Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deuschland: Hypo Real Estate mit „tiefroten“ Zahlen…

Posted by hw71 - 7. Mai 2010


… und mit Milliardenbeträgen in den PIIGS-Staaten (siehe auch „Deutschland: Hypo Real Estate besonders stark in Griechenland engagiert„) => more to come? Gefunden bei n-tv.de:

Wirtschaft

Freitag, 07. Mai 2010

Milliarden in PIIGSHRE weiter in Rot

Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer schreibt weiter tiefrote Zahlen. Dennoch ist man zufrieden, denn das erste Quartal ist das Beste seit Herbst 2008. Aber immer noch stecken Risiken in Milliardenhöhe in den schuldengeplagten Mittelmeerstaaten. Der größte Batzen entfällt dabei auf Italien.

Der marode Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat den Jahresauftakt nach eigenen Angaben mit dem besten Ergebnis seit seinem Beinahe-Kollaps im Herbst 2008 abgeschlossen. Der zwangverstaatlichte Finanzkonzern fuhr im ersten Quartal zwischen Januar und März dennoch einen Verlust von 324 Mio. Euro vor Steuern ein, wie die HRE am Freitag in München mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus mit 406 Mio. Euro deutlich höher gelegen. Im Gesamtjahr 2009 hatte die HRE 2,2 Mrd. Euro Verlust vor Steuern gemacht.

Die HRE gehe nach wie vor davon aus, erst 2012 wieder schwarze Zahlen zu schreiben, erklärte die neue Konzernchefin Manuela Better. Bei der Schaffung seiner eigenen Bad Bank zur Abwicklung strategisch nicht mehr wichtiger Geschäftsfelder komme der Immobilienfinanzierer gut voran.

Die HRE war im Herbst 2008 im Zuge der internationalen Finanzkrise in schwere Schieflage geraten und musste mit Mrd.hilfen des Staates und teils auch der Bankenbranche vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Im vergangenen Jahr wurde der Immobilienfinanzierer zwangsverstaatlicht und wird nun saniert.

Riskante Investments in PIIGS-Staaten

Wie die Bank mitteilt wurden insgesamt 39 Mrd. Euro in Länder der Europäischen Union investiert, die sich in einer wirtschaftlich heiklen Lage befinden. Den Löwenanteil macht Italien mit 26,8 Mrd. Euro aus, gefolgt von Griechenland (7,8 Mrd.Euro), Spanien (2,7) Mrd. Euro, Portugal (1,6 Mrd. Euro) und Irland (0,26 Mrd.Euro)

Damit ist die HRE unter den deutschen Finanzinstituten, soweit bekannt, am stärksten in diesen Ländern engagiert. Aber auch andere Häuser haben Milliarden investiert. So ist die Commerzbank im Rahmen ihres Staatsfinanzierungsgeschäfts mit 26,5 Mrd. Euro engagiert. Der Großteil geht dabei auf die Tochter Eurohypo zurück.

Und die Konkurrenz?

Die Postbank, an der die Deutsche Bank knapp 30 Prozent hält, hat 7,6 Mrd. Euro im Feuer. Zumindest bei den Investitionen in Griechenland bestehe derzeit kein Abschreibungsbedarf, hatte Vorstandsvorsitzender Stefan Jütte bei der Hauptversammlung gesagt. Auch die Commerzbank rechnet im zweiten Quartal nicht mit Belastungen aus dem Griechenland-Engagement.

Griechenland steht am Rand der Zahlungsunfähigkeit und kann sich an den internationalen Kapitalmärkten faktisch nicht mehr refinanzieren. Die Verschuldung des Landes liegt derzeit bei 115,1 Prozent des nominalen Bruttoinlandsproduktes. Aber auch die anderen Länder sind derzeit in einer schwachen Position: So hat Standard & Poor’s jüngst die Kreditwürdigkeit von Portugal und Spanien abgestuft. Länder wie Irland und Italien stehen zwar besser da; aber hier hat der Markt die Sorge, sie könnten im Dunstkreis von Griechenland in Mitleidenschaft gezogen werden.

AFP/DJ

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