Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Versteckte Preiserhöhungen, reloaded!

Posted by hw71 - 13. November 2009


Bereits Ende August hatte ich im Post „Deutschland: Beispiele für versteckte Preiserhöhungen…“ insgesamt zehn konkrete Fälle mit „Beweisfotos“ präsentiert, wie Firmen ihre Kunden mit versteckten Preiserhöhungen von bis zu 33% das Geld aus den Taschen ziehen.

In der Zwischenzeit ist die Liste nun auf stattliche 61 Produkte angewachsen – und die Firmen werden immer kreativer: längst geht es nicht mehr nur um die simple „weniger Inhalt bei gleichem Preis“-Masche, wie das Beispiel Iglo-Schlemmerfilet zeigt. Hier wurde der Fischanteil einfach von 70% auf 52% gesenkt – bei gleichem Preis versteht sich 😦

Als „Einstimmung“ daher erstmal ein Artikel aus der Frankfurter Rundschau – daran anschließend dann die Liste mit Links zu PDF-Files, die die Vergleichsfotos enthalten:

Weniger Inhalt, alter Preis

Raffinierte Mogelei

Von Stephan Börnecke

Ein halbes Jahr nach Aufhebung der letzten gesetzlich verbindlichen Füllmengen im Lebensmittelbereich zeigt sich: Immer häufiger versuchen Firmen, den Kunden verdeckte Preiserhöhungen unterzujubeln. Rund 60 Fälle hat die Hamburger Verbraucherzentrale jetzt veröffentlicht.

Nicht immer nutzen die Firmen dabei die Freigabe der Füllmengen, wenn die Kunden sogar 100 Prozent mehr als vorher zahlen, denn oft geht es gar nicht um die vermeintlich „krummen“ Größen, sondern um eine Reduzierung des Inhaltes in Dezimalschritten oder veränderte Fleisch- oder Fettanteile. Beispiel Fleischsalat von Homann, wie ihn die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage dokumentiert: Der Inhalt schrumpfte von 200 auf 150 Gramm, der Preis blieb mit 1,29 Euro der alte, macht eine Preisanhebung von 33 Prozent.

Oder Philadelphia Frischkäse: Von 200 auf 175 Gramm vermindert, kostet das Produkt bei Edeka nach wie vor 1,35 Euro. Ein Aufschlag 14 Prozent. Andere Zuschläge sind raffinierter: Im Iglo-Schlemmerfilet wurde der Fischanteil von 70 auf 52 Prozent gesenkt. Der Preis aber wurde genauso wenig gesenkt wie beim Wasa Knäcke, das nun 205 statt zuvor 275 Gramm enthält. Unilever wiederum hat bei Rama den Fettanteil von 80 auf 70 Prozent reduziert und stattdessen Wasser zugesetzt. Preis? Der alte.

Und hier nun die Liste mit den betroffenen Produkten:

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