Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Neues von Maximail GmbH

Posted by hw71 - 20. März 2010


Siehe auch „Deutschland: Privater Postzusteller Maximail insolvent…„. Gefunden bei echo-online.de:

20. März 2010 | db

Sorge um Jobs beim Postzusteller Maximail

Parlament: Stadtverordnete machen sich für Erhalt der Angestellten-Arbeitsplätze stark

In einer Resolution hat sich das Darmstädter Stadtparlament am Donnerstagabend für den Erhalt der Arbeitsplätze bei der Firma Maximail Postzustellung ausgesprochen. Der Magistrat wurde aufgefordert, die Auftragsvergabe der Stadt an den Postdienstleister zu überprüfen und sich für die Rettung der Stellen im Angestelltenverhältnis einzusetzen.

Die Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG hat Ende Februar Insolvenz angemeldet (wir haben berichtet). 149 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Einziger Auftraggeber ist die von der Insolvenz nicht betroffene Maximail GmbH & Co. KG. Die Stadt ist ein wichtiger Kunde des Postunternehmens.

Im Zuge der Insolvenz sei ein Agentursystem angekündigt worden, ,,um aus sicheren Angestellten-Arbeitsplätzen scheinselbstständige Tätigkeiten ohne Tarifvertrag zu machen“, kritisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hanno Benz, als er die von SPD und Grünen kurz vor Sitzungsbeginn eingebrachte Resolution vorstellte. Dieser Weg sei falsch; man wolle nun Solidarität mit den betroffenen Arbeitnehmern demonstrieren.

Sprecher von CDU und FDP kritisierten die Vorlage. Es sei nicht Sache des Stadtparlaments, über Vorgänge in der Privatwirtschaft abzustimmen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rafael Reißer. Ähnlich argumentierte sein FDP-Kollege Leif Blum. Für den Erhalt der Arbeitsplätze sei es zudem nicht sinnvoll, der bedrohten Firma Aufträge zu entziehen. Blum und seine Fraktionskollegin Ruth Wagner äußerten sich allerdings auch kritisch über die Umwandlung von Angestellten-Arbeitsplätzen.

Die Linke hatte ursprünglich einen Antrag eingebracht, wegen der ,,dreisten“ Unternehmenspolitik den Magistrat mit der Überprüfung der Geschäftsbeziehungen zu Maximail ,,unter der derzeitigen Geschäftsführung“ zu beauftragen. Sie wurde darin von den Wählergruppen Uffbasse und Uwiga unterstützt.

Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) warb jedoch erfolgreich dafür, dem Magistrat bei geplanten Gesprächen über den Erhalt der Arbeitsplätze Handlungsspielraum zu lassen. Nach knapp einstündiger Debatte verabschiedeten SPD, Grüne, Uffbasse und Linke die Resolution. Die FDP lehnte sie ab, CDU und Uwiga enthielten sich.

Advertisements

Sorry, the comment form is closed at this time.

 
%d Bloggern gefällt das: