Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Zusammenfassung „Alles Schall und Rauch“-Blog Treffen in Deutschland

Posted by hw71 - 4. Juli 2009


Edit (05.07.2009): Alle Vorträge bis auf einen (Wildkräuter) eingetragen – uff, doch mehr geworden, als ich gedacht habe… 🙂

Am heutigen Samstag, 04.07.2009 fand das erste Deutschland-Treffen der Leser des „Alles-Schall-und-Rauch“-Blogs in Hünfeld bei Fulda statt, zu dem ich mich – neben geschätzten 500 anderen Personen – angemeldet hatte. Als Gastredner traten dort u.a. Georg Sedlmaier (zum Thema „Monsanto“), Jürgen Elsässer („Rolle der Banken in der Wirtschaftskrise“), Prof. Dr. Karl A. Schachtschneider („EU, Vertrag von Lissabon“), sowie Christoph Hörstel („Entwicklungen in Afghanistan“) auf.

Und da ich Gefahr laufe, morgen meine „Sauklaue“ nicht mehr lesen zu können, will ich einige Punkte, die ich als wichtig empfunden und notiert hatte, nachfolgend mal zu retten…

Georg Sedlmaier zum Thema „Monsanto und Gentechnik“

Georg Sedlmaier, 63, ist gelernter Lebensmittelkaufmann und arbeitete zuletzt im Vorstand der Lebensmittelkette tegut. Neben dieser Tätigkeit unterstützte und initiierte er diverse private Projekte, z.B. die SOS-Kinderdörfer oder die Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel.

Als opener an diesem Samstag um 9:00 Uhr in der früh hatte Sedlmaier es sicher nicht leicht – viele Besucher waren aufgrund eines Staus auf der Autobahn noch gar nicht eingetroffen und die, die es tatsächlich bis 9:00 Uhr packten, waren und dementsprechend müde, aber wer Sedlmaier schon einmal live erlebt hat, der weiß, dass dieser Mann durch seinen teils trockenen Humor schnell das Publikum begeistern kann.

Unter anderem berichtete er, dass er vor einiger Zeit dem Herrn Volker Kauder ein Dokument zu den Gefahren des Monopolismus im Lebensmittelmarkt überreichte und bei diesem Thema ist man ja relativ schnell bei Monsanto angelangt. Ausserdem gab er verschiedene Interviews in der Lokalpresse zum Thema Gentechnik und Saatgut in der Agrar-Industrie.

Anschließend berichtete er über eine recht aktuelle Fütterungsstudie der TU(?) Weihenstephan München, die untersuchen sollte, wie sich genmanipuliertes Tierfutter auf die Tiere und die erzeugten Produkte auswirkt. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass „alles sicher und unbedenklich“ sei. Daraufhin forschte Sedlmaier nach und fand Hinweise (vermutlich bei Greenpeace?), dass die Studie offensichtlich problematisch ist – sowohl was die Durchführung angeht, als auch bzgl. des Abschlussberichts, bzw. dem, was in der Presse abgedruckt wurde:

  • 54 Kühe wurden während des Tests ausgewechselt – in der Studie wurde weder festgehalten, welche Tiere wann betroffen waren – und vor allem, aus welchen Gründen dies geschah
  • dieser Austausch wurde auch an keiner Stelle im Zeitungsartikel erwähnt
  • die Gesundheit der Kälber wurde nicht überprüft (obwohl dies natürlich ebenso interessant gewesen wäre)
  • die Kühe, die das gen-manipulierte Tierfutter verabreicht bekommen haben, waren öfter krank und mussten medizinisch behandelt werden, als die Vergleichsgruppe
  • des weiteren wurde von Greenpeace bemängelt, dass die durchgeführten Laboranalysen nicht dem üblichen Standard entsprechen um gen manipulierte Sequenzen des MON810 Mais im Gewebe aufzuspüren (hier bin ich nicht ganz mitgekommen, da mir die notwendigen Grundlagen fehlen)

Anschließend berichtete Sedlmaier von einem Radio-Interview des DLF mit dem Chef von Bayer zur „besten Sendezeit“. Dieser behauptete in dieser Sendung, dass mittels „Grüner Gentechnik“ 500.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Mal davon abgesehen, dass diese Zahl mir persönlich ebenfalls zu hoch gegriffen scheint, muss ja auch noch berücksichtigt werden, wieviel Arbeitsplätze an anderer Stelle dafür wegfallen würden.

Es kam dann noch zur Sprache, welche Macht Monsanto zwischenzeitlich im „Hinterhof“ der USA (Südamerika) schon hat – und dass in Indien unzählige Bauern Selbstmord begangen haben, weil sie es sich nicht mehr leisten konnten, jedes Jahr auf’s Neue Monsanto Saatgut zu kaufen.

