Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Gesamtproduktion stagnierte im Februar…

Posted by hw71 - 8. April 2010


Gefunden bei manager-magazin.de:

08.04.2010

Konjunktur

Rückschlag für deutsche Unternehmen

Die Produktion in den deutschen Unternehmen kommt nicht in Schwung. Der Ausstoß von Industrie, Bau- und Energiewirtschaft stagnierte im Februar im Vergleich zum Vormonat. Das Bundeswirtschaftsministerium korrigierte zudem noch den im Januar erzielten Zuwachs nach unten.

Berlin – Im Februar habe die Gesamtproduktion preis- und saisonbereinigt zum Vormonat stagniert, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag laut vorläufiger Zahlen in Berlin mit. Das Winterwetter dürfte die Entwicklung gedämpft haben.

Darüber hinaus wurde der Produktionszuwachs im Vormonat von ursprünglich 0,6 Prozent auf nur noch 0,1 Prozent nach unten revidiert. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im Februar arbeitstäglich bereinigt um 5,8 Prozent. Im Vormonat war die Produktion um revidiert 2,4 (zunächst: 2,2) Prozent gestiegen.

„Die Produktion deutscher Unternehmen entwickelt sich weiterhin verhalten“, schrieb das Ministerium. Die Stagnation kommt überraschend, nachdem die Industrie im Januar mit 5,1 Prozent das stärkste Auftragsplus seit mehr als fünf Jahren gemeldet hatte und dieses Niveau im Februar halten konnte.

In den einzelnen Branchen fielen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Die Produzenten von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern fuhren ihre Erzeugung um 1,5 Prozent nach oben. Die Hersteller von Vorleistungsprodukten wie Metallen und Chemikalien drosselten ihre Leistung dagegen um 0,1 Prozent, die Konsumgüterproduzenten sogar um 2,3 Prozent.

Das Bauhauptgewerbe meldete einen Anstieg von 1,0 Prozent, nachdem es im Januar wegen Schnee und Frost noch einen Einbruch um 14,2 Prozent gegeben hatte. Die Energieerzeuger drosselten ihre Leistung dagegen um 1,7 Prozent. Erwartungsgemäß lag die Gesamtproduktion im Januar/Februar mit 4,1 Prozent erstmals wieder über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Anfang 2009 hatte es einen beispiellosen Einbruch gegeben, nachdem die weltweite Finanzkrise der exportabhängigen Industrie schwer zugesetzt hatte. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet in den kommenden Monaten mit einer Erholung. „Vor dem Hintergrund einer in der Tendenz weiter aufwärts gerichteten Industrienachfrage und den unverändert positiven Geschäftserwartungen der Unternehmen sind die Aussichten für Produktionssteigerungen weiterhin günstig“, hieß es. Die Frühjahrsbelebung dürfte auch die Baunachfrage erhöhen, die zu Jahresbeginn unter dem strengen Winter gelitten habe.

© manager-magazin.de 2010

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