Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Airbag-Hersteller GST baut Stellen ab

Posted by hw71 - 4. Dezember 2009


Auch hier wieder: „Kurzarbeit null“ und anschließend Transfergesellschaft – somit taucht keiner der Betroffenen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik auf… Gefunden bei badische-zeitung.de:

27. November 2009

Airbag-Hersteller GST baut ab

MAULBURG (skn). Keine frohe Botschaft für 125 Mitarbeiter des Airbag-Herstellers Global Safety Textiles (GST): Das Unternehmen wird zum Beginn des kommenden Jahres seine Belegschaft reduzieren. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten (derzeit 476 Mitarbeiter) werden für 18 Monate in „Kurzarbeit null“ geschickt, danach sollen sie für maximal ein Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln.

Dem Unternehmen sind nach der Insolvenz des amerikanischen Mutterkonzerns ITG im Sommer 2008 rund 40 Prozent des Umsatzes weggebrochen.

„Kurzarbeit null“ bedeutet, dass das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt, obwohl die Betroffenen nicht zur Arbeit erscheinen müssen. Die Agentur für Arbeit zahlt Kurzarbeitergeld, die GST stockt das auf 90 Prozent des bisherigen Einkommens auf. In dieser Phase sollen sich die Mitarbeiter weiter bilden, finanziert von der Arbeitsagentur und der GST. Geschäftsführer Georg Saint-Denis sagte, er hoffe, die Mitarbeiter danach wieder zurück holen zu können.

GST, einer der Weltmarktführer für Airbags, hatte bereits von Oktober 2008 bis Mai kurz gearbeitet. Dann war das Unternehmen zunächst wieder voll ausgelastet – bedingt auch durch die Abwrackprämie. Getroffen wurde GST vor allem durch die Entscheidung eines einzelnen Kunden, der wegen der ITG-Insolvenz seine Aufträge zurückgezogen hat. Das waren immerhin 30 Prozent aller Aufträge. Saint-Denis hofft, nach Abschluss des Insolvenzverfahrens in den Vereinigten Staaten bei den Kunden das ursprünglich vorhandene Vertrauen wieder wecken zu können.

Die Zentrale der GST ist in Maulburg (Kreis Lörrach), weitere Standorte gibt es in Bad Säckingen, Murg und Hänner (alle Kreis Waldshut). Betroffen von dem zusammen mit der Arbeitnehmerseite entwickelten Sozialplan sind Mitarbeiter an allen vier Standorten.

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