Außerdem wurden angesprochen:

  • Percy Schmeisser (Landwirt aus Kanada, der vor den Gefahren bzgl. Geschäften mit Monsanto warnt, siehe z.B. hier einen Artikel im Blog)
  • die Tatsache, dass Monsanto kein Genfood in der eigenen Kantine anbietet (warum nicht?!)

Jürgen Elsässer zum Thema „Rolle der Banken in der Wirtschaftskrise“

  • aktuelle Krise ist kein „normaler“, kurzer Absturz
  • am ehesten noch vergleichbar mit der Krise 1929 / 30 – zu der ein Zeitzeuge berichtete, dass damals die Regierungen nicht wussten, was zu tun sei
  • im worst-case Fall wird es diesmal auf einen Krieg USA <-> China rauslaufen (Anm. HW: Kriege wirken immer inflationär)
  • im Maschinenbau wären 90% der Arbeiter in Kurzarbeit – teilweise sogar „Kurzarbeit 0“
  • in der Automobilindustrie ist jeder 6. Zulieferer insolvent
  • Krise findet erstaunlicherweise überwiegend im Fernsehen statt (schlechte Nachrichten) – in der breiten Bevölkerung (noch) nicht angekommen. Deshalb: nur 6% einer Umfrage bemerken persönlich die Krise und gar 13% denken, dass sie aus der Krise gestärkt herauskommen
  • lt. J. Elsässer will die Regierung zumindest bis zu den Wahlen alles Regierungsmögliche tun, um bei den Wählern gute Stimmung zu verbreiten (geschönte Arbeitslosenzahlen, Aktionismus bei Firmenrettungen etc.pp.)
  • bei der jüngsten Tagung des Maschinenbauverbands wurde klar gesagt, dass vielen Firmen die Zwischenfinanzierung fehlt, da die Banken keine Kredite geben
  • Bankenrettungsfonds SoFFin:
    • „Chef“ Jörg Asmussen
    • kann über die 450 Mrd. EUR verfügen, ohne das Parlament zu befragen
    • gibt zwar einen Kontrollausschuss – dieser muss aber nur informiert werden!
    • Veröffentlichung, welche Bank Geld bekommt nur dann, wenn Bank z.B. AG ist!
  • eigentlich sollte die 450 Mrd. EUR Kredit-Aktion über 1 Jahr zu 1% Zinsen dieses Problem beheben – allerdings sind von den 450 Mrd. EUR der allergrößte Anteil postwendend wieder bei der EZB gelandet, da die Banken das Geld lieber auf die hohe Kante legen (und dafür Zinsen kassieren), als es als Kredite rauszugeben
  • Opel :
    • ist nach seiner Ansicht nach noch nicht gerettet
    • in der Presse „gefeierte“ Geschäfte sind alles „Letter of Intends“ (LOIs = Absichtserklärungen) aber keine bindenden Verträge
  • Arcandor / Quelle, Asmussen:
    • Arcandor hatte im ersten Quartal (?) einen minimalen Gewinn von 7 Millionen EUR ausgewiesen
    • die Firma bekam aber von den Banken kein Geld mehr, da Arcandor im letzten Jahr einen dicken Verlust einfuhr
    • das sei aber nicht verwunderlich, da Arcandor jährlich 300 Millionen EUR Miete für seine Immobilien zahlen muss, denn diese Immobilien wurden unter Middelhoff verkauft und anschließend zurückgemietet – unter horrenden Mieten
    • und wer bekam die Mieten? Ein Hedgefonds, der überwiegend arabisches Geld verwaltet, sowie Goldman Sachs und Oppenheim, die entweder die Deals einfädelten oder aber selbst Immobilienfonds betreiben
    • ein paar weitere Details zu Goldman Sachs:
      • angeblich „gefährlichste“ Bank der Welt
      • hat (vermutlich!) auch in Deutschland Leute in hohen Positionen, die für die Regierung arbeiten, z.B. Finanzstaatssekräter Jörg Asmussen
        • Asmussen ist ohnehin recht interessant: „graue Eminenz“ im Finanzministerium seit 1996!
        • während andere Staatssekretäre bei Regierungswechsel gehen mussten, blieb Asmussen – egal welche Partei an der Regierung war!
        • als 2002 die Regierung die „Freistellung von Veräußerungsgewinnen“ auf den Weg brachte, telefonierte Asmussen regelmäßig mit der Goldman Sachs Zentrale in New York.
      • GS verlor durch Lehman-Pleite einen direkten Konkurrenten
      • die Entscheidung, dass Lehman seinerzeit keine Rettungsgelder bekam, wurde von Henry Paulson, dem damaligen Finanzminister und ehemaligen Vorsitzenden und CEO von … Goldman Sachs
      • ein Großteil der AIG-Rettung floss an AIG-Gläubiger Goldman Sachs
      • Obama ist in seiner Regierungsmannschaft von ehem. Goldman Sachs Mitarbeitern „eingekreist“
      • Oppenheim verwaltet einen große Batzen Geld des deutschen Adels, die wiederum von hohen Arcandor-Mieten

