Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Heidelberger Druck streicht weltweit 4.000 Stellen

Posted by hw71 - 8. Oktober 2009


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Heidelberger Druck

Einigung über Jobabbau

Heidelberg. Der angeschlagene Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck kann wie geplant tausende Arbeitsplätze streichen.

In Deutschland sollen bis Ende März 2010 im laufenden Geschäftsjahr 1500 Stellen sozialverträglich abgebaut werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach einer Einigung von Management und Arbeitnehmervertretern mit. Insgesamt reduziere Heidelberger Druck den Personalstand weltweit um 4000 Mitarbeiter. Zur Jahresmitte arbeiteten weltweit gut 18.350 Menschen für den Weltmarktführer.

Das Unternehmen konnte sein Überleben als Folge einer Branchenkrise zuletzt nur dank staatlicher Hilfe sichern.

Heidelberger Druck und der Konkurrent manroland wollen mit einer Fusion gegensteuern. Beide kämpfen mit Auftragseinbrüchen und steigenden Verlusten.

Durch die Sparmaßnahmen sollen die Kosten im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um mehr als 250 Millionen Euro gedrückt werden, hieß es. In Deutschland sollen die Arbeitsplätze an den Standorten Wiesloch/Walldorf, Amstetten, Brandenburg, Ludwigsburg und Mönchengladbach abgebaut werden. Vom 1. März 2010 können die betroffenen Mitarbeiter für 12 Monate in eine Transfergesellschaft wechseln.

Zusätzliche Einsparungen sollen durch den Verzicht auf tarifliche und übertarifliche Leistungen sowie durch flexible Arbeitszeitmodelle gehoben werden. Bis zum Geschäftsjahr 2010/11 seien jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro anvisiert, hieß es.

Um den Stellenabbau hatte es zähe Verhandlungen gegeben, die auch von Protesten der Belegschaft begleitet wurden.

Die Arbeitnehmervertreter hatten sich unter anderem daran gestört, dass Heidelberger Druck auch trotz der staatlichen Hilfen an den Jobstreichungen festhielt. Die Förderbank KfW gibt dem Konzern einen Kredit über 300 Millionen Euro, Bund und Länder bürgen für weitere 550 Millionen Euro. Die Banken stellen weitere 550 Millionen Euro zur Verfügung unter dem Vorbehalt, dass der Staat seine schützende Hand über Heidelberger Druck hält. (dpa)

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