Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Gruner+Jahr weiter in der Krise…

Posted by hw71 - 2. April 2010


Gefunden bei tagesschau.de:

Verlag baute im vergangenen Jahr 1370 Stellen ab

Gruner+Jahr macht unterm Strich Verluste

Europas größter Zeitschriftenverlag Gruner+Jahr („Stern“, „Geo“) hat im vergangenen Jahr 1370 Arbeitsplätze abgebaut. Mit rund 750 verlorenen Stellen war Deutschland mit Abstand am schlimmsten von den Streichungen betroffen, teilte der Verlag in Hamburg bei der Bilanzvorstellung mit. Bezogen auf die Gesamtbelegschaft betrug der Abbau mehr als neun Prozent. Am Jahresende arbeiteten noch rund 13.600 Personen für den Verlag.

Im abgelaufenen Jahr verringerten sich die Anzeigenerlöse um 19 Prozent auf 772 Millionen Euro. Der gesamte Umsatz fiel um 9,4 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro. Nach einem Gewinn von 88 Millionen Euro im Jahr 2008 wies Gruner+Jahr für 2009 einen Verlust in Höhe von 18 Millionen Euro aus. Der Verlag erklärte die schwache Entwicklung mit der Werbekrise und mit Sondereffekten in Höhe von 170 Millionen Euro unter anderem für den Jobabbau und für Abschreibungen. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereinflüssen reduzierte sich von 225 auf 203 Millionen Euro.

G+J will in diesem Jahr wieder Geld verdienen

Für dieses Jahr kündigte der Verlag die Rückkehr in die Gewinnzone an. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und Gruner+Jahr so aufgestellt, dass wir mit Optimismus und Selbstvertrauen in das Jahr 2010 gestartet sind“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernd Buchholz. Im zweiten Halbjahr 2009 habe sich das operative Ergebnis bereits verbessert. Ein Kostensenkungs- und Umstrukturierungsprogramm in allen Ländern und Märkten entfalte seine Wirkung und werde in diesem Jahr zu einem angemessenen Gewinn führen.

Bereits 2008 hatte der Verlag einen scharfen Sparkurs gefahren. Damals hatte der Verlag einige unrentable Titel geschlossen, einen Einstellungsstopp verhängt und Stellen abgebaut. G+J gehört zu 74,9 Prozent Bertelsmann und zu 25,1 Prozent der Hamburger Verlegerfamilie Jahr.

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