Prof. Dr. Karl A. Schachtschneider zum Thema „EU, Vertrag von Lissabon“

Zum Vortrag von Herrn Schachtschneider kam ich leider ein wenig zu spät, sodass ich ungefähr die Hälfte verpasst habe. Bei ihm ist es ohnehin nicht leicht, seinen Vorträgen zu folgen (zumindest empfinde ich es so – wer Lust hat, kann ja eins der vielen Videos bei Youtube mal anklicken und sich selbst ein Urteil bilden).

Wie auch immer – hier das, was ich von diesem Vortrag mitgenommen habe:

  • der Vertrag Lissabon war für unsere Abgeordneten nicht lesbar und nicht verstehbar. Diese wäre nur möglich gewesen, wenn man die Rechtssprechung der letzten 50 Jahre im Details kennen würde – und das kann man von den wenigstens Abgeordneten erwarten (Anm. HW: sie dazu auch meine Blog-Posts aus den MSM)
  • das Bundesverfassungsgericht hat das eigentliche Problem, das Schachtschneider in seiner Klageschrift ansprach, gar nicht berücksichtigt – oder zumindest in seiner Erklärung mit keinem Wort erwähnt
  • die Abgeordneten verstehen größtenteils die Implikationen des Vertrages nicht
  • Vertrag von Lissabon ist ein Schritt hin zu einem Großstaat mit allen Problemen, die sich daraus ergeben, wenn z.B. noch Israel oder die Türkei mit dazukommen
  • im Europäischen Gerichtshof sitzen Richter, die keine Ahnung von den Gesetzgebungen in den einzelnen Ländern haben, über die sie ein Urteil fällen sollen (siehe zum Beispiel: das deutsche, sog. „VW-Gesetz“)
  • die vermeintliche Stärkung des Europäischen Parlaments im Vertrag von Lissabon ist keine Stärkung der Demokratie, da das Europäische Parlament quasi nur ein „Semi-Parlament“ ist: es wird nicht gleich gewählt (einzelne Länder haben unterschiedliche Stimmgewichte!), es kann nicht alleine entscheiden, ob ein Gesetz in Kraft tritt und kann darüber hinaus nur in geringem Umfang selbst aktiv werden, z.B. Gesetze initiieren
  • das Bundesverfassungsgericht geht mit keinem Wort auf die Ermächtigungen ein, die der Vertrag von Lissabon vorsieht
    • Beispiel theoretische „Abschaffung“ der Unternehmensmitbestimmung) oder
    • Einführung des Herkunftslandsprinzip bei Pestizidbelastung von Lebensmitteln
  • das Gemeinschaftsrecht geht vor Nationalrecht
  • die EU dürfte sich zusätzliche Befugnisse einräumen (faktisch ohne irgendwelche Begrenzungen!), wenn sie dem Ziel der EU dienen => keine Grenzen für Ermächtigungen!

Witzig war, dass Schachtschneider sich zu diesem Zeitpunkt gerade erst „warm geredet“ hat und da bekam er schon die „gelbe Karte“ zum Zeichen, dass er noch 5 Minuten hätte. Sein Kommentar: „Das kann doch nicht wahr sein – ich hab doch gerade erst angefangen“ 🙂

Tatsächlich wollte er inhaltlich viel mehr auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingehen – dazu musste er aber natürlich erstmal eine Grundlage bilden – und dafür ging ein Großteil der 60 Minuten drauf 😦


Christoph Hörstel zum Thema „Entwicklungen in Afghanistan“

Der Mann, der auf dem  Bild im verlinkten Wikipedia Artikel aussieht wie ein Pastor 🙂 arbeitete 14 Jahre lang bei der ARD als Sonderkorrespondent, bevor er zu Siemens wechselte. Dort schied er aber nach relativ kurzer Zeit wieder aus, nachdem er feststellte „wie korrupt der Laden war“ und gründete 2001 die Regierungs- und Unternehmensberatung Hörstel Networks, mit der er u.a. ISAF-Führungskräfte der Bundeswehr in Sachen Afghanistan coachte. Auch zu ihm gibt es jede Menge Video-Mitschnitte von Vorträgen und Interviews auf Youtube.

