Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: „Lange Phase der Massenarbeitslosigkeit“

Posted by hw71 - 7. März 2010


Gefunden bei manager-magazin.de:

05.03.2010

US-Arbeitsmarkt

Amerika verliert weiter Jobs

Der Jobabbau in den USA hat sich im Februar fortgesetzt – immerhin weniger stark als erwartet. Die Rezession hat inzwischen 8,36 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Amerika stellt sich auf eine lange Phase der Massenarbeitslosigkeit ein.

Washington – Insgesamt fielen 36.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft weg, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten für Februar ein Minus von 50.000 und einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,8 Prozent erwartet. Die Quote blieb mit 9,7 Prozent unverändert.

Seit dem Beginn der Rezession haben damit 8,36 Millionen Amerikaner ihren Job verloren. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen.

Der Stellenabbau für die beiden Vormonate wurde zudem revidiert. Insgesamt fiel der Stellenabbau im Januar und Dezember um 35.000 niedriger aus als zunächst ermittelt. Für Januar ergibt sich demnach ein Stellenabbau von 26.000 Stellen, nachdem zunächst ein Minus von 20.000 Stellen ermittelt worden war. Im Dezember lag der Beschäftigungsabbau bei 109.000. Zunächst wurde der Abbau noch mit 150.000 vermeldet.

Bei den Stundenlöhnen ergab sich keine Überraschung. Die Löhne kletterten durchschnittlich um 0,2 Prozent auf 18,93 US-Dollar je Stunde. Volkswirte hatten diese Entwicklung erwartet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank von 33,3 auf 33,1 Stunden.

Die US-Regierung erwartet längerfristig keine wesentliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage. In jüngsten Prognosen wurde von 8,9 Prozent zum Ende 2011 und 7,9 Prozent ein Jahr später ausgegangen.

Nach Erhebungen der US-Notenbank Fed ist die amerikanische Wirtschaft seit Jahresbeginn in Dreiviertel von zwölf untersuchten Regionen des Landes auf Erholungskurs. In den weiten Teilen des Landes habe der Abbau von Arbeitsplätzen nachgelassen, hieß es diese Woche in dem Bericht. Allerdings hielten sich die Unternehmen auch mit Neueinstellungen zurück.

„Der Arbeitsmarktbericht ist angesichts der Belastungen durch die Schneestürme positiv zu werten“, heißt es in einer Kurzstudie der Landesbank Hessen-Thüringen. Zuversichtlich stimme vor allem, dass die Zahl der Zeitarbeiter weiter zunehme. Die Zeitarbeitsentwicklung läuft der Gesamtbeschäftigung für gewöhnlich voraus.

Der Arbeitsmarktbericht im nach Einschätzung der Postbank „nicht ganz so schlecht ausgefallen, wie zuletzt am Markt befürchtet worden war. Hinweise auf eine bevorstehende durchgreifende Besserung liefert er aber auch nicht“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des Bankhauses. Die Postbank rechnet damit, dass die Beschäftigung in den kommenden Monaten um das aktuelle Niveau pendeln wird. Für den weiteren Jahresverlauf stünden die Chancen auf eine allmähliche Belebung jedoch nicht schlecht. Die Aktienkurse reagierten mit Gewinnen auf den Bericht, die Anleihekurse mit Verlusten.

manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx

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