Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

„Die Banken wurden gerettet – und jetzt sind die Retter in Gefahr“

Posted by hw71 - 17. Januar 2010


Ein wirklich interessanter Artikel, der sich um die ausufernden Staatsverschuldungen kümmert und zusätzlich die (theoretischen) Möglichkeiten erklärt, die die Staaten überhaupt haben, um aus der Schuldenfalle rauszukommen – und welche Auswirkungen diese jeweils auf unser Erspartes haben. Außerdem am Ende des Artikels Informationen, in welcher Aufteilung man sein Geld aktuell aufgeteilt haben sollte. Richtig auch der Hinweis, dass wenn in Gold angelegt werden soll, nur physisches Gold ratsam ist!

Gefunden bei wiwo.de (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

Staatsschulden

Wie die Staatsschulden Ihr Geld bedrohen

Christof Schürmann (Düsseldorf), Malte Fischer 14.01.2010

Weltweit verschulden sich die Staaten wie nie zuvor, drucken Notenbanken weiter maßlos Geld. Wer die Rechnung zahlt? Dreimal dürfen Sie raten! Wie die Schuldenlawine Vermögen gefährdet, wie Anleger ihr Depot jetzt darauf vorbereiten können.

Devisenspekulanten rund um den Globus gaben Jürgen Stark blitzschnell die Quittung: „Die Märkte täuschen sich, wenn sie davon ausgehen, dass andere Mitgliedstaaten in ihre Brieftaschen greifen werden, um Griechenland zu retten“, vertraute der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank der italienischen Zeitung „Il Sole 24 Ore“ an. Als die Nachricht auf den Bildschirmen aufleuchtete, klickten die Profis in den Handelssälen der Banken auf „ verkaufen“ – und drückten den Kurs des Euro blitzschnell um ein halbes Prozent unter die Marke von 1,43 Dollar.

Ein Zentralbanker, der über ein nicht zu rettendes Mitglied der Währungsunion sinniert – das ist eine Steilvorlage für alle, die auf einen fallenden Euro wetten. Dass die Euro-Länder tatsächlich eines der ihren fallen lassen könnten, mag so recht niemand glauben. Doch die bei einer Rettung zu schulternden Lasten dürften die Euro-Geberländer, allen voran Deutschland, noch stärker in die Verschuldung treiben. Außerdem: Für Griechenland mögen die vereinigten Mittel noch reichen. Was aber, wenn dann irgendwann auch mal Irland anklopft, Spanien oder gar eine Wirtschaftsmacht wie Italien?

Alles nur Panikmache? Fest steht: Die Finanzmärkte sind in solchen Fragen hochsensibel. Die nackten Zahlen zur katastrophalen Verschuldung der Staaten stützen die These: Die Banken wurden gerettet – und jetzt sind die Retter in Gefahr, die sie mit Hunderten von Milliarden vor dem Kollaps bewahrt haben. Der unheilvolle Gedanke an Staatsbankrotte macht sich breit in den Hirnen der Anleger.

Staatsverschuldung beschert „tumultartige Zeiten“

Nicht ohne Grund: Die Ratingagentur Moody’s sagt den Staaten weltweit angesichts der anschwellenden Haushaltsdefizite „tumultartige Zeiten“ bei der Schuldenaufnahme voraus. Die meisten EU-Staaten und ganz vorneweg die USA sind rekordhoch verschuldet.

Sichtbar leiden vorerst nur die Kleinen: Die Griechen ächzen unter 280 Milliarden Euro Schulden, das sind fast 130 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Der Maastricht-Vertrag, an den die Euro-Länder gebunden sind, erlaubt gerade mal 60 Prozent. Jüngst musste die Staatsholding des Emirats Dubai mit zehn Milliarden Dollar Nothilfe vom Nachbarn Abu Dhabi vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden. Die Seychellen werden nur noch vom Internationalen Währungsfonds über Wasser gehalten, ebenso wie Island, Ungarn, Lettland, Rumänien und die Ukraine. Lettland musste Investoren für eine Anleihe jüngst 8,75 Prozent Zinsen bieten – fast das Dreifache dessen, was Anleger vom Bund fordern. So etwas ruiniert auf Dauer jeden Haushalt. Bankanalysten sehen selbst Polen gefährdet, weil es im Ausland hoch verschuldet ist, aber nur wenig Devisenreserven hat.

Gefahren für das Ersparte

„Dubai und Griechenland sind ein Fingerzeig für 2010. Anleger werden vermehrt die Frage stellen, ob und wie lange Staaten und Unternehmen sich noch über neue Schulden finanzieren können“, sagt Jochen Felsenheimer, Kreditspezialist des Vermögensverwalters Assénagon.

