Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Manroland streicht Stellen

Posted by hw71 - 5. Mai 2010


Gefunden bei augsburger-allgemeine.de:

DRUCKMASCHINEN-HERSTELLER

In der Krise: Manroland streicht Stellen

03.05.2010 19:24 Uhr

Der Druckmaschinenhersteller Manroland muss kämpfen. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region mit rund 3.000 Mitarbeitern kommt das Unternehmen nicht aus der Krise. Nach Informationen unserer Zeitung sind nun große Einschnitte beim Personal geplant. Es soll die Angestellten treffen. Es geht um rund 300 Arbeitsplätze.

Wobei man rund die Hälfte der Jobs durch Altersteilzeitregelungen oder Renteneintritte abbauen will. Der Rest wird in die volle Kurzarbeit geschickt und deren Jobs später gestrichen. Die zwischen Management und Gewerkschaft vor Jahren vereinbarte Beschäftigungsgarantie, die bis Februar 2011 läuft, soll aber nicht angetastet werden. Seit über einem Jahr arbeiten alle in Kurzarbeit, das bedeutet zehn Tage pro Monat. Das Wort Kündigung will niemand in den Mund nehmen.

Wie Vorstandschef Gerd Finkbeiner bestätigt, trifft es am Standort Augsburg 168 Mitarbeiter und rund 48 am Standort Plauen. Die Betroffenen werden ab sofort in Kurzarbeit „Null“ geschickt, das bedeutet, sie müssen gar nicht mehr arbeiten und erhalten ihre Bezüge von der Arbeitsagentur. Im Frühjahr sollen die Mitarbeiter, falls der Aufschwung bei Manroland nicht greift, in eine Transfergesellschaft überführt werden, die die Mitarbeiter weiterqualifizieren und für einen anderen Arbeitgeber fit machen soll.

„Wir sind um sozialverträgliche Lösungen bemüht“, sagt Finkbeiner. Es gibt einen Sozialplan und Interessenausgleich, sagt der regionale IG Metall-Chef Jürgen Kerner. „Die Unsicherheit ist groß, aber die Mitarbeiter gehen den Weg mit“, sagt Betriebsratschef Jürgen Bänsch. Der Auftragseingang liege bei rund einem Drittel üblicher Jahre. Es gebe, so Finkbeiner, Hoffnungssignale. In der Krise müsse sich die Firma „neu erfinden“ – mit neuen Strukturen, Prozessen, Innovationen und Perspektiven. Weitere Einschnitte seien bis 2011 nicht geplant. Man sei gut aufgestellt. Nur fehlen noch die Aufträge.

Im Herbst war das Unternehmen nach Informationen unserer Zeitung knapp an einem Liquiditätsengpass vorbeigeschrammt. Das Schlimmste konnte überwunden werden, weil die Allianz als Haupteigentümer mit 75 Prozent 200 Millionen Euro nachschoss. Derzeit bewege man sich auf einem niedrigen, aber relativ stabilen Umsatzniveau. Das Jahr 2010 werde hart. „Wir müssen große Herausforderungen meistern. Der Investor steht voll hinter uns“, sagt Finkbeiner.

In Absprache mit anderen Firmen wie MAN Diesel, Renk oder Eurocopter bemühe man sich, auch Mitarbeiter auszuleihen, um deren Jobs zu erhalten. Derzeit sind es 80. Von Thomas Faulhaber

letzte Änderung: 04.05.2010 – 14:38 Uhr

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