Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Ford-Händler Saalmüller droht Insolvenz…

Posted by hw71 - 5. April 2010


Nur ein Beispiel stellvertretend für viele… Gefunden bei mainpost.de:

aktualisiert: 30.03.2010 18:04 Uhr

WÜRZBURG

Saalmüller zwischen Insolvenz und Übernahme

Ford-Händler in wirtschaftlichen Problemen – IG Metall stellt Anzeige wegen Insolvenzverschleppung

Um das Würzburger Autohaus Ford Saalmüller steht es wirtschaftlich nicht gut. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall hat der Autohändler seinen 60 Mitarbeitern für 2009 weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld bezahlt.

In diesem Jahr sollen die Beschäftigten erst 35 Prozent der Januarvergütung erhalten haben.

Dies deute sehr stark darauf hin, so die IG Metall in einer Presseerklärung vom Dienstag, dass das Autohaus in absehbarer Zeit zahlungsunfähig sei.

Deshalb hat die IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gegen den Eigentümer des Autohauses Jörg Saalmüller gestellt.

Jörg Saalmüller erklärte gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage, dass sich seine Firma in einer „sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation“ befindet und die Liquiditätssituation „angespannt“ ist.

Was einen Insolvenzantrag angehe, befinde er sich gerade in Gesprächen mit seinen Anwälten.

Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, da es in dieser Frage unterschiedliche Auffassungen gebe. Saalmüller wörtlich: „So wie es aussieht, wird uns aber nichts anderes übrig bleiben als einen Insolvenzantrag zu stellen.“

Gleichzeitig betonte der Chef des Ford-Autohauses, dass er ganz aktuell mit dem größten deutschen Ford-Händler, der Schwabengarage in Stuttgart, in Übernahmeverhandlungen stehe. Eine Entscheidung werde spätestens kurz nach Ostern fallen, sagte Saalmüller, dessen Firma in Würzburg 40 und im Zentrallager in Schweinfurt 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Saalmüller nahm auch zu den einzelnen Vorwürfen der IG Metall Stellung: Bereits in den letzten fünf Jahren sei in Übereinstimmung mit der IG Metall an die Mitarbeiter aufgrund der wirtschaftlichen Situation kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld mehr ausgezahlt worden.

Aufgrund der Liquiditätsengpässe seien auch die regulären Gehaltszahlungen immer im zweimonatlichen Turnus erfolgt. Ob in diesem Jahr tatsächlich erst 35 Prozent bezahlt wurden, vermochte Saalmüller am Dienstag nicht genau zu sagen.

Laut IG Metall hätten die Mitarbeiter von Saalmüller aktuell kein Vertrauen mehr in ihre Geschäftsleitung und sehen die Fortführung des Unternehmens nur noch durch ein geordnetes Insolvenzverfahren sicher gestellt.

Von unserem Redaktionsmitglied Karl-Georg Rötter

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