Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Industrie stagniert und mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Posted by hw71 - 15. April 2010


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Wirtschaft

Donnerstag, 15. April 2010

Industrie stagniert, Arbeitsmarkt miesWenig Gutes aus Amerika

Die US-Wirtschaft kraxelt aus dem Tal; der Prozess erweist sich allerdings als sehr schwierig. Die Industrie kann im März kaum zulegen. Zudem stellen in der Woche nach Ostern mehr Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als erwartet.

Die amerikanische Wirtschaft ist trotz positiver Ausblicke noch nicht über den Berg. Die Industrie der weltgrößten Volkswirtschaft hat ihre Produktion im März kaum steigern können. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe legte der Ausstoß um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie die US-Notenbank Federal Reserve mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Die Kapazitätsauslastung lag bei 73,2 Prozent und damit geringfügig unter der Schätzung der Experten.

Für April ist jedoch Besserung in Sicht: Der Konjunkturindex für die Industrie im US-Bundesstaat New York stieg um neun auf 31,86 Punkte. Er kletterte damit auf den höchsten Stand seit sechs Monaten, wie die New Yorker Fed mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 24,00 Punkte gerechnet. Die Daten gelten als Frühindikator für die Entwicklung der gesamten Industrie in den USA.

Mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Auch die Lage am US-Arbeitsmarkt bleibt weiter angespannt. Sie trübte sich in der Woche nach Ostern sogar überraschend ein. Insgesamt meldeten sich 484.000 Menschen erstmals arbeitslos, wie aus Daten des Arbeitsministeriums in Washington hervorgeht. Das sind 24.000 mehr als in der Vorwoche.

Der Anstieg ist damit so groß wie seit zwei Monaten nicht mehr. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang der Erstanträge auf 440.000 gerechnet.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums ist der Anstieg aber nicht auf eine Abkühlung der Wirtschaft zurückzuführen, sondern mit Verwaltungsabläufen zu begründen. „Ich denke nicht, dass es derzeit viele Entlassungen gibt“, sagte ein Sprecher.

Analysten zeigten sich dagegen skeptisch: Damit werde eine Verbesserung am Arbeitsmarkt infrage gestellt, sagte Joseph Trevisani von FX Solutions. „Das ist eine ernsthafte Belastung für das künftige Wirtschaftswachstum.“

wne/rts

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