Die Schuldenlawine der Staaten, weiter ungebremste Geldschöpfung der Notenbanken und auch die zunehmende Verschuldung von Unternehmen bedrohen Anlegervermögen gleich mehrfach:

  • Die Gefahr, dass Schuldner pleitegehen, nimmt zu. Für dieses Risiko fordern Investoren von Staaten oder Unternehmen für neue Emissionen einen höheren Zins. Altanlagen in Anleihen werden damit unattraktiver und erleiden Kursverluste.
  • Sobald die erhöhte Kreditmenge, die im Bankensystem gehortet wird, in der Wirtschaft ankommen sollte, droht Inflation. Wenn Unternehmen in der Krise ihre Kapazitäten stark zurückfahren, würden schon kleine Nachfragezuwächse auf knappe Kapazitäten stoßen. Knappheit aber ermöglicht Preissteigerungen – Inflation. Gerade klammen Staaten käme Inflation gelegen, weil sie ihre Schulden entwertet. Notenbanken, die Geld schöpfen, sind zwar formal unabhängig von Regierungen, aber selten resistent gegenüber politischem Druck.
  • Steigende Inflation wiederum könnte nur mit höheren Zinsen bekämpft werden. Die belasten sowohl Anleihebesitzer als auch Langfristsparer, die über Bankpläne oder Lebensversicherungen ihre Gelder zu Niedrigzinsen dauerhaft angelegt haben. Wer aktuell etwa fünfjährige deutsche Bundespapiere kauft, bekommt nur 1,8 Prozent nach Steuern. Schon eine milde Inflation würde diesen Ertrag unter null drücken. Wer langfristig spart, zahlt die Zeche, weil er am Ende der Laufzeit real, abzüglich Teuerungsrate also, Geld verliert.
  • Manager von Lebensversicherungen und Pensionskassen haben ihren Kunden 3,4 Prozent Rendite versprochen. Sollte eines Tages die Inflation höher als der versprochene Zins ausfallen, wäre das den Versicherern egal – ihr Renditeversprechen würden sie ja nicht brechen. Den Schaden hätten die Versicherten.
  • Auch Aktienbesitzer kämen kaum ungeschoren davon. Deutlich erstarkte Zinsniveaus drücken regelmäßig die Kurse von Dividendenpapieren, die relativ zu hoch verzinsten neuen Anleihen schlagartig unattraktiv werden. So etwa in den Siebzigerjahren oder 1980, als der damalige US-Notenbank-Chef Paul Volcker die Leitzinsen auf 20 Prozent setzte.

Schuldenmeister Schäuble

„Wer nicht rechtzeitig dafür sorgt, dass öffentliche Verschuldung beherrschbar bleibt und dass konsolidiert wird, der zahlt früher oder später einen immer größeren Preis“, schulmeisterte Finanzminister Wolfgang Schäuble vor Weihnachten in Richtung Griechenland. Wie wahr.

Schäuble selbst wird sich an seinen Worten messen lassen müssen, hat er sich doch schon heute zum Schuldenmeister aufgeschwungen. Fast 86 Milliarden Euro, inklusive Finanzmarktstabilisierungsfonds und Investitions- und Tilgungsfonds sogar 100 Milliarden Euro an neuen Krediten, buchte er für 2010 in seinen Etat – Negativrekord in der Geschichte der Bundesrepublik.

So wundert es nicht, dass sich die Deutschen laut einer Forsa-Umfrage aktuell mehr vor hohen Staatsschulden ängstigen als vor Arbeitslosigkeit und Klimakatastrophe. Nicht nur, dass höhere Steuern und Abgaben drohen, sollte es dem Bund nicht gelingen, die Neuverschuldung zu stoppen. Die Phase des Durchatmens nach der Finanzkrise wird nicht lange dauern. „Wir sehen, dass die Zeiträume zwischen den einzelnen Krisen immer kürzer werden und dass die Krisen immer extremer ausfallen“, so Felsenheimer.

Der Kursanstieg über fast alle Anlageklassen – Aktien, Unternehmensanleihen, Rohstoffe und Edelmetalle gewannen 2009 meist kräftig an Wert – täuscht über den tatsächlich noch schlechten Zustand der Weltwirtschaft hinweg. Anleger sollten ihr Vermögen deshalb auf das Risiko eines Rückschlags an den Finanzmärkten hin ausrichten. Der droht, sobald die Zinsen steigen – etwa weil die um Anlegergelder konkurrierenden Staaten, Banken und Unternehmen zu den aktuellen Niedrigrenditen keine Abnehmer für ihre Anleihen mehr finden. Die Folge wäre ein Crash am Rentenmarkt.

