Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Dänemark: Danish Crown verlagert Jobs nach Deutschland!

Posted by hw71 - 24. März 2010


Gefunden bei abendblatt.de:

ENTLASSUNGEN BEI DANISH CROWN

Deutsche sind billiger: 600 Dänen verlieren ihren Job

24. März 2010, 13:29 Uhr

In Deutschland seien die Personalkosten nur halb so hoch. Möglicherweise werden die Jobs darum nach Oldenburg verlagert.

KOPENHAGEN. Dänemarks größter Schlachterei-Konzern Danish Crown entlässt 600 Mitarbeiter, weil die Personalkosten in Deutschland nur knapp halb so hoch sind. Wie Konzernsprecherin Anne Villemoes am Mittwoch in Randers bestätigte, reagiert Danish Crown mit der Ankündigung auf die Weigerung der Gewerkschaft NFF, Lohnsenkungen im eigenen Land zuzustimmen.

Danish Crown veranschlagt die Durchschnittskosten je Schlachtung in Dänemark auf 100 Kronen (13,34 Euro), in Deutschland auf 44 Kronen, in Polen auf 28 Kronen sowie in Großbritannien auf 50 Kronen. Wichtigster Grund seien die hohen Stundenlöhne für dänische Schlachtereiarbeiter. „Wir werden in den nächsten Tagen entscheiden, wohin wir die 600 bei uns wegfallenden Arbeitsplätze ausflaggen“, sagte Villemoes.

Nach Medienberichten sollen 500 der 600 Jobs nach Deutschland verlagert werden. Hier hat Danish Crown seine Aktivitäten unter anderem im niedersächsischen Oldenburg erheblich ausgeweitet.

Der dänische Konzern hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen gemacht, weil durch Verträge mit Subunternehmern auch deutsche Stundenlöhne für Beschäftigte aus Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern noch weiter unterlaufen wurden. Danish-Crown-Chef Kjeld Johannesen sagte über die neuen Entlassungen im Stammland: „Die Gewerkschaften haben den Ernst der Lage nicht erkannt.“ Das Unternehmen verlangt eine Senkung der dänischen Lohnkosten um 20 Prozent.

Danish Crown beschäftigt weltweit 24.000 Beschäftigte, davon 9000 in Dänemark. NFF-Vizechef Jens Peter Bostrup als Vertreter der Gewerkschaften warf Johannesen in der Zeitung „Berlingske Tidende“ vor, er habe die Tarifverhandlungen durch sein „feindseliges und extrem abweisendes Auftreten vergiftet“. (dpa/abendblatt.de)

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