Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Schleifmaschinenhersteller Jung schließt Betrieb in Göppingen

Posted by hw71 - 13. Dezember 2009


Und noch ein Traditionsunternehmen scjleißt (teilweise) die Pforten… Gefunden bei swp.de:

Das Ende der Firma Jung in Göppingen

Göppingen. Die Firma Jung wird nach 60 Jahren in Göppingen geschlossen. Der zur Körber-Gruppe gehörende Schleifmaschinenhersteller hat hier 58 Mitarbeiter.

„Geschockt und total betroffen“ waren die Mitarbeiter der Firma Jung am Freitag bei der Betriebsversammlung. Das berichtet der Betriebsratsvorsitzende Peter Bantleon. Der Göppinger Geschäftsführer Uwe Henning und der aus Hamburg angereiste Controlling-Chef Gustel Baumert eröffneten der Belegschaft, dass der seit Jahren schwindsüchtige Göppinger Betrieb nun geschlossen werde. In den Siebzigerjahren hatte Jung weit mehr als 300 Beschäftigte in Göppingen. Jetzt kommt das Aus. Einige der wenigen verbleibenden Mitarbeiter sollen an den Tübinger Standort der Maschinenbaufirma Walter wechseln, die wie Jung zur Körber-Schleifring-Gruppe gehört.

Jung war 2008 mit der Hamburger Blohm GmbH fusioniert worden. „Blohm Jung wird sein Vertriebscenter für die Standardmaschinen der Marke Jung und das Serviceteam mit 39 Mitarbeitern in Tübingen konzentrieren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der traditionsreiche Standort in Göppingen, wo seit 1951 Schleifmaschinen gebaut wurden, wird definitiv aufgelöst. Das bestätigt Unternehmenssprecherin Mirjam Rolfe von Hamburg aus. In der Konzern-Mitteilung ist von einer „Konzentration der Standorte“ die Rede. Die Schaudt Mikrosa GmbH mit Werken in Stuttgart und Leipzig ist ebenfalls betroffen und wird in Leipzig zusammengelegt.

Nach Angaben der Firmensprecherin stehen derzeit 31 Mitarbeiter noch bei Jung auf der Gehaltsliste. Dazu kommen 27 Service-Mitarbeiter. Insgesamt entfallen durch die Konzentration 100 Arbeitsplätze im Konzern. In welchem Umfang diese Zahl mit „sozialverträglichen Maßnahmen“ erreicht werden kann, sei Gegenstand der anstehenden Verhandlungen, erklärte Rolfe. Kündigungen ließen sich nicht vermeiden. Noch im Februar, als bereits 45 Stellen bei Jung abgebaut wurden, hatte der Geschäftsführer Uwe Henning versichert, der Göppinger Standort bleibe langfristig erhalten.

Unternehmenssprecherin Rolfe erklärte nun, zu der Entscheidung gegen Göppingen habe beigetragen, dass sich die Folgen der Wirtschaftskrise immer deutlicher ausgewirkt hätten. Zwar habe der Konzern versucht, mit Kurzarbeit gegenzusteuern. Das habe aber nicht mehr ausgereicht. Das Firmengelände werde vermutlich verkauft.

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Eine Antwort to “Deutschland: Schleifmaschinenhersteller Jung schließt Betrieb in Göppingen”

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