Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Maschinenbauer Müller meldet Insolvenz an

Posted by hw71 - 16. März 2010


😦 Gefunden bei frankenpost.de:

Erschienen am 12.03.2010 00:00

Maschinenbauer Müller meldet Insolvenz an

Wirtschaftskrise | Die 79 Mitarbeiter der traditionsreichen Gefreeser Firma stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Von Hannes Keltsch

Gefrees – Der renommierte und traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik hat Insolvenz angemeldet. Das Gefreeser Unternehmen mit 79 Mitarbeitern ist ein Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise: Im Jahr 2009 ist der Umsatz völlig weggebrochen, die Produktion steht still.

Gefrees – Der renommierte und traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik hat Insolvenz angemeldet. Das Gefreeser Unternehmen mit 79 Mitarbeitern ist ein Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise: Im Jahr 2009 ist der Umsatz völlig weggebrochen, die Produktion steht still. Die Beschäftigten erhalten drei Monate lang Insolvenzgeld. Müller ist spezialisiert auf den Bau von Anlagen zum Stanzen, Umformen und Pressen.

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Bayreuther Rechtsanwalt Dr. Ulrich Graf. Sein Mitarbeiter Siegfried Meisel war gestern, zwei Tage nach der Insolvenzanmeldung, im Werk, um mit Geschäftsführer Heiko Müller die Lage zu sondieren. „Wir sammeln Daten, prüfen und verschaffen uns einen Überblick“, berichtete Meisel der Frankenpost.

Er erklärte die Ursachen der Insolvenz. Das Unternehmen habe zwei Standbeine, nämlich die Produktion und die Wartung der Maschinen. Die Produktion sei im vergangenen Jahr total eingebrochen, der Umsatz ging um fast 100 Prozent zurück. „Niemand kaufte neue Maschinen.“ Kunden von Müller sind zum Beispiel Automobilzulieferer wie Schaeffler (Herzogenaurach), die Firma Meiser Vogtland (Oelsnitz, Hersteller von Metallprodukten) oder Dosenproduzenten für die Lebensmittelbranche.

Das zweite Müller-Standbein, die Wartung von Maschinen, konnte nach Auskunft Meisels den Einbruch im Bereich Produktion nicht auffangen.

Die Zukunft des Unternehmens und der 79 Mitarbeiter ist ungewiss. Es sei viel zu früh für eine Aussage, wie es weitergeht, sagte Meisel gestern. Aber: „Wir wollen die Firma erhalten.“ Es gebe schon Anfragen von Interessenten für eine Übernahme. Nun würden Gespräche mit den Mitarbeitern und Kunden geführt. „Wir gehen jedes einzelne Projekt durch.“ Zu klären sei, ob georderte Anlagen fertig gestellt werden und ob Aufträge in Aussicht stünden. „Weitere Aussagen wären hochspekulativ“, sagte Meisel.

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