Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Griechenland: Risikoaufschlag für Anleihen auf Rekordhoch!

Posted by hw71 - 19. April 2010


Aktueller Chart siehe hier. Gefunden bei spiegel.de:

19.04.2010

Schuldenkrise

Risikoaufschlag für Griechen-Anleihen schnellt auf Rekordhoch

Die griechische Schuldenkrise verschärft sich: Risikoaufschläge für Athener Staatsanleihen haben den höchsten Stand seit der Euro-Gründung erreicht. Obendrein verzögert das Asche-Chaos Verhandlungen über ein Hilfspaket für die klammen Hellenen.

Frankfurt am Main – Die Angst vor einer Griechenland-Pleite verschärft sich: Der hochverschuldete Staat kann sich nur noch zu exorbitant hohen Aufschlägen Geld leihen. Die Rendite für griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren schnellte am Montag auf bis zu 7,63 Prozent empor. Der Risikoaufschlag zur zehnjährigen deutschen Bundesanleihe lag bei 4,53 Prozentpunkten – so hoch wie noch nie seit der Einführung des Euro im Jahr 1999.

Marktbeobachter erklären die Entwicklung mit der anhaltenden Unsicherheit über die finanzielle Lage Griechenlands. „Weder das europäische Nothilfepaket noch die harten Sparmaßnahmen Athens haben die Märkte beruhigen können“, sagte Anleihenexpertin Sintje Diek von der HSH Nordbank. „Zurzeit läuft alles darauf hinaus, dass Athen das Rettungspaket der EU annehmen wird.“

Aber selbst in diesem Fall geht Diek nicht davon aus, dass sich die Finanzierungskosten Griechenlands auf Dauer verringern werden. „Entscheidend wird vielmehr sein, ob Athen den angekündigten Konsolidierungskurs fortsetzt und dies den Märkten glaubwürdig vermittelt.“

Die Kostenexplosion kommt zu einem unpassenden Zeitpunkt. Am Dienstag wird Athen ein Geldmarktpapier über 1,5 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von 13 Wochen auf den Markt bringen. Zuletzt konnte Griechenland erfolgreich mehrere Anleihenemissionen am Markt platzieren.

Aschewolke verhindert Verhandlungen über Hilfspaket für Athen

Das Asche-Chaos verschärft die Griechenland-Panik zusätzlich. Internationale Experten wollten ursprünglich ab Montag in Athen Details der Finanzierung eines milliardenschweren Hilfspaketes verhandeln. Wegen den enormen Behinderungen im europäischen Luftverkehr mussten die Beratungen verschoben werden.

„Das Treffen soll nun spätestens am Mittwoch stattfinden“, sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Montag in Brüssel. Je nach Lage im europäischen Flugverkehr solle auch überlegt werden, ob die Vertreter der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits am Dienstag in Athen zusammenkommen könnten.

Die Euro-Länder wollen Athen notfalls mit bis zu 30 Milliarden Euro im ersten Jahr unter die Arme greifen – Deutschland würde davon bis zu 8,4 Milliarden Euro übernehmen. Auf den IWF könnten zusätzlich bis zu 15 Milliarden Euro zukommen.

Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou hatte am Wochenende nach Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen offen gelassen, wann die Regierung in Athen ein offizielles Hilfsgesuch an EU und IWF für Kredite richten werde.

ssu/dpa-AFX

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