Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Reinigungsunternehmen Berendsen mit Entlassungen

Posted by hw71 - 27. März 2010


Gefunden bei schwaebische.de:

Berendsen entlässt 32 Mitarbeiter

(Messkirch/sz) Jetzt ist es amtlich: Das Reinigungsunternehmen Berendsen in Meßkirch entlässt 32 Mitarbeiter, die meisten davon sind Frauen. Das ist gestern Morgen bei der Betriebsversammlung bekannt gegeben worden. Der Standort soll aber erhalten bleiben.

Von unserem Redakteur Dirk Thannheimer

Von wegen frohe Ostern. Die Firma Berendsen hat 32 Mitarbeitern vorzeitig ein faules Ei ins Nest gelegt. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz. Die meisten von den betroffenen 32 Mitarbeitern sind Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte.

Hintergrund für die Entlassungen sei die Konzentration des Reinigungsunternehmens auf die textile Vollversorgung von Seniorenheimen, Rehakliniken und Krankenhäusern, lautet es in einer Pressemitteilung aus der Berendsen-Zentrale in Glückstadt. Das Standbein in Meßkirch war jedoch die Reinigung von Hotelwäsche. „Wir haben keine andere Möglichkeit und bedauern es sehr, dass im Zuge dieser Maßnahme Personal reduziert werden muss“, sagte Jens Braasch, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Gesundheitswesen. Berendsen beabsichtige mit der Neuausrichtung auch, den Standort Meßkirch langfristig gesehen auf das Geschäftsfeld Gesundheitswesen für die Region Süd auszurichten und damit das Know-how zu konzentrieren sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Verhandlungen verlaufen fair

Bei der rund 75 minütigen Betriebsversammlung habe eine angespannte Atmosphäre geherrscht, sagte Georg Faigle, Gewerkschaftssekretär IG Metall Albstadt. Die Verhandlungen seien aber fair verlaufen, so Faigle. Ihnen ist von Seiten Berendsen eine sozialverträgliche Lösung versichert worden. So können die Betroffenen das Angebot einer Transfergesellschaft in Anspruch nehmen. Aber maximal nur ein Jahr. Darin sollen sie in den kommenden Monaten individuell qualifiziert und geschult werden. Außerdem bezahlt Berendsen Abfindungen in unterschiedlichen Höhen. „Sowohl die Einrichtung der Transfergesellschaft als auch die Abfindungen können den Arbeitsplatz natürlich nicht ersetzen. Deshalb ist jede Entlassung schmerzlich“, so Faigle. Schon ab Montag werden die Betroffenen in einem persönlichen Gespräch über ihre Entlassung informiert.

Und auch die restlichen rund 70 Mitarbeiter müssen in Zukunft finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Denn bereits ab dem 1. April beträgt die wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten nur noch 36,5 statt 38,5 Stunden.

(Erschienen: 26.03.2010 15:55)

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