Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Bundesregierung streitet über Griechenland-Hilfen…

Posted by hw71 - 25. April 2010


OK, dass die Taktik von „Angie“, über mögliche Griechenland-Hilfen bitte erst NACH der NRW-Wahl entscheiden zu dürfen, nicht ganz aufgegangen ist, ist klar – dass sich jetzt aber noch Politiker hinstellen und nicht mal ansatzweise eine Vorstellung davon haben, wieviel EUR da auf Deutschland anteilsmäßig zukommen, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Obowhl: vielleicht doch… 😉 => Vielleicht sollte er einfach mal die Infografik am Ende des nachfolgenden Artikel angucken…

Gefunden bei rp-online.de:

Schäuble rechtfertigt mögliche Hilfen

Schwarz-Gelb streitet über griechischen Rettungsappell

zuletzt aktualisiert: 25.04.2010 – 09:06

Hamburg (RPO). Die griechische Bitte um Milliardenhilfen hat einen Krach in der Bundesregierung ausgelöst. Während die FDP Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angriff, wies dieser am Samstag eine Forderung der CSU zurück, Griechenland möge über einen Ausstieg aus dem Euroraum nachdenken. Die SPD forderte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Klartext über die Deutschland drohenden Belastungen.

Griechenland hatte am Freitag bis zu 45 Milliarden Euro an Hilfen erbeten, von denen 30 Milliarden Euro von den europäischen Partnern kommen sollen. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich sagte dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“, die Regierung in Athen solle „ernsthaft erwägen, aus dem Euro-Raum auszutreten. Griechenland hat nicht nur ein Liquiditäts-, sondern auch ein grundsätzliches Wachstums- und Strukturproblem“. Deshalb dürfe eine Debatte über einen Ausstieg aus dem Euro-Raum nicht zum Tabu erklärt werden.

Dagegen sagte Schäuble der „Bild am Sonntag“, „solche Forderungen helfen uns als Bundesregierung nicht weiter. Wir müssen im Rahmen der geltenden Verträge handeln.“ Schäuble rechtfertigte die möglichen Finanzhilfen für Griechenland mit der Wahrnehmung elementarer deutscher Interessen: „Wir verteidigen die Stabilität des Euro, denn Deutschland profitiert davon mindestens so stark wie alle anderen.“

Pinkwart greift Schäuble an

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Andreas Pinkwart warnte Schäuble davor, wegen der Milliardenhilfe für Griechenland auf Steuerentlastungen in Deutschland zu verzichten. Wer Griechenland Milliarden an Hilfen in Aussicht stelle und Bürgern und Betrieben in Deutschland sage, dass für sie kein Geld da sei, „der schlägt den Menschen ins Gesicht“. Schäuble dürfe sich dem liberalen Steuerkonzept nicht in den Weg stellen, forderte Pinkwart. „Fangen Sie doch endlich mal an mit Ihrer Arbeit, Herr Schäuble. Mit uns kriegen Sie das hin.“

Der FDP-Finanzexperte Hermann-Otto Solms machte Schäuble dafür verantwortlich gemacht, dass sich Deutschland dem Hilfsersuchen Griechenlands um Finanzhilfen nicht entziehen kann. „Es war offenkundig eine Fehlentscheidung des Finanzministers, den Griechen vorab finanzielle Hilfen zuzusichern“, sagte er dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

Deutschland müsste bei einer Einigung über Finanzhilfen für Athen bis zu 8,4 Milliarden Euro tragen und will einen Notkredit über die staatliche Förderbank KfW abwickeln.

Gabriel will Anteil wissen

Gabriel forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, so bald wie möglich Auskunft über die Höhe des deutschen Anteils an dem Rettungspaket zu geben. „Ein Gesetz mit klaren Angaben zu den Belastungen für die Deutschen muss umgehend auf den Tisch“, sagte der SPD-Vorsitzende der „Passauer Neuen Presse“ .

Nachfolgende Grafik gefunden bei tagesschau.de:

(Klicken für größere Darstellung)

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5 Antworten to “Deutschland: Bundesregierung streitet über Griechenland-Hilfen…”

  1. Jörg Domsgen said

    Na ja. Da hätten wir doch was, was wir den Griechen schicken können. Die könnten die 28 Millionen Impfdosen vermarkten, die erzielten Einnahmen unverzinst einstreichen und gleich gegen ihre Schulden buchen. Unsere ehrenwerten Politiker können in vielerlei Hinsicht profitieren! Sie haben den Griechen geholfen. Sie können 28 Millionen Dosen à EUR 285,71 verbuchen und kämen so auf 8 Milliarden Griechenlandförderung. Gleichzeitig ergäbe sich ein Haushaltsüberschuß was sich in der EUR wiederum prächtig machen würde. Die Impfdosen-Überbestände wären weg und müßten deshalb auch nicht mehr erklärt werden.

    Was? Damit bescheißen wir die Griechen? Nicht doch. Denen helfen 8 Milliarden oder 28 Millionen ebensowenig wie 30 Milliarden EUR. Denen hilft nur noch die Abkoppelung vom Schuldgeldsystem a la Wallstreet. Wie übrigens uns allen.

  2. Als die DDR an das Tor Europas 1989 anklopfte, hat der damalige Präsident Delors keine Bedingungen gestellt. MERKEL vergisst die europäische Geschichte.

    • Jens said

      Ganz so einfach war es dann auch nicht. Damit es überhaupt zur Wiedervereinigung kommen konnte, mußte unser damaliger Herr Kohl dem franz. Präsidenten nachgeben und am Ende kam es dann tatsächlich zu diesem unbeliebten Euro. All die Probleme würden ohne Euro und ohne „DDR“ … aber das ist ein anderes Thema. Geschichte also bitte immer im Ganzen sehen.

  3. Daniel said

    Mittlerweile gibt es ja nichts mehr zu streiten! Unsere Kanzerlin hat sich trotz des scheinbaren Zögerns zur Hilfe bekannt. Der deutsche Steuerzahler muss es mal wieder ausbauen. Dabei ist Deutschland doch selbst hoch verschuldet!

  4. Frank said

    Es ist eine schwierige Frage mit der Griechenlandkrise. Es ist zwar ärgerlich für die reichsten EU-Länder die meisten Gelder aus dem eigenem Topf zu bezahlen aber andererseits gilt hier das Solidaritätsprinzip, das man in so einer Situation nicht außer Acht lassen soll.

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