Extremkrisen erfordern außergewöhnliche Reaktionen – nach diesem Motto haben Zentralbanken und Regierungen gehandelt, als nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank im Herbst 2008 die Finanzkrise die globale Wirtschaft in den Abgrund zu stürzen drohte. Mit drastischen Leitzinssenkungen und milliardenschweren Liquiditätsspritzen eilten die Währungshüter dem Finanzsystem zu Hilfe. Die Bilanzsumme der US-Notenbank Fed zum Beispiel – faktisch der Schattenhaushalt zur Bankenrettung – stieg seit Herbst 2008 um 100 Prozent auf aktuell 2200 Milliarden Dollar.

Gewaltige Löcher in öffentlichen Haushalten

In allen öffentlichen Haushalten klaffen nach den Rettungsaktionen nun gewaltige Löcher. „Die meisten Industrieländer werden ihren Haushalt konsolidieren müssen, um ihre Schulden auf einem akzeptablen Niveau zu halten“, sagt Pierre Cailleteau, Chef der Länder-Ratingsparte der Agentur Moody’s. Eins ist klar: Eine zweite Finanzkrise von ähnlich gewaltiger Wucht könnten die Staaten nicht mehr auffangen. Zu stark sind ihre Schulden bereits gestiegen. Der nächste Crash an den Finanzmärkten ist jedoch denkbar: Die Geschäftsbanken sind noch längst nicht über den Berg. Trotz Stützungsmaßnahmen der Staaten für alle Banken weltweit im Wert von 9000 Milliarden Dollar sieht das Analysehaus Credit Insight 2010 Probleme bei bis zu 1100 US-Geldhäusern – jedes achte Institut geriete demnach in Schwierigkeiten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet nach 1300 Milliarden Dollar Abschreibungen bis Mitte 2009 mit weiteren bis zu 1500 Milliarden Dollar bis Ende dieses Jahres. „Zu groß, um nicht gerettet zu werden“ – das geflügelte Wort aus Teil eins der Finanzkrise dürfte inzwischen allen Lippenbekenntnissen zum Trotz nicht mehr gelten – die Staaten können angesichts ihrer eigenen überbordenden Schulden nicht noch einmal als letzter Nothelfer einspringen.

Was besonders schmerzt: Längst nicht alles Geld aus Konjunkturhilfen und Notenbanken landete wie erhofft bei den Unternehmen, um Konjunktur und damit den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Spekulanten sprangen auf den Zug auf, verschuldeten sich zu nie da gewesenen Niedrigzinsen, nutzten das billige Kapital, um ihren Schnitt bei Aktien, anderen Unternehmenspapieren, Immobilien oder Rohstoffen zu machen. „Deshalb sehen wir heute eine Inflation der Vermögenswerte“, sagt Felsenheimer.

Billiger Dollar

Die Politik der USA, Kredite zum Nulltarif zu verteilen, hat den Dollar zur begehrten Währung der sogenannten „Carry Trades“ gemacht: Großanleger verschulden sich billig in Dollar und legen das Geld höher verzinslich in Euro oder in Aktien und Rohstoffen an.

US-Ökonom Nouriel Roubini, der früh die letzte Blase am US-Immobilien- und -Kreditmarkt erkannte, sieht Notenbanker am Werk, die aktuell über ihre Nullzinspolitik eine „Monsterblase“ erschaffen. Aus Angst davor, die Konjunktur abzuwürgen, scheuen die sogenannten Währungshüter bisher aber vor Zinserhöhungen zurück und pusten so die Finanzmarktblasen auf – bis sie platzen.

Mit Argusaugen sollten Anleger vor allem die Entwicklung des Dollar beobachten. Schon eine temporäre Erholung würde die Spekulation enorm verteuern. Carry Trades müssten aufgelöst werden, die Preise aller Anlagen, in die Carry Trader investiert haben, würden einbrechen.

Auf längere Sicht gibt es jedoch Gründe en Masse, die für eine schwache US-Währung sprechen. In den USA ist 2009 das Budgetdefizit auf 1,4 Billionen Dollar geschossen. Unter dem Strich liegt das Defizit bei rund elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Hätte der US-Senat an Heiligabend nicht kurzfristig die bisher gültige Schuldengrenze von 12 104 Milliarden Dollar um 290 Milliarden Dollar angehoben, wären die USA nach ihrer eigenen Definition bereits pleite gewesen. Denn schon drei Tage nach Anhebung der Schuldengrenze wurde das alte Limit überschritten.