  • seiner Meinung nach kann es nur eine Lösung für Pakistan und Afghanistan gemeinsam geben
  • innerhalb von wenigen Jahren gab es eine massive Verschlechterung der Lage in Afghanistan, was Taliban-Aktivitäten angeht – da hat „jemand“ nachgeholfen
  • Hauptgrund dafür laut Hörstel: die Öffnung der Grenzen zu Pakistan:
    • diese Grenzöffnung erfolgte unter Zustimmung der USA (siehe Antwort auf zweite Frage in verlinktem Deutschlandfunk-Interview)!
    • Grenzöffnung trat durch ein Abkommen mit Nord-Waziristan vom 06.09.2006 in Kraft
    • dadurch erhielten die Taliban ungeheuren Zulauf – sowohl Personenzahl als auch Waffen und Munition
    • innerhalb von zwei Monaten registrierte die Nato eine Zunahme der Taliban-Anschläge um 350% (von 40 auf 140)
  • die AWACS-Einsätze zur Aufklärung in Afghanistan bedrohen zusätzlich Iran und China, denn: diese Flugzeuge können weit über die Landesgrenzen hinaus nach China und in den Iran „schauen“
  • durch die AWACS-Aufklärung verstärken sich die Luftangriffe. Dies führt wiederum zu mehr Kollateralschäden und das verpflichtet die Taliban zur Rache
  • täglich 100 Transportflüge und 230 Luftbetankungen zeigen das wahre Ausmaß dieses Krieges
  • er verweist auch immer wieder auf die Rolle der CIA in Zusammenhang mit den Drogengeschäften in Afghanistan, was erstmal unglaublich klingt, wird von verschiedenen anderen Quellen bestätigt, z.B. hier
  • laut Hörstel gibt die USA jährlich 1,2 Mrd USD für die Destabilisierung des Iran aus. Ziel: innere Unruhen schüren, sowie Anschläge
  • Folgen daraus: Regierung bereits angeschlagen => ein Krieg wird seiner Meinung nach wahrscheinlicher
  • anschliessend ging er noch auf die Situation in Deutschland ein und lässt kein gutes Haar an Politikern
  • Jung:
    • ordnet kriegerische Bundeswehreinsätze an – aber ja alles nur friedenserhaltende Massnahmen in Afghanistan
    • Wirklichkeit sieht anders aus: das ist Krieg (s.o.)
    • baut Bundeswehr zu Nato-Teilstreitkräfte um
    • finanziert Isreals neue U-Boote
  • Schäuble:
    • organisiert heimlich Terror
    • schränkt Grundrechte immer weiter ein
  • Guttenberg:
    • CIA-Kandidat aus Netzwerk
    • geschönter Lebenslauf
    • Ausverkauf deutscher Interessen
  • Schmidt:
    • Umverteilung von Geld in Richtung Pharma-Industrie
    • „krank machen statt heilen“
    • unsinnige Regelzyklen (kaum hat ein Arzt sich auf eine neue Regelung eingestellt, kommt auch schon die nächste => keine Kontinuität)
    • korrupte Geldverschleuderung

Webster Griffin Tarpley zum Thema „Barak Obama“

Webster Tarpley ist ein amerikanischer Buchautor und Journalist, der sich in seinen Veröffentlichungen und Interviews krirtisch zur US-amerikanischen Aussenpolitik und vor allem zu Bush und Obama äussert. Da er einige Zeit un Deutschland lebte und arbeitete, spricht er sehr gut deutsch. In seinen Vorträgen weist er auch immer wieder auf die Person Zbigniew Brzezinski hin, die seiner Meinung nach im Hintergrund die Fäden zieht – und Obama somit nur eine Marionette ist. Wenn dem so wäre, würde es auf lange Sicht einen „Stellvertreterkrieg“ initiiert von den USA gegen China geben, denn Brzezinski hatte bereits nachweislich beim Afghanistan-Krieg der Sowjetunion die radikalen Kräfte in Afghanistan, also u.a. auch die Mujaheddin, massiv unterstützt (sowohl finanziell als auch mit Waffen und Munition), um diese im Kampf gegen die Sowjetunion zu stärken. Siehe dazu auch Brzenzinskis Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ (im engl. Original mit dem ebenfalls vielsagenden Titel „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives.“). Auch von Tarpley gibt es unzählige Videos bei Youtube.

Von seinem gestrigen Vortrag habe ich folgendes notiert:

  • Tarpley hat eine wöchentliche Show beim Radiosender GCNlive.com
  • