustern entsprungen schienen. Teilen die Volks- und Raiffeisenbanken ihren Mitgliedern die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsgehälter und der Abfindungen mit?

Arndt Kalkbrenner: In den Geschäftsberichten vieler Genossenschaftsbanken werden die Vorstandsgehälter bereits – in ihrer Gesamthöhe – ausgewiesen, auch wenn eine Rechtspflicht hierzu nicht besteht. Wenn sich ein Mitglied für die Höhe der einzelnen Gehälter interessiert, sollte es die Faustregel befolgen, mit der der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Hatje, es schön auf den Punkt gebracht hat: „Teilen sie die Gesamtbezüge durch fünf, und geben Sie dem Vorsitzenden ein bisschen mehr, dann haben Sie es.“ Das klingt ein bisschen lapidar, trifft aber letztlich zu. Aufsichtsräte dürfen gemäß dem deutschen Genossenschaftsrecht ohnehin keine Tantiemen erhalten.

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Bankenkrise: Rettung der SachsenLB droht zu platzen…

Posted by hw71 - 11. Dezember 2007

Es ist ruhig geworden um die Übernahme der angeschlagenen Sächsischen Landesbank SachsenLB durch die Landesbank Badenwürttemberg LBBW, aber nachdem sich die Situation an den Finanzmärkten langsam wieder verschärft, wird auch mein Post „Sächsische Landesbank: Sachsen bleibt auf Schulden-Risiken sitzen“ vom 9. September wieder aktuell.

Dazu gibt es nun einen aktuellen Artikel bei Spiegel Online.
Demnach droht die LBBW, die Übernahme der Sachsen LB platzen zu lassen, wenn das Bundesland Sachsen keine Landesbürgschaft i.H.v. 4,3 Milliarden EUR leistet. Das ist mehr als 4x so viel, als noch vor ein paar Wochen angenommen (siehe „Land Sachsen: Milliardenbürgschaft für SachsenLB„):

10. Dezember 2007
KREDITKRISE
LBBW verlangt Milliardenbürgschaft für SachsenLB

Die Landesbank Baden-Württemberg droht damit, die Übernahme der angeschlagenen SachsenLB platzen zu lassen – wenn das Land Sachsen keine Bürgschaft übernimmt. Das aber zögert, denn die LBBW fordert rund ein Viertel des Sächsischen Staatshaushaltes.

Dresden/Frankfurt am Main – Die Stuttgarter befürchteten, dass sich die SachsenLB stärker als bislang bekannt am US-Hypothekenmarkt verspekuliert hat, und fordern vom Land Sachsen eine mehrere Milliarden Euro schwere Risikobürgschaft, hieß es heute in Finanzkreisen. Die Finanzrisiken bei der SachsenLB sollen sich nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ mittlerweile auf 43 Milliarden Euro belaufen. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verlange für die vereinbarte Übernahme der SachsenLB eine Landesbürgschaft von 4,3 Milliarden Euro. Anderenfalls werde die Bank nicht übernommen, schreibt die „SZ“ weiter.

Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte, Bankenvertreter aus Stuttgart hätten am Wochenende bei Übernahmeverhandlungen in Dresden indirekt damit gedroht, den im August eingefädelten Notverkauf der SachsenLB an die LBBW zu stoppen, falls das Land Sachsen nicht zu der Risikoübernahme bereit sei. In der vergangenen Woche war noch von einer Bürgschaft im Umfang von einer Milliarde Euro die Rede. Die Risiken resultieren den Angaben zufolge vor allem aus Verpflichtungen auf dem ins Trudeln geratenen amerikanischen Hypothekenmarkt, die in Zweckgesellschaften der Dubliner Landesbank-Tochter stecken.

Die sächsische Landesbank war Ende August im Eilverfahren an die LBBW verkauft worden, nachdem sie durch riskante Geschäfte ihrer irischen Tochter auf dem US-Hypothekenmarkt in Bedrängnis geraten war und vor der Schließung stand. Definitiv ist die Übernahme noch nicht. Der Kaufpreis soll erst nach endgültiger Bewertung aller Risiken, die sich in Zweckgesellschaften verbergen, Ende des Jahres festgelegt werden. Die LBBW hat zudem die Option, den Kauf rückgängig zu machen.

Stuttgart hatte unmittelbar nach der Übernahme im August 250 Millionen Euro zur Sicherung des Eigenkapitals an die Sachsen LB überwiesen. Der Freistaat erhoffte sich im August einen Verkaufspreis von 300 Millionen Euro als „Untergrenze“. Milbradt, einst Finanzminister Sachsens, hatte im August sein politisches Schicksal vom Erfolg des endgültigen Landesbank-Verkaufes abhängig gemacht. Er lehnte damals wie Finanzminister Horst Metz (CDU) einen Rücktritt ab. Metz hatte jedoch nur wenige Tage später das Handtuch geworfen. Die SachsenLB war die einzige eigenständige ostdeutsche Landesbank.

Das sächsische Finanzministerium wollte sich bislang nicht zu den Forderungen der Stuttgarter äußern. Ein Sprecher bestätigte aber, dass sich die Eigentümer der SachsenLB und eine Expertengruppe der LBBW am Wochenende getroffen haben, um über die Lage der wegen der US-Hypothekenkrise angeschlagenen sächsischen Bank zu sprechen. „Es gab eine grundsätzliche Annäherung. Wir sind zuversichtlich, dass wir zu einer Lösung kommen“, sagte er. In den nächsten Tagen werde es weitere Verhandlungen geben. Auch die Finanzaufsicht BaFin sei mit am Tisch.

Die LBBW ist nicht bereit, größere Risiken der Sachsen LB zu übernehmen. „Wir werden nichts tun, was unsere Bilanz nachhaltig belastet“, sagte ein Banksprecher. Weiter wollte er sich nicht äußern. Aus Kreisen der sächsischen Landesregierung war zu hören, eine Einigung sei in Sicht. Die Gespräche zwischen der SachsenLB, dem Land Sachsen und der LBBW würden voraussichtlich am kommenden Wochenende abgeschlossen.

Bis zum 19. Dezember hat SachsenLB Zeit, eine Lösung für den 2,2 Milliarden Dollar schweren Fonds Sachsen Funding I zu finden, dem Notverkäufe drohen. Die SachsenLB hat noch weitere solcher Zweckgesellschaften. Nach dem Willen der LBBW sollen alle Risiken dieser Finanzvehikel in einer neuen Gesellschaft gebündelt werden, für die das Land Sachsen Risiken übernehmen soll.

sam/Reuters/dpa-AFX

Posted in Finanzkrise | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »