Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: AIG ebenfalls wieder im Trudeln!

Posted by hw71 - 27. Februar 2010


Bereits mehrfach mit Staatshilfe gerettet (bisher unglaubliche 182 Mrd. Dollar!!!) – und jetzt droht schon wieder das Aus! Aber – so können wir im nachfolgenden Artikel beruhigt lesen – das Unternehmen habe (wohl nach eigenen Angaben) „genügend Liquidität, um mindestens die nächsten zwölf Monate finanzieren zu können“. Na dann… 😦

Gefunden bei de.reuters.com:

Versicherer AIG braucht womöglich mehr Staatshilfen

Freitag, 26. Februar 2010, 17:38 Uhr

New York (Reuters) – Der US-Versicherungsriese AIG steht womöglich erneut vor dem Aus.

Das bereits mehrfach mit insgesamt 182 Milliarden Dollar von der US-Regierung gerettete Unternehmen warnte am Freitag, zusätzliche Staatshilfen könnten nötig werden. An der Börse führte die Hiobsbotschaft zu kräftigen Abschlägen: AIG-Aktien brachen um knapp sieben Prozent ein.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hieß es, ohne neue Hilfen könnte es erhebliche Zweifel am Fortbestand des Konzerns geben. AIG habe aber genügend Liquidität, um mindestens die nächsten zwölf Monate finanzieren zu können. Der einst weltgrößte Versicherer und Erzrivale der europäischen Branchengrößen Allianz und Axa gehört im Zuge der Rettungspakete inzwischen zu fast 80 Prozent dem Staat.

Im vierten Quartal 2009 rutschte der Konzern wieder tief in die Verlustzone: Unter dem Strich betrug das Minus 8,9 Milliarden Dollar, umgerechnet 6,55 Milliarden Euro. Begründet wurde der Verlust, der wesentlich größer als von Analysten erwartet ausfiel, mit zahlreichen Sondereffekten wie der Rückzahlung von Geldern an die Notenbank von New York, Abschreibungen und zusätzlichen Mitteln für höhere Reserven.

AIG-Chef Robert Benmosche will das Unternehmen massiv verkleinern. Zahlreiche Geschäftsteile sind bereits abgestoßen oder werden noch verkauft. So wird etwa das asiatische Lebensversicherungsgeschäft an die Börse gebracht. AIG will sich weltweit auf die Schaden/Unfallversicherung und das US-Lebensversicherungsgeschäft konzentrieren.

Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte die American International Group mit ihrem Beinahe-Zusammenbruch für eine zweite Schockwelle in der Finanzkrise gesorgt. Der Versicherer hatte sich mit riskanten Wertpapieren verzockt.

Im vierten Quartal 2008 hatte das Unternehmen mit 62 Milliarden Dollar den größten Verlust der Wirtschaftsgeschichte eingefahren. 2008 summierte sich das Minus insgesamt auf fast 100 Milliarden Dollar, mehr als zuvor in Jahrzehnten verdient wurde. Im zweiten Quartal 2009 war AIG in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte seitdem von der Börsenerholung profitiert.

© Thomson Reuters 2010 Alle Rechte vorbehalten.

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