Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Continental schließt letztes deutsches Lkw-Reifenwerk

Posted by hw71 - 4. Mai 2010


Auch hier wieder: die entlassenen Mitarbeiter werden in eine Qualifizierungsgesellschaft überführt und tauchen in keiner Arbeitslosenstatistik auf… Gefunden bei donaukurier.de:

04.05.2010 19:34 Uhr

Continental schließt letztes deutsches Lkw-Reifenwerk

Der Automobilzulieferer Continental schließt auch sein letztes deutsche Lkw-Reifenwerk. Conti hatte das Werk am Stammsitz Hannover eigentlich schon im Sommer 2009 schließen wollen.

Der Automobilzulieferer Continental schließt auch sein letztes deutsche Lkw-Reifenwerk. Eine Vereinbarung zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat sehe vor, dass rund 210 Mitarbeiter des Werkes Stöcken am Stammsitz Hannover in eine Qualifizierungsgesellschaft wechseln sollen, teilte Continental mit. Das Unternehmen begründete diesen Schritt damit, dass sich trotz Marktbelebung in den vergangenen Monaten die Überkapazitäten nicht wesentlich verringert hätten. Eine wirtschaftliche Produktion sei deshalb nicht mehr möglich.

Conti hatte das Werk am Stammsitz Hannover mit damals noch 783 Mitarbeitern schon im Sommer 2009 schließen wollen. Der Konzern verständigte sich dann aber mit dem Betriebsrat darauf, eine Produktionszelle für den Fall rasch steigender Nachfrage zu erhalten. Inzwischen sind bereits 572 Mitarbeiter durch Versetzungen, Abfindungen und Frühruhestand aus dem Werk ausgeschieden. Der Vorsitzende des Betriebsrates in Stöcken, Michael Deister, sagte, es sei nur durch massive Proteste gelungen, die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen deutlich zu reduzieren.

Nur wenige Stunden vor der Mitteilung über die Schließung des Werkes hatte Conti seine Zahlen für das erste Quartal 2010 vorgelegt. Demnach profitierte der Konzern deutlich von der anhaltenden Erholung auf dem Automobilmarkt: Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz zum Vorquartal um 1,7 Milliarden Euro auf rund sechs Milliarden Euro. Nach einem Verlust von 268 Millionen Euro im Vorquartal betrug das Konzernergebnis nun 228 Millionen Euro. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von der Reifensparte.

Hannover (AFP)

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