Die neue Grenze jedoch dürfte kaum das Ende der Schuldenklettertour markiert haben. Das Limit reicht lediglich zur Finanzierung des Defizits bis -Ende Februar. Investoren müssen sich -bereits dann auf eine weitere Erhöhung einstellen. Diese Politik der Scheinstabilität mit stetiger Erhöhung der Schuldengrenze und damit einer Aushöhlung ihrer Bonität verfolgten die USA bereits während des Zweiten Weltkriegs und der Kriege in Korea und Vietnam. Auch heute führen die Vereinigten Staaten einen teuren Kampf – in Afghanistan. Nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts entledigte sich die US-Regierung über Inflation und die Aufgabe der Bindung des Dollar an den Goldpreis eines Großteils ihrer Schulden.

Aktuell wird dies nicht gelingen. Die Restlaufzeit der US-Staatsanleihen – insgesamt Papiere über 6500 Milliarden Dollar – ist mit 3,9 Jahren schlicht zu kurz, um diese über eine kontrollierte Inflation entwerten zu können. Anleger sollten deshalb genau beobachten, ob es die USA bald schaffen, auch wieder langlaufende Papiere in den Markt zu drücken.

Öffentliches Pladoyer für mehr Inflation

Gelingt dies, würde eine Inflationierung helfen. Politisch mag diese sowieso erwünscht sein. In den USA plädieren führende Ökonomen wie Kenneth Rogoff und Gregory Mankiw bereits öffentlich für mehr Inflation, um die Schuldenberge abtragen zu können.

Inflation könnte womöglich den Staatsbankrott abwenden. Doch Anleger und andere Gläubiger würden um ihre berechtigten Ansprüche auf eine ordentliche Realverzinsung – den Zins einer Anleihe abzüglich Teuerungsrate – gebracht. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Barclays Capital, fürchtet, es könnte schlimmer kommen: Wer mit viel und zu billigem Geld verursachte Finanzkrisen mit immer mehr und immer billigerem Geld bekämpfe, der „wird die Währungen früher oder später ruinieren“.

Auch die Analysten der deutschen KfW – nicht gerade bekannt als ein Geheimbund von Verschwörungstheoretikern – schreiben in einer Studie, dass eine Währungsreform eine „durchaus übliche Methode“ sei, „um sich hoher Staatsschulden zu entledigen“. Sie beziehen sich dabei explizit auf die USA. Ein Währungsschnitt sei denkbar, wenn die Staatsverschuldung „eines typischen Industrielandes“ je nach Steuereinnahmen zwischen 140 und 200 Prozent des BIPs überschreitet. Solche Negativquoten erreicht selbst die Wirtschaftsmacht USA in naher Zukunft. 2014 soll laut offiziellen Prognosen das gesamtstaatliche Defizit (inklusive Sozialkassen) auf 18,4 Billionen Dollar springen, was geschätzt 135 Prozent des BIPs entspräche. Unabhängige Analysten erwarten sogar einen Sprung von derzeit 92 auf gut 160 Prozent.

Finanzminister gehen die Tricks aus

Eine weitere Belastung für die USA ist ihr Defizit aus dem Warenhandel. Im dritten Quartal 2009 stieg der Fehlbetrag auf 108 Milliarden Dollar. Eine Lücke, die Ausländer finanzieren müssen, über den Aufkauf von US-Staatspapieren. Das gelingt dauerhaft nur, wenn die USA das angeknackste Vertrauen in den Dollar stabilisieren können.

Was fraglich ist. In Kalifornien geht schon jetzt die Angst um. Der US-Bundesstaat mit dem niedrigsten Bonitätsrating sucht im Ausland nach neuen Gläubigern. 2009 hat der von Gouverneur Arnold Schwarzenegger geführte Bundesstaat, der für sich genommen die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, 36 Milliarden Dollar über die Ausgabe neuer Anleihen eingenommen. Davon sind 8,8 Milliarden Dollar bereits dieses Jahr wieder fällig. Langsam werde es eng, räumt selbst Finanzminister Bill Lockyer ein. „Uns gehen die Tricks aus. Wir werden internationalen Investoren Anleihen aus Kalifornien verkaufen müssen. Ich weiß nicht, wie teuer das wird.“ Im internationalen Vergleich muss Kalifornien nach Angaben von Lockyer bereits üppigere Zinsen zahlen als Brasilien, Mexiko oder Indonesien.

Hinzu kommt: Auch die Bilanzen der US-Privathaushalte sind desaströs. Noch 2007 lag das gesamte Privatvermögen Amerikas – verteilt auf Aktien, Wohn- und Geschäftsimmobilien – bei rund 50 000 Milliarden Dollar. Rund 40 Prozent davon haben sich in Luft aufgelöst, während die auf dem Vermögen lastende Schuld mit 25 000 Milliarden Dollar konstant blieb. Die Schuldenlasten sind für viele Amerikaner schlicht untragbar geworden. 40 Prozent der Amerikaner sollen vermögenslos sein, schätzt der Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf.

In Europa sieht es nicht viel besser aus. Laut EU-Kommission werden im nächsten Jahr alle EU-Länder mit Ausnahme von Bulgarien die im Maastrichter Vertrag vorgeschriebene Obergrenze für das jährliche Haushaltsdefizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts reißen. Irland, Großbritannien, Lettland, Griechenland und Spanien werden zweistellige Defizitquoten haben. Deutschland dürfte mit annähernd 6,0 Prozent vergleichsweise günstig abschneiden.

Ein rasches Ende der kostspieligen staatlichen Konjunkturstützen ist nicht in Sicht – obwohl allein die Euro-Länder 7100 Milliarden Euro an Schulden aufgetürmt haben. Die Wirtschaft sei noch zu fragil, um die Anti-Krisenmaßnahmen zurückzufahren, erklären die Staats- und Regierungschefs unisono. So will die EU-Kommission Deutschland bis 2013 Zeit geben, die Defizitquote wieder unter den Maastrichter Referenzwert von drei Prozent des BIPs zu drücken.

Maastricht-Ziel bleibt gefährdet

Ob es Bundesfinanzminister Schäuble gelingen wird, wieder unter die Maastricht-Grenze zu rutschen, ist äußerst fraglich. Der Bund zahlt dieses Jahr 40 Milliarden Euro für seine Schulden – die Zinsen erreichen damit bereits Platz zwei im neuen Haushalt. Laut IWF zeigen historische Daten, dass die Erhöhung von Staatsdefiziten um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des Langfristzinses von 0,1 bis 0,6 Prozentpunkten führt. „Die langfristigen Zinsen werden weltweit steigen und damit die wahren Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise offenbaren“, so Moody’s-Analyst Cailleteau. Dem Staat verbleiben dann immer weniger Mittel für wichtige wachstumssichernde Motoren wie Bildung, Forschung und Infrastruktur.

Sollten sich die Zinsen verdoppeln – was nur einer Normalisierung auf historische Renditen gleichkäme – würde schon jeder vierte Euro aus dem Haushalt zur Bedienung der Schuldenlast benötigt, neue Kredite dabei nicht einmal eingerechnet. „Um die Schuldenquote bis 2020 auf die im Maastricht-Vertrag festgeschriebene Obergrenze von 60 Prozent des BIPs zu drücken, müssten die meisten Länderhaushalte nach Abzug der Zinszahlungen in den nächsten zehn Jahren signifikante Haushaltsüberschüsse erzielen“, so Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Dies sei aber „politisch schwer durchsetzbar“.

Ohne eine radikale Kürzung der Staatsausgaben aber klettern die Schulden weiter und erreichen spätestens 2030 die Marke von 100 Prozent des BIPs. 2060 würden sie dann nach Berechnungen der EU-Kommission bei 320 Prozent des BIPs liegen. In Großbritannien steigt die Schuldenquote ohne Haushaltssanierung bis 2060 auf 760 Prozent des BIPs, in Spanien auf 770 Prozent und in Griechenland auf 880 Prozent. Schon die Zinsen für diese Megaschulden dürften die öffentlichen Haushalte der meisten Länder überfordern – und die Finanzminister zwingen, den Schuldendienst einzustellen und den Staat für bankrott zu erklären. Ihre Staatsanleihen könnten Anleger dann verfeuern.

Bundespapiere noch gefragt

Noch muss sich Wolfgang Schäuble keine Sorgen machen: Mangels attraktiver Alternative kaufen Großanleger weiter Bundespapiere. Die Finanzagentur in Frankfurt, die dem Bund ständig neue Kredite beschafft, kann sich „über Mangel an Arbeit nicht beklagen“, sagt Carl Heinz Daube, Geschäftsführer der Finanzagentur. Vergangenen Dienstag stockte sie als erste Auktion 2010 eine zehnjährige Bundesanleihe um sechs Milliarden Euro auf, bei „guter Nachfrage“, so Daube.

Und die Notenbanken denken, trotz neuer Blasen an den Märkten, noch nicht daran, den Fuß bald vom Gaspedal zu nehmen. Der Leitzins werde noch „für längere Zeit auf dem außergewöhnlich niedrigen Niveau“ von 0,25 Prozent bleiben, ließen die US-Notenbanker erst im Dezember wissen. Analysten rechnen frühestens für Herbst 2010 mit einem Zinsschritt der Fed nach oben. Auch ihre Politik zur Sanierung der Banken und damit zur Konjunkturstützung dürften die Notenbanken vorerst fortsetzen.

So hat die Europäische Zentralbank (EZB) von geplanten Pfandbriefkäufen im Umfang von 60 Milliarden Euro erst knapp 23 Milliarden Euro über die Bühne gebracht. Am 23. Dezember stellte sie den Banken noch einmal 97 Milliarden Liquidität mit einer Laufzeit von einem Jahr zur Verfügung, nachdem sich die Banken im Jahresverlauf bereits 517 Milliarden über die ungewöhnlich lange Laufzeit zu Niedrigzinsen gesichert hatten. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte im Dezember immerhin einen allmählichen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes angekündigt: „Die bessere Lage am Finanzmarkt zeigt, dass 2010 nicht mehr so weitreichende Liquiditätsmaßnahmen nötig sein werden wie zuletzt.“

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer bezweifelt, dass die Zentralbanken den Mut haben, rechtzeitig umzuschalten. „Das Letzte, was die Notenbanken wollen, ist, durch einen zu raschen geldpolitischen Kurswechsel einen Rückfall in die Finanzkrise zu riskieren.“ Mayer hält es daher für wahrscheinlich, dass die Währungshüter nur langsam und sehr zögerlich die Zügel straffen werden. „Die Liquiditätsschwemme wird daher ihren Weg über die Vermögensmärkte in die Verbraucherpreise finden“, prophezeit er. Auf mittlere Sicht rechnet er mit Inflationsraten von etwa fünf Prozent.

Und die könnten schneller kommen, als viele meinen. „Ein Schock wie die Finanzkrise kann die Produktionskapazitäten der Wirtschaft nachhaltig verringern“, sagt Mayer. Das heißt, Unternehmen scheiden dauerhaft aus dem Markt aus, andere legen Teile ihres Betriebs dauerhaft still, und Arbeitskräfte, die ihren Job verlieren, rutschen in die Langzeitarbeitslosigkeit. Eine Untersuchung des IWF über die Folgen von Bankenkrisen zeigt, dass diese das Produktionspotenzial der Wirtschaft langfristig im Durchschnitt um zehn Prozent mindern. Das heißt umgekehrt, dass schon moderate Zuwächse von Nachfrage und Produktion reichen würden, um die gesunkenen Kapazitäten wieder so stark auszulasten, dass die Unternehmen die Preise erhöhen können. Der Inflation wäre der Weg bereitet.

Interbankenfinanzierung hat sich normalisiert

Zwangsläufig passieren muss dies allerdings nicht: In Japan etwa haben weder eine wahre Schuldenorgie noch eine 20-jährige Nullzinspolitik die wirtschaftliche Dauer-Stagnation mit häufigen Phasen sinkender Preise (Deflation) verhindert. Zuletzt gingen die Preise in Japan mal wieder zurück – um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den meisten anderen großen Volkswirtschaften steigen die Preise nur leicht – in China um 0,3 Prozent, in Deutschland im Dezember um 0,8 und in Großbritannien und den USA um knapp zwei Prozent.

In den westlichen Industrieländern sind die Kapazitäten der Unternehmen trotz der sich langsam berappelnden Nachfrage immer noch weit unterdurchschnittlich ausgelastet. Außerdem drückt die steigende Arbeitslosigkeit auf die Löhne der Beschäftigten. Daher dürften die Unternehmen weder von der Kosten- noch von der Nachfrageseite her Anlass haben, bald die Preise zu erhöhen. „Solange die Kapazitäten der Industrie nicht angepasst sind, kein Geld aus den Banken in den Wirtschaftskreislauf gelangt und die Konsumenten insbesondere in den USA eher sparen als ausgeben, besteht keine Gefahr für Preissteigerungen“, sagt Stefan Schilbe, Chefvolkswirt bei HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf.

Doch die Zeichen, dass die Stützungsmaßnahmen greifen, dass Banken und Konjunktur immer weniger auf die Unterstützung der Notenbanken und Regierungen angewiesen sein werden, mehren sich. Die Finanzierungsbedingungen zwischen den Banken haben sich normalisiert, die Geldhäuser schreiben – zumindest auf dem Papier – wieder Gewinne und können wieder Anleihen ohne staatliche Ausfallgarantien am Kapitalmarkt unterbringen. In den USA und Euroland hat die Wirtschaft zudem die Rezession im dritten Quartal hinter sich gelassen, in einigen Ländern Asiens laufen die Bänder in den Fabriken schon wieder heiß.

Rezept für mehr Inflation

Fazit: Treten Zentralbanken und Regierungen nicht bald auf die Bremse, könnten höhere Teuerungsraten die Folge sein. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Staatliche Schuldenwirtschaft und lockere Geldpolitik haben sich fast immer als todsicheres Rezept für mehr Inflation erwiesen.

Trotz aller Schuldenprobleme ist die Nachfrage nach Staatspapieren weiter ordentlich. Die Risikoaufschläge, die Investoren verlangen, sind niedrig, die Zinsen dementsprechend weit unten. Ursache ist vor allem das geldpolitische Perpetuum mobile, das zur Bekämpfung der Finanzkrise installiert wurde: Banken erhielten Geld der Zentralbanken zum Nulltarif und lagerten dafür Staatspapiere ein, die gering, aber deutlich höher verzinst werden als die Notenbankenkredite.

Nicht alle Investoren vertrauen noch darauf, dass dieser Mechanismus weiter läuft. Vergangene Woche kündigte Paul McCulley von dem zur Allianz gehörenden weltgrößten Anleihefonds Pimco an: „Wir werden Anlagen in britischen und US-Papieren reduzieren, weil die Verschuldungen steigen.“ Zudem lasse die Großzügigkeit der Notenbanken nach. Anleihelegende Bill Gross, Anlagestratege bei Pimco, sagte dem „Time Magazine“, dass „wir unsere US-Staatsanleihen gegen Staatsanleihen mit potenziell höherer Qualität austauschen“. Die Nachfrage aus China nach US-Bonds werde abnehmen, so Gross. „Es gibt eine Reihe von Gründen, an US-Staatsanleihen zu zweifeln.“

Auch die EU-Staaten geben immer mehr Staatsanleihen aus, allein 2009 über 950 Milliarden Euro. Rund 40 Prozent dieser Summe werden bereits bis zum Jahr 2015 fällig und müssen durch neue Papiere ersetzt werden. Der Bund brachte 2008 neue Papiere für 213 Milliarden Euro an den Markt, in diesem Jahr sind schon 343 Milliarden geplant. Japan will Papiere für umgerechnet 1100 Milliarden Euro an den Mann bringen; dazu kommen aus den USA 2000 Milliarden Dollar an frischen Staatsanleihen.

Wie schnell Anleger mit Staatspapieren Geld in den Sand setzen können, zeigt das Beispiel Griechenland. Mitte November schob Athen eine bis 2026 laufende Staatsanleihe auf den Markt – nur einen Monat später hatten Investoren mehr als sieben Prozent mit ihr verloren. Als vor acht Jahren Argentinien pleiteging, lagen 102 von 155 Milliarden Dollar staatlicher Schulden bei ausländischen Anlegern. Die verloren bis zu 80 Prozent.

Risiko von Zahlungsausfällen wächst

Wegen des enormen Neu- und Wiederfinanzierungsbedarfs steht Staatsanleihen laut Moody’s eine schwierige Phase bevor. Das Risiko von Zahlungsausfällen wachse, insgesamt schwinde die Kreditqualität. Vor allem die USA und Großbritannien müssten überzeugende Pläne zur Reduzierung der Defizite vorlegen, ansonsten könnten sie bereits 2011 ihre Bonitäts-Bestnoten einbüßen.

Die Zürcher Independent Credit View (I-CV) hat errechnet, wie sich bis 2014 die Schulden wichtiger Nationen entwickeln werden. Während die großen Ratingagenturen etwa die USA noch für einen Top-Schuldner halten, hat das unabhängige Researchhaus ihnen bereits die Top-Note AAA entzogen. „Wir halten die Bonität Chinas für besser als die der USA. Indien und Brasilien dürften in den kommenden Jahren ihre Schuldenlast sogar verringern. Anleger sollten US-Anleihen reduzieren und zugunsten von Papieren solcher Länder umschichten“, sagt René Hermann, Analyst bei I-CV.

Bitter für Unternehmen, Anleger und Konjunktur: Die zusätzliche Kreditaufnahme des Staates engt auch die Finanzierungsspielräume der Unternehmen ein. Weil die öffentliche Hand mit den Firmen zunehmend um Anlegerkapital konkurriert, könnte es ihnen künftig schwerfallen, genügend Käufer für ihre Anleihen und Aktien zu finden. „Unternehmen müssen zukünftig höhere Zinsen bieten, um überhaupt an Kapital zu kommen“, so Felsenheimer von Assénagon.

Unternehmenspleiten voraus

Bei Unternehmensanleihen, die wegen generell wackligerer Bonität höhere Zinsen als Staatsanleihen bieten, ist die Situation alles andere als rosig. Bis zu jedes neunte oder bis zu 75 von Standard & Poor’s (S&P) beobachtete europäische Industrieunternehmen mit schwachem Rating dürften 2010 zahlungsunfähig werden. 2009 gingen bis Ende September 13 von 100 Schuldnern mit niedrigem Rating pleite – 70 Milliarden Euro mussten Investoren auf ihre Unternehmenspapiere abschreiben.

Die Insolvenzrate schwacher Schuldner wird S&P zufolge auch noch in diesem Jahr mehr als doppelt so hoch wie der historische Durchschnitt von 4,5 Prozent an Ausfällen liegen. Als Grund nennt S&P die zurückhaltende Kreditvergabe der Banken. Rezession und Kreditklemme haben in Deutschland nach ersten Schätzungen 2009 zu Rekordunternehmensinsolvenzen über 49 Milliarden Euro geführt, ein Plus von 70 Prozent. Von diesen Verlusten trugen 37 Milliarden Euro private Gläubiger.

Trotz Krise schoben europäische Industrieunternehmen 2009 neue Anleihen über rund 400 Milliarden Euro in die Investorendepots. Die Papiere werden größtenteils in den Jahren 2013 bis 2014 fällig – in einem Zeitraum, in dem auch viele langlaufende Anleihen aus den Jahren 2003 und 2004 refinanziert werden müssen. 2012 muss die Bankenbranche allein weltweit 7000 Milliarden Dollar an Krediten umschulden. In zwei, drei Jahren kommt auf den Rentenmarkt also ein Belastungstest gigantischen Ausmaßes zu.

„Niemand kann derzeit beantworten, ob es dann genügend Investoren geben wird, um die dann fälligen Anleihen und sonstige Kredite neu zu finanzieren“, sagt Felsenheimer. „US-Unternehmenspapiere sollten abgebaut werden. Investoren finden noch Kaufgelegenheiten bei Anleihen von Firmen mit einem stabilen Geschäft wie etwa dem Versorger Vattenfall oder Swisscom“, so der Zürcher Anleihe-experte Hermann. Außerdem seien Schuldverschreibungen von Unternehmen mit einem starken Export- oder Asiengeschäft noch interessant, wie von Caterpillar, dem Zementkonzern Holcim oder der Bank Standard Chartered.

Anleger sollten auch auf die Laufzeiten ihrer Anleihenanlagen achten. Bei steigenden Zinsen oder Finanzturbulenzen verlieren langlaufende Papiere deutlich an Wert, während Kurzläufer relativ stabil bleiben. Empfehlenswert ist eine Laufzeit von durchschnittlich knapp drei Jahren. Zudem sollten Anleger bei Papieren Gewinne mitnehmen, bei denen seit Ende 2008 hohe steuerfreie Kursgewinne aufgelaufen sind und die deutlich über ihrem Rückzahlungskurs von 100 Prozent liegen. Dazu zählen etwa die bis 2015 laufende Metro-Anleihe oder ein 2013 fälliges BAT-Papier (WirtschaftsWoche 45 und 47/2008).

Die Nuller waren Verlustjahre

Silvester 2009 beendeten die wichtigsten Aktienindizes der großen Industrienationen erstmals eine Dekade mit Verlusten. Der S&P 500 der größten US-Unternehmen etwa verlor 24 Prozent, der Deutsche Aktienindex 14 Prozent. Über sehr lange Zeiträume haben sich Aktienanlagen aber dennoch gerechnet – und sie bringen, solange es nicht zu einer dramatischen Inflation kommt, sogar mehr als nur Kapitalerhalt.

Trotz der Dürredekade sind Aktien eher teuer, neuerliche Turbulenzen aus dem Bankensektor etwa könnten die starke Zwischenerholung seit vergangenem März schnell beenden. Hohe Liquidität der Investoren, Mangel an Anlagealternativen und Dividenden, die häufig die Verzinsung von Anleihen deutlich schlagen, stützen die Kurse jedoch. Anleger sollten je nach Risikoneigung 30 bis 40 Prozent in Aktien halten und bestehende Positionen mit Stoppkursen absichern. Für Wetten auf die Konjunkturerholung bieten sich Maschinenbauer wie etwa Manz an. Dividendenstarke Unternehmen mit tragbarer Verschuldung wie Deutsche Telekom und RWE, schuldenfreie Firmen wie die Modeschmuckkette Bijou Brigitte sowie Titel aus dem Gesundheitssektor eignen sich für Neuengagements.

Gold für den schlimmsten Fall

Wer nicht an eine weltweite Schuldenkonsolidierung glaubt, kommt am Edelmetall nicht vorbei. Die Versicherung kann jedoch nur derjenige ziehen, der physisches Gold als Münzen oder Barren besitzt. Im Fall der Fälle nutzen von Gold abgeleitete Papiere nichts – sie können wertlos werden, egal, wie hoch der Goldpreis notiert. Ein Fünftel des liquiden Vermögens als Münzen zu halten bietet sich an.

Sollte Politik und Notenbanken der Spagat gelingen, weder die Staatsschulden ausufern noch Inflation zuzulassen, noch die Wirtschaft in die nächste Rezession bei gleichzeitiger Deflation rutschen zu lassen, dürfte der Goldpreis nicht mehr steigen.

Doch das ist eher unwahrscheinlich.

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