Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Auch bei Daimler stehen 2010 weitere Stellenstreichungen an…

Posted by hw71 - 3. November 2009


Zitat „Die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein…“ (Hervorhebung von mir). Gefunden bei jungewelt.de:

04.11.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9Inhalt

Daimler streicht weiter Jobs

Sanierung auf Kosten der Beschäftigung. Unternehmen setzt auf Freiwillige

Der Stuttgarter Autobauer Daimler will auch im kommenden Jahr weitere Arbeitsplätze vernichten. Konzernsprecher Jörg Howe sagte am Dienstag in Stuttgart, es habe das ganze Jahr immer wieder Ausscheidungsvereinbarungen auf freiwilliger Basis gegeben. »Das wird auch so fortgeführt.« Daimler ist weiterhin einer der größten deutschen Industriekonzerne. In der Bundesrepublik waren nach Angaben des Unternehmens Ende September 163500 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren allerdings 5200 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Durch eine Äußerung von Konzernchef Dieter Zetsche hatten die Spekulationen über einen weiteren Stellenrückgang bei dem früheren Weltkonzern neue Nahrung bekommen. »Es ist eine Frage, wie wir aus der Krise kommen. Wir müssen realistisch sein, die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein,« war der Vorstandsvorsitzende von der Südwest Presse zitiert worden.

Im Daimler-Betriebsrat wollte man sich zu einen größeren Stellenabbau nicht äußern. Wenn das Unternehmen Personal verringern wolle, könne dies nur auf freiwilliger Basis geschehen und über die natürliche Fluktuation, sagte Betriebsratssprecherin Silke Ernst. Betriebsbedingte Entlassungen sind durch eine Vereinbarung zwischen Konzernleitung und Beschäftigtenvertretung bis Ende 2011 ausgeschlossen.

Das Unternehmen hatte wegen der globalen Absatzkrise und deren Auswirkungen auf die Verkaufszahlen einen rigiden Sanierungs- und Streichungskurs angekündigt. Bislang sind 3,5 Milliarden Euro weniger Kosten ausgewiesen worden. Im dritten Quartal hatte der Hersteller von vorwiegend hochpreisigen Automobilen einen Minigewinn von 56 Millionen Euro nach Steuern eingefahren. Im ersten Halbjahr verzeichnete Daimler einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro. Wie in anderen BRD-Unternehmen übernahmen auch bei Daimler die Sozialkassen einen Teil der Krisenkosten: So stehen bei dem Konzern derzeit 27400 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit, für 89000 Mitarbeiter gilt eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. (AP/jW)

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