Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

USA: Fannie Mae mit 20 Mrd. Dollar Quartalsverlust!

Posted by hw71 - 6. November 2009


Edit: weiteren Artikel aus der Frankfurter Rundschau angehängt, da dort noch weitere interessante Details stehen…

Und einmal mehr wird der Steuerzahler um Hilfe gebeten: diesmal sollen es 15 Mrd. Dollar Staatshilfe sein!

Gefunden bei faz.net:

Hypothekenfinanzierer

Fannie Mae braucht abermals Hilfe

06. November 2009 Der von der amerikanischen Regierung vor der Insolvenz gerettete Immobilienfinanzierer Fannie Mae gerät immer tiefer in die Verlustzone. Nach einem erneuten Quartalsverlust von diesmal fast 20 Milliarden Dollar muss das staatlich kontrollierte Institut den Steuerzahler zum vierten Mal anpumpen.

Vom Staat braucht Fannie Mae weitere 15 Milliarden Dollar. Fannie Mae und Schwesterinstitut Freddie Mac haben bereits jeweils hundert Milliarden Dollar erhalten.

Die beiden Baufinanzierer stehen seit gut einem Jahr unter Kontrolle der amerikanischen Regierung. Sie hatte eingegriffen, um einen Kollaps der beiden Baufinanzierer und damit des gesamten amerikanischen Kreditmarktes zu verhindern. Der Absturz des amerikanischen Häusermarktes war der Auslöser der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die beiden Finanzierer stehen hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den Vereinigte Staaten (siehe auch Die Geschichte von Fannie und Freddie: zwei alte Giganten). Sie sind zentral für die Pläne von amerikanische Präsident Barack Obama zur Stabilisierung des amerikanische Häusermarktes. Wegen der steigenden Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten können noch immer viele Menschen ihre Hypothekenraten nicht bezahlen. In der Not bietet Fannie Mae den Schuldnern nun an, vorerst in ihren Häusern zur Miete zu wohnen.

Bei dem etwas kleineren Institut Freddie Mac wird in den kommenden Tagen ebenfalls ein weiterer Quartalsverlust befürchtet.

Text: dpa

Bildmaterial: dpa

Gefunden bei fr-online.de:

Der Fannie-Freddie-Albtraum vergrößert das Staatsdefizit bislang bereits um 100 Milliarden Dollar. Zugleich kauft die Notenbank massenweise Wertpapiere der beiden Kreditgeber auf, damit überhaupt noch Immobilienkredite vergeben werden können. Würde die Obama-Regierung kein weiteres Geld geben, drohte eine erneute Destabilisierung des Häusermarkt – und der Teufelskreis begänne von vorn. Die Rückzahlung vieler Häuserkredite wird durch die angespannte Wirtschaftslage erschwert: Die Arbeitslosigkeit ist in den USA nach offiziellen Zahlen auf mehr als zehn Prozent gestiegen. Deshalb haben viele Amerikaner Probleme, ihre Schulden zu bedienen.

Ein pikantes Detail sorgt unterdessen für Kritik: Von der Krise bei Fannie Mae könnten nun ausgerechnet Goldman Sachs und deren Anteilseigner Warren Buffett profitieren. Die Investmentbank und der Star-Investor wollen Steuergutschriften von Fannie im Wert von drei Milliarden Dollar kaufen, berichten US-Medien. Der Hintergrund: Für Fannie ist der in der Vergangenheit gewährte Steuernachlass wertlos, weil das Institut wegen seiner Verluste ohnehin keine Steuern zahlen kann. Goldmann Sachs aber könnte seine Steuerlast senken, wenn es sich die Gutschrift sichert. Das ist ein verdammt schlechtes Geschäft für das Finanzministerium.

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