Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Portugal herabgestuft – Griechenland nur noch „Ramsch“

Posted by hw71 - 27. April 2010


S&P hat das Rating für Griechenland nochmals abgesenkt – von BBB+ auf BB+ mit negativem Ausblick. Das ist Junk, bzw. „Ramsch“-Status! Als Reaktion darauf schossen die Zinsen für z.B. 2-jährige griechische Staatsanleihen auf neue Rekordwerte (18%!). Zusätzlich wurde auch das Rating von Portugal heruntergestuft – woraufhin sowohl der Euro als auch die Börsen einbrachen (DAX z.B. -2,7%)!

Erinnern möchte ich bei dieser Gelegenheit auch nochmal an den Cartoon aus einem früheren Post: Europa: Andere stehen schon Schlange…

Gefunden bei boerse.ard.de:

27.04.2010 17:49

Portugal herabgestuft – Griechenland nur noch „Ramsch“

Nach Griechenland nehmen die Investoren jetzt zunehmend Portugal ins Visier. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit des Landes heruntergestuft – und die Märkte in Schrecken versetzt.

Portugals Langzeit-Rating wurde um zwei Stufen auf „A-“ von bisher „A+“ gesenkt. Damit ist das Euro-Land noch vier Stufen vom spekulativen „Ramsch-Status“ entfernt. S&P erklärt die Entscheidung mit wachsenden Zweifeln an der Fähigkeit Portugals, mit seiner enormen Schuldenlast fertig zu werden. Der Ausblick sei negativ. Auch die schwachen Konjunkturaussichten hätten zu der Entscheidung beigetragen. Zudem könnte das Rating weiter gesenkt werden, wenn das Defizit und die Schulden höher als erwartet ausfallen.

Zugleich senkte S&P das Rating griechischer Anleihen auf BB+/B, ebenfalls mit einem negativen Ausblick. Mit dem Rating BB+ umschreibt die Agentur eine sehr mäßige Deckung von Zins und Tilgung, auch in gutem wirtschaftlichem Umfeld. An den Finanzmärkten wird ab dieser Bonitätsstufe von „Junk-“ beziehungsweise „Ramsch“-Status gesprochen.

Finanzmärkte in Aufruhr

An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für schwere Turbulenzen. Selbst die Aktienmärkte, die zuletzt vergleichsweise immun gegen die Sorgen um die Zahlungsfähigkeit der südlichen EWU-Länder gewesen waren, reagierten heftig. Der Dax brach bis zum Ende des elektronischen Handels um 2,7 Prozent ein. Die Börse in Lissabon stürzte zum Handelsschluss um 5,36 Prozent ab. Am Devisenmarkt geriet der Euro weiter unter Druck und rutschte unter 1,3260 Dollar.

Tatsächlich drängt sich zusehends ein noch größeres Problem in den Vordergrund: Geraten nach Griechenland weitere europäische Länder auf die Abschussliste der Investoren, nachdem Athen in die rettenden Arme Europas und des Internationalen Währungsfonds (IWF) geflüchtet ist? Was auf den ersten Blick angesichts der Solidarität Europas mit Athen unwahrscheinlich erscheint, könnte sich als Trugschluss erweisen. Experten fragen sich, ob mit Griechenland ein Präzedenzfall geschaffen wurde, auf den sich nicht nur andere angeschlagene Staaten, sondern auch die Akteure an den Finanzmärkten berufen können.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker wollte sich nicht dazu äußern. Angesprochen auf die schlechtere Bewertung der Ratingagentur Standard & Poor’s für Portugal, das von der Schuldenkrise Griechenlands in Mitleidenschaft gezogen wird, sagte Juncker, die Lage dort sei anders als in Griechenland.

lg/la

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2 Antworten to “Portugal herabgestuft – Griechenland nur noch „Ramsch“”

  1. GuckstDu said

    Und jetzt? Gold kaufen solange es noch was gibt?

  2. Nika Be said

    Ist wirklich sehr fraglich, was da noch auf uns zukommt, vorhersagen kann das ja niemand, auch kein Experte. Bleibt nur zu hoffen, dass die befürchtete „Dominokette“ ua durch die EU-Hilfe für Griechenland ausbleibt…

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