Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Kaufkraft lässt nach…

Posted by hw71 - 4. April 2010


Woher soll eine steigende Binnennachfrage kommen?! „Deutschland: Weiter sinkende Reallöhne voraus…“ reloaded… 😦 Siehe auch „Deutschland: Bruttolöhne 2009 erstmals seit Gründung der BRD gesunken„. Gefunden bei n-tv.de:

Wirtschaft

Donnerstag, 25. März 2010

Preisfraß im Geldbeutel – Die Kaufkraft lässt nach

Im Krisenjahr 2009 beanspruchen die Geldbörsen etwas weniger Raum in den Taschen der deutschen Vollzeitarbeitskräfte als im Jahr zuvor. Amtlichen Angaben zufolge trifft die Arbeitgeber keine Schuld: Höhere Preise drücken das Niveau nach unten.

Die Löhne von Vollzeitarbeitskräften in Deutschland sind im Krisenjahr 2009 leicht gesunken. Das Realeinkommen der Arbeitnehmer gab unterm Strich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zwar seien die Löhne insgesamt gegenüber 2008 unverändert geblieben. Die höheren Tarifgehälter konnten sinkende Sonderzahlungen und Einschnitte durch Kurzarbeit beim Brutto zwar noch ausgleichen, den Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent mussten die Menschen aber aus eigener Tasche bezahlen. Dies habe am Ende zu dem leichten Rückgang der Realeinkommen geführt.

Im Jahr 2008 waren die Reallöhne noch um 0,4 Prozent gestiegen und das bei einer wesentlich höheren Inflationsrate von 2,6 Prozent. Damals waren aber die Bruttogehälter um 3,0 Prozent gestiegen und hatten so noch zu einem kleinen Plus bei der Kaufkraft geführt. Hauptgrund für die stagnierenden Bruttogehälter 2009 waren die stark zusammengestrichenen Sonderzahlungen, die im Schnitt aller Branchen um 6,2 Prozent zurückgingen. Angestellte von Versicherungen und Banken bekamen sogar 20 Prozent weniger Prämien und Boni.

In weiten Teilen der Industrie schlugen die krisenbedingten Arbeitszeitverkürzungen durch. So sank die bezahlte Wochenarbeitszeit im Verarbeitenden Gewerbe binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent, berichtete das Statistikamt. Bei gleichzeitig gestiegenen Tariflöhnen sank die monatliche Grundvergütung so um 2,5 Prozent. Nicht berücksichtigt ist in der Rechnung allerdings das Kurzarbeitergeld, das als Sozialleistung die Verluste für betroffene Beschäftigte teilweise wieder ausgeglichen hat.

Lange Gesichter hinter der Theke

Die Krise traf nicht alle Arbeitnehmer gleichmäßig: So konnten Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Bildung und bei öffentlichen Verwaltungen Bruttozuwächse von bis zu 3,7 Prozent einstreichen, die deutlich über der Teuerung lagen. Nicht profitieren konnten hingegen die Beschäftigten der Metall- und Autoindustrie, wo allerdings auch besonders häufig das statistisch nicht berücksichtigte Kurzarbeitergeld gezahlt wurde.

Mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 42.392 Euro lag die Industrie knapp über dem Durchschnittswert aller Berufe von 41.468 Euro. Am meisten verdienten Angestellte von Banken und Versicherungen mit einem durchschnittlichen Jahresbrutto von knapp 58.500 Euro, während man sich im Gastgewerbe mit knapp 23.700 Euro begnügen musste.

mmo/AFP/dpa

Advertisements

Sorry, the comment form is closed at this time.

 
%d Bloggern gefällt das: