Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

UBS: Gewaltiger Verlust an Kundengeldern…

Posted by hw71 - 3. November 2009


Die Krise ist ja angeblich vorbei – nur scheint das noch nicht bei allen angekommen zu sein… 😦

Gefunden bei rp-online.de:

Schweizer Großbank

UBS schreibt weiter rote Zahlen

zuletzt aktualisiert: 03.11.2009 – 12:26

Zürich (RPO). Die Schweizer UBS ist im dritten Quartal 2009 trotz operativer Fortschritte in den roten Zahlen geblieben. Anders als viele Konkurrenten musste die Großbank am Dienstag einen unerwartet deutlichen Quartalsverlust von 564 Millionen Franken (730 Millionen Euro) ausweisen. Der Ausblick fiel vorsichtig aus.

Im Vorquartal hatte die Bank einen Verlust von 1,402 Milliarden Franken verzeichnet, vor einem Jahr war es noch ein Gewinn von 283 Millionen Franken. Der erneute UBS-Verlust war von den Analysten erwartet worden, aber nicht in diesem Ausmaß.

UBS-Finanzchef John Cryan führte das Minus auf Sonderfaktoren zurück, die mit insgesamt 2,150 Milliarden Franken zu Buche schlugen. Dabei stammten allein 1,436 Milliarden Franken aus Wertberichtigungen auf eigenen Schuldtiteln.

Positives Ergebnis ohne Sondereffekte

Ohne Sondereffekte erzielte die UBS zum zweiten Mal in Folge ein positives Vorsteuerergebnis, wie Cryan sagte. Es betrug 1,557 Milliarden Franken, verglichen mit 971 Millionen Franken im zweiten Quartal. Die Finanzlage der Bank sei stabilisiert, betonte Cryan. Nun gehe es um die Wiederherstellung der operativen Ertragskraft, besonders 2010.

Die mit Reputationsproblemen kämpfende Bank musste im Berichtsquartal einen weiteren Kundengeldabfluss hinnehmen. Er betrug netto 36,6 Milliarden Franken, nach 39,4 Milliarden im Vorquartal. Die von der UBS verwalteten Vermögen summierten sich Ende September auf 2,258 Billionen Franken, verglichen mit 2,250 Billionen Franken Mitte Jahr.

Cryan betonte, die UBS habe Bilanz und Risikopositionen weiter verringert. Die Bilanzsumme sank um acht Prozent auf 1,476 Billionen Franken, die Risikopositionen verringerten sich um 15 Prozent auf 211 Milliarden Franken. Die Kernkapitalquote stieg von 13,2 Prozent Mitte Jahr auf 15,0 Prozent per Ende September.

Das Kostensenkungsprogramm verläuft gemäß Cryan planmäßig. Die Beschäftigtenzahl sank um weitere 2.783 auf 69.023. Im Ausblick rechnet die UBS mit weiteren Fortschritten, aber nicht mit einer unmittelbaren Erholung der Nettoneugeldentwicklung. Die Kostensenkungen sollten Anfang 2010 voll wirksam werden.

Quelle: AP/csr

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