Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Auch Freddie Mac weiter auf Staatshilfen angewiesen…

Posted by hw71 - 10. November 2009


… ein Quartalsverlust von 5 Mrd. Dollar!

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07.11.2009 15:37 Uhr

Milliardenverlust: Freddie Mac hängt weiter am Tropf des Staates

Das Überleben des zweitgrößten US-Hypothekenfinanzierers Freddie Mac hängt nach einem Quartalsverlust von fünf Mrd. Dollar weiter von Staatshilfen ab. Ursache für den Fehlbetrag ist vor allem der nach wie vor schwache Häusermarkt. Anders als Marktführer Fannie Mae benötigt Freddie Mac die Kapitalspritze aber nicht sofort.

HB NEW YORK/WASHINGTON. Freddie Mac ist weiter auf Staashilfen angewiesen. Das staatlich kontrollierte Institut begründete diese Einschätzung am Freitag damit, dass sich der Abschwung auf dem Immobilienmarkt in die Länge ziehe. Anders als Marktführer Fannie Mae braucht Freddie Mac allerdings nicht unmittelbar Geldspritzen, weil das Eigenkapital gestärkt werden konnte. Erst am Donnerstag hatte Rivale Fannie Mae einen Fehlbetrag von fast 19 Mrd. Dollar im dritten Quartal ausgewiesen und den Staat um weitere 15 Mrd. Dollar Hilfen gebeten. Die Bilanzen der beiden Hypothekenfinanzierer gelten als Barometer für den Zustand des US-Immobilienmarktes, weil sie zusammen fast die Hälfte der Hauskredite vergeben.

Die hohe Arbeitslosigkeit, Zwangsvollstreckungen und eine Übersättigung des Immobilienmarktes dürften eine Erholung noch eine Weile behindern und die Hauspreise weiter drücken, teilte Freddie Mac mit. Deshalb sei der Konzern weiter von Staatshilfen abhängig. Eine gestiegene Eigenkapitalquote durch höherwertige Anleihen ersparte es Freddie Mac aber ein zweites Quartal in Folge, auf Gelder der Regierung zurückgreifen zu müssen, um eine Insolvenz zu verhindern. Freddie Mac erhöhte wegen höherer Ausfälle die Rückstellungen für Kreditverluste auf 7,6 Mrd. Dollar – ein Plus von 46 Prozent zum Vorquartal.

Freddie Mac und Fannie Mae waren im September 2008 unter staatliche Kontrolle gestellt worden und sind seitdem mit umfangreichen Geldspritzen am Leben erhalten worden. Freddie Mac hat bisher knapp 52 Milliarden, Fannie Mae mit dem neuen Zuschuss fast 61 Mrd. Dollar erhalten. Die US-Regierung will so den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern. Die Verluste bei beiden Konzernen stellen den Kongress nun vor ein Dilemma: Einerseits sollen nicht noch mehr Steuergelder ausgegeben werden, andererseits zählt der Kongress beim Kampf gegen die Immobilienkrise auf die beiden Unternehmen. Sie sollen Zwangsvollstreckungen aussetzen, was das Budget stark belastet.

Auch Amerikas Banken haben weiter mit den Folgen der Immobilien- und Finanzkrise zu kämpfen: Am Freitag brach die United Commercial Bank aus San Francisco zusammen. Die Großbank mit Vermögenswerten über 11,2 Mrd. Dollar hatte 63 US-Filialen sowie Vertretungen in Hongkong und Shanghai. Das Bankgeschäft wird von der East West Bancorp übernommen. Ebenfalls am Freitag schloss die US-Einlagensicherung vier weitere Banken – in den Bundesstaaten Georgia, Michigan, Missouri und Minnesota. Damit brachen in diesem Jahr insgesamt 120 US-Institute zusammen, 2008 waren es 25, 2007 nur drei.

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