Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Spanien: Legt 15 Mrd. EUR Sparprogramm auf!

Posted by hw71 - 13. Mai 2010


Die (offizielle) Arbeitslosenquote liegt bei 20% – aber das Land befindet sich aufgrund von 0,1%(!) Wirtschftswachstum nicht mehr in der Rezession. Na dann… Gefunden bei nzz.ch:

12. Mai 2010, 12:49, NZZ Online

Spanien gleist scharfes Sparprogramm auf

Erstmals seit zwei Jahren wieder ein kleines Wirtschaftswachstum

Spanien hat sich nach fast zwei Jahren aus der Rezession befreit. Die Regierung reagiert jetzt auch mit einem scharfen Sparprogramm auf die Schuldenkrise. 15 Milliarden Euro sollen 2011 eingespart werden. Die Börsen und der Euro reagierten sofort.

(sda/Reuters/dpa)/tsf. Spaniens Wirtschaft hat sich aus der Rezession gelöst. Die Wirtschaftsleistung legte im ersten Quartal um 0,1 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Das ist das erste Wachstum seit fast zwei Jahren. Trotz dem leichten Zuwachs liegt die Wirtschaftsleistung aber immer noch um 1,3 Prozent tiefer als vor einem Jahr.

Spanien hat immer noch mit den Folgen einer geplatzen Immobilienblase zu kämpfen. Die Arbeitslosigkeit im südwesteuropäischen Land liegt bei rund 20 Prozent, vor allem junge Menschen haben Schwierigkeiten, einen Job zu finden.

15 Milliarden einsparen

Dazu kommt ein deutlich gestiegenes Haushaltsdefizit. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero kündigte an, in diesem und dem nächsten Jahr zusätzliche 15 Milliarden Euro einsparen zu wollen – insbesondere beim öffentlichen Dienst soll der Rotstift angesetzt werden. «Wir streben an, 2010 die Löhne der Staatsbediensteten um 5 Prozent zu kürzen und 2011 einzufrieren», sagte der Regierungschef. Zudem soll die Babyprämie von 2500 Euro am 1. Januar 2011 gestrichen werden.

Die Investitionen sollen um insgesamt mehr als 6 Milliarden Euro gekürzt werden. Ausserdem sollen 13’000 Stellen im öffentlichen Dienst wegfallen. Auch die Renten sollen im kommenden Jahr nicht steigen, mit Ausnahme der Mindestrenten. Das Parlament soll bereits an diesem Freitag über die Sparmassnahmen abstimmen. Durch das Paket soll das Haushaltsdefizit bis 2011 auf sechs Prozent reduziert werden.

Skepsis der Gewerkschaften

«Diese Schritte bestätigen, dass die Regierung auf einen harten Sparkurs versessen ist», sagte Candido Mendez, Chef der zweitgrössten Gewerkschaftsvereinigung UGT. «Es ist eine Abkehr von der bisherigen Linie des Ministerpräsidenten und bedeutet, dass sich die Beziehungen zu den Gewerkschaften verändern.» Schon zuletzt hatten die Gewerkschaften sich gegen Einschnitte gewehrt und unter anderem gegen die geplante Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre protestiert. Bisher kam es aber kaum zu grösseren Streiks, anders als in Griechenland.

Reaktion auf Schuldenkrise

Zapatero reagiert damit auf die Schuldenkrise. Die Neuverschuldung im einstigen Boomland stieg 2009 auf 11,2 Prozent. Sie ist damit ähnlich hoch wie in Griechenland. Die Ratingagentur S&P hatte deshalb die Kreditwürdigkeit des Landes Ende April auf «AA» von zuvor «AA-plus» herabgestuft.

Die Börsen und die Devisenmärkte reagierten positiv auf das Sparprogramm. Der Euro legte kräftig auf 1,2710 Dollar zu. Kurz vor den Ankündigungen Zapateros war die Gemeinschaftswährung noch zu 1,2640 Dollar gehandelt worden. Positiv nahmen auch die Börsen die geplanten Sparanstrengungen auf. Der Dax baute seine Gewinne aus und legte um 1,4 Prozent zu. Auch der SMI nahm nach einem flauen Start eine sichtliche Kurve nach oben. Er lag um 11 Uhr mit 0,7 Prozent im Plus.

Eine Antwort to “Spanien: Legt 15 Mrd. EUR Sparprogramm auf!”

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