Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Duisburg streicht 680 Verwaltungsstellen!

Posted by hw71 - 26. Januar 2010


Siehe auch „Deutschland: Immer mehr Landkreise “zum Sparen verdammt”…“ und „Deutschland: “Die Lebensqualität wird sinken”„, gefunden bei rp-online.de:

Stadt Duisburg streicht 680 Verwaltungsstellen

VON HILDEGARD CHUDOBBA – zuletzt aktualisiert: 26.01.2010 – 02:30

Die Stadt Duisburg will zur Sanierung ihres Haushaltes rund 680 Stellen in der Verwaltung streichen. Diesen Schritt sieht das Haushaltssicherungskonzept vor, das die Kommune jetzt aufgestellt hat. Bis 2014 soll die Maßnahme umgesetzt sein. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

Das Sparprogramm, das Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) und Stadtkämmerer Peter Langer gestern dem Rat vorlegten, übertrifft alles, was die seit Jahrzehnten verschuldete Stadt je erlebt hat. Duisburg sind die Einnahmen weggebrochen. Nach Angaben der Stadtverwaltung gingen krisenbedingt die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im vergangenen Jahr um über 56 Prozent auf nur noch 110 Millionen Euro zurück.

Das Eigenkapital ist aufgebraucht: 2008, als Duisburg erstmals eine Eröffnungsbilanz vorlegte, wies der Stadtkämmerer noch ein Vermögen von rund 400 Millionen Euro aus. Das Geld wurde unter anderem für die Tilgung der Kredite ausgegeben, deren Volumen am Jahresende 2009 bei 1,6 Milliarden Euro lag – Geld, das Duisburg aufnehmen musste, um etwa den Solidaritätsbeitrag für den Aufbau Ost zu finanzieren. 18 Millionen Euro will die Stadt bis 2014 dadurch einsparen, dass sie keinen „Soli“ mehr bezahlt. 23 Millionen Euro will sie vom Bund zurückfordern. Auf diese Höhe belaufen sich die Mehrkosten für die Unterbringungs-Zahlungen im Rahmen der Hartz-IV-Gesetzgebung, die die Kommunen eigentlich entlasten sollte. Das Landesgesetz zur Kindergarten-Betreuung von unter Dreijährigen hat der Stadt 2009 Mehrkosten von 9,3 Millionen Euro gebracht. Auch hier hofft Duisburg auf Rückerstattung. Zudem wird der Rotstift in allen Bereichen angesetzt: etwa bei Schulen und Hallenbädern. Parkgebühren und Hundesteuer sollen erhöht werden, Zuschüsse für Vereine und Verbände werden gekürzt oder gestrichen.

Quelle: Rheinische Post

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