Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Freddie Mac ist ein Fass ohne Boden…

Posted by hw71 - 8. Mai 2010


Scheiße wie die Zeit vergeht… Eben habe ich den alten Bericht von Q4/2009 zu Freddie Mac rausgesucht und noch so gedacht „25. Februar – das ist doch noch gar nicht so lange her – warum veröffentlichen die jetzt schon die Ergebnisse von Q1/2010?“ => irgendwie ist an mir vorbeigegangen, dass wir schon wieder Mai haben😦 Na egal – hier also der Artikel zum 7,8 Mrd Dollar Verlust von Q4 – und der nachfolgende Artikel mit dem Ergebnis von Q1 und der neuerlichen Hilfsanfrage  i.H.v. 10 Mrd. Dollar(!) – gefunden bei sueddeutsche.de:

US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac

Milliardennachschlag fällig

06.05.2010, 13:45

Fass ohne Boden: 50 Milliarden Dollar hat die Rettung des US-Immobilienfinanzierers Freddie Mac bereits verschlungen, doch nun sind weitere 10 Milliarden Dollar an Hilfen vonnöten.

Als ob nicht schon genug Geld geflossen wäre: Nach deutlichen Verlusten im ersten Quartal braucht der angeschlagene US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac weitere 10,6 Milliarden Dollar an Staatshilfe.

Das in McLean im Staat Virginia ansässige Unternehmen meldete am Mittwoch für den Zeitraum Januar bis März einen Verlust von acht Milliarden Dollar oder 2,45 Dollar pro Aktie. Die Bank ist bislang schon mit rund 50 Milliarden Dollar an Steuergeldern unterstützt worden.

Freddie-Mac-Chef Charles Haldeman erklärte, es gebe einige Anzeichen für eine Stabilisierung auf dem Immobilienmarkt, dazu gehörten die Hauspreise und Verkäufe in einigen wichtigen Gebieten.

Staatshilfen in unbegrenzter Höhe

Der Markt bleibe aber anfällig angesichts der historisch hohen Zahl an Zwangsvollstreckungen und der hohen Arbeitslosigkeit. Wegen geplatzter Hypothekenkredite musste Freddie Mac im ersten Quartal 5,4 Milliarden Dollar abschreiben nach sieben Milliarden Dollar in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres.

Freddie Mac und die ebenfalls angeschlagene Hypothekenbank Fannie Mae sind seit ihrem Beinahe-Zusammenbruch im September 2008 praktisch in Staatsbesitz. Die Regierung hat ihnen im Dezember vergangenen Jahres Staatshilfen in unbegrenzter Höhe bis zum Jahr 2012 zugesagt. Mit der neuen Forderung von Freddie Mac beläuft sich die staatliche Unterstützung für beide Organisationen inzwischen auf 136,5 Milliarden Dollar.

Der Staatsanteil am Hypothekengeschäft in den USA ist in den ersten drei Monaten auf fast 97 Prozent gestiegen, wie das Fachblatt „Inside Mortgage Finance“ erklärte. Neben Freddie Mac und Fannie Mae sind dafür im wesentlichen staatliche Einrichtungen wie die Federal Housing Administration und die Veterans Administration verantwortlich.

(sueddeutsche.de/apn/pak)

Eine Antwort to “USA: Freddie Mac ist ein Fass ohne Boden…”

  1. […] USA: Freddie Mac ist ein Fass ohne Boden… […]

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