Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Griechenland: „Der Würfel ist gefallen“!

Posted by hw71 - 10. April 2010


Jetzt fang ich doch an, alle Nase lang was zu Griechenland zu posten… Gefunden bei n-tv.de:

Samstag, 10. April 2010

Griechenland vor Pleite – Der Notfall tritt ein

Der Fall der Fälle kommt wohl schneller als gedacht. In Athen muss die Regierung auf den Notfallplan zurückgreifen und die EU um Hilfe bitten. Die gigantische Belastung durch die hohen Zinsen für die Altschulden frisst den griechischen Staatshaushalt derzeit auf.

Griechenland steht nach Medieninformationen vor dem Antrag, den EU-Notfallplan zur Abwendung einer drohenden Staatspleite zu aktivieren. „Der Würfel ist gefallen“, titelte die konservative Athener Zeitung „Eleftheros Typos“. „Einigung über Rettungsbedingungen“, hieß es in der konservativen „Kathimerini“. Brüssel arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung: Eine grundlegende Einigung der Euro-Länder über Zinshöhe und Kreditumfang soll stehen.

Der genaue Zeitpunkt, wann Griechenland den Notfall-Antrag stellt, blieb noch unklar. Die Zinsen für Kredite des hoch verschuldeten Landes waren in den vergangenen Tagen auf Rekordhöhe gestiegen.

Kredite von 20 bis 25 Milliarden

Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou hat nach Angaben seines Büros bis zum späten Freitagabend mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sowie dem Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, telefoniert. Es sei „die Marktlage und nicht die Aktivierung des Mechanismus erörtert“ worden, hieß es. „Die Tür zur Aktivierung (des Notfallplans) ist offen“, schrieb die linksliberale Zeitung „Eleftherotypia“.

Wie der staatliche griechische Rundfunk und das Fernsehen am Freitagabend berichteten, soll es bei den Kredithilfen um 20 bis 25 Milliarden Euro kombinierte Gelder der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit längerer Laufzeit gehen – zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent, wesentlich niedriger als Athen bislang aufbringen musste, um Kredite an den Finanzmärkten zu erhalten. Andere Medien meinten es könnte Kredite bis 40 Milliarden Euro geben. „Notfallplan (praktisch) unter Dach und Fach – Aufatmen im Markt“, titelte die regierungsnahe Zeitung „To Vima“.

Die Regierung des Sozialisten Giorgos Papandreou hat das schärfste Sparprogramm in der jüngsten Geschichte des Landes eingeführt, um die enormen Schulden in Höhe von rund 300 Milliarden Euro abzubauen.

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