Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Zweitgrößte Videothekenkette meldet Insolvenz an!

Posted by hw71 - 4. Februar 2010


Gefunden bei mediabiz.de:

Wilsonville, 04.02.2010, 10:20

Movie Gallery beantragt Insolvenzverfahren

Zum zweiten Mal nach 2007 hat Movie Gallery, die zweitgrößte Videothekenkette der USA, Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt.

Wie das Unternehmen in einem Schreiben an das zuständige Insolvenzgericht im US-Staat Virginia offenlegt, sei der Umsatz im vergangenen Jahr um 28 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar zurückgegangen. Der operative Verlust belief sich alleine im vierten Quartal 2009 auf 129 Mio. Dollar, 52 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Neben den operativen Schwierigkeiten drückt Movie Gallery schon wieder ein Schuldenberg von über 540 Mio. Dollar. 45 Mio. Dollar davon entfallen auf die Anbieter, allen voran Warner Home Video (9,5 Mio. Dollar), Sony Pictures (9,3 Mio. Dollar) und Fox (8,2 Mio. Dollar). Auch Videogame-Publisher sitzen auf unbezahlten Rechnungen, Movie Gallery schuldet Firmen wie Electronic Arts, Microsoft, Sony and Activision insgesamt 5,5 Mio. Dollar.

Der neuerliche Versuch, Movie Gallery zu retten, wird mit einer radikalen Verkleinerung des Filialnetzes eingeleitet. Das Unternehmen will in Kürze 760 unprofitable Stores der Dachmarken Movie Gallery, Hollywood Video und Game Crazy schließen. Das entspricht etwa 30 Prozent des derzeitigen Filialnetzes. Das Unternehmen rechnet aber damit, dass im Zuge des Restrukturierungsverfahrens noch mehr Läden wegfallen.

Movie Gallery hatte im Oktober 2007 erstmals Gläubigerschutz beantragt. Damals hatte sich die Videothekenkette, die größtenteils in der amerikanischen Provinz vertreten war, an der milliardenschweren Übernahme der Kette Hollywood Video verhoben. Aber auch das neue Management hat nach Abschluss der Restrukturierung im Jahr 2008 nicht auf die sich verändernde Rentallandschaft reagiert. Bis heute ist Movie Gallery weder im Postversand, digitalem Vertrieb oder im Automatengeschäft aktiv. „Gallery findet auf Netflix und Redbox keine Antworten und wird angesichts der sich ändernden Konsumentengewohnheiten auch weiterhin Schwierigkeiten haben“, kommentierte Edward Woo, Analyst bei Wedbush Morgan Securities in Los Angeles, die erneute Pleite.

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