Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Quelle-Töchter „Küchen-Quelle“ und „HSE24“ sind gerettet!

Posted by hw71 - 23. November 2009


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Rettung für Tochterunternehmen

Investoren übernehmen Küchen-Quelle

Fürth. Die Küchen-Quelle, Tochterunternehmen des insolventen Versandhändlers, ist gerettet. Wie die Insolvenzverwaltung mitteilte, übernimmt die Investorengruppe Franken um die Unternehmer Alexander Fackelmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Haushaltswarenherstellers, und Hannes Streng mit sofortiger Wirkung den gesamten Geschäftsbetrieb sowie die Marke Küchen-Quelle.

Auf ddp-Nachfrage ergänzte ein Sprecher, dass auch der bisherige Chef der Sparte mit in dem neuen Unternehmen involviert sei. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, die übertragenen Vermögenswerte und Betriebsteile entsprächen jedoch einem Jahresumsatz von 75 Millionen Euro.

Die Investorengruppe habe sich gegen mehrere Bieter durchgesetzt.

„Sie übernimmt bundesweit gut 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 35 in der Nürnberger Zentrale“, sagte Jörg Nerlich, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Versandhandel.

80 Beschäftigte seien bundesweit im Außendienst und Küchenaufbau tätig, weitere 35 Angestellte in den Mega-Küchen-Stores an den Standorten Amberg, Frankfurt/Main, Freiburg, Nürnberg und Regensburg. Die Übernahme der Mega-Stores erfolge nach entsprechenden Vereinbarungen mit den jeweiligen Vermietern, der Gläubigerausschuss habe den Verkauf genehmigt, sagte Nerlich weiter.

Bereits seit 1998 habe sich Küchen-Quelle als die Nummer 1 unter den Anbietern in Deutschland behauptet und seinen Marktanteil in den vergangenen Monaten sogar weiter ausgebaut. Mit der Sparte ist ein weiterer Teil des insolventen Versandhändlers verkauft. So gingen bislang die Call-Center in Cottbus und Emden an den Outsourcing-Dienstleister Walter Services aus Ettlingen, wobei rund 500 Stellen erhalten wurden.

Bereits zuvor war der Shoppingsender HSE24 an die Beteiligungsgesellschaft AXA Private Equity verkauft worden. Über genaue Preise wurde in beiden Fällen Stillschweigen vereinbart. Die Rechte an der Marke Quelle sowie das Russland-Geschäft sicherte sich der frühere Konkurrent Otto.

Nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters laufen aktuell unter anderem noch die Verkäufe der Kundendienst-Tochter Profectis sowie der Foto-Quelle. Offen sei, wie viele der noch verbliebenen rund 4200 Quelle-Mitarbeiter eventuell noch vor Jahresende freigestellt werden. „Die Gespräche laufen, das wird Mitte bis Ende nächster Woche entschieden“, sagte der Sprecher. (ddp)

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