Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Steigende Kreditausfälle bei Hausbesitzern

Posted by hw71 - 4. März 2010


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USA: Wieder mehr Kreditausfälle bei Hausbesitzern

02.03.2010 | 12:17 | (DiePresse.com)

Wegen der hohen Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent kommen wieder mehr US-Hausbesitzer in Zahlungsverzug. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Zahlungsverzüge um 21 Prozent.

In den USA können wieder mehr Menschen ihre Immobilienkredite nicht rechtzeitig bezahlen. Im Jänner waren mehr als 8 Prozent der Hausbesitzer seit 30 Tagen oder länger in Zahlungsverzug, wie aus Unterlagen des großen US-Kreditbüros Equifax hervorgeht. Verglichen mit Dezember 2009 war dies ein Anstieg um 4,4 Prozent, zum Vorjahresmonat sogar von 21 Prozent.

„Dies war kein kleiner Anstieg“, sagte Dann Adams von Equifax. Adams zeigte sich überrascht von dem Sprung, nachdem sich die Zahlen noch Ende des vergangenen Jahres stabilisiert hatten. „Die Dinge sahen sehr vielversprechend aus, aber die Jänner-Zahlen sagen, man muss abwarten, die Geschichte geht noch weiter.“

Hauptgrund für den neuerlichen Anstieg sei die hohe Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent, sagte Adams. Auch die Zahl derer, die bei ihren Zahlungen mindestens 90 oder 120 Tage in Verzug seien, sei gestiegen. „Es drohen noch mehr Zwangsversteigerungen.“

Zwangsversteigerungen stellen eine der größten Gefahren für den US-Immobilienmarkt dar. Seine zarte Erholung verdankt der Sektor bisher im Wesentlichen staatlicher Unterstützungsprogramme. „Es gibt eine Reihe von Häusern, die in den nächsten drei bis sechs Monaten unter den Hammer kommen werden, was dann noch mehr Druck auf die Preise ausübt“, sagte Adams. Experten gehen davon aus, dass allein wegen Zwangsversteigerungen die Hauspreise im Vergleich zum vierten Quartal 2009 erneut um acht Prozent sinken werden. Celia Chen von Moody’s Econonmy.com geht davon aus, dass die Talsohle bei den Immobilienpreisen erst Ende 2010 erreicht sein wird.

Sinkende Häuserpreise bringen ein weiteres Übel mit sich: Die Geldgeber sind nicht bereit, Kreditlinien, die sich am Wert der Immobilien orientieren, zu verlängern oder zu erhöhen. Vergangenen Herbst bewegte sich das Volumen bei durchschnittlich rund 80.000 Dollar (59.150 Euro) pro Haus. 2007 waren es noch knapp über 100.000 Dollar. Das Volumen der gewährten Kreditrahmen für neue Häuser lag im November 2009 bei 4,9 Mrd. Dollar nach 21 Mrd. Dollar zwei Jahre zuvor.

Damit hat der Durchschnittskonsument oder Kleinunternehmer in den USA deutlich weniger finanziellen Spielraum. In den USA ist es üblich, auch andere Anschaffungen im Rahmen der Kreditlinie für die Immobilie zu finanzieren.

(Schluss) kre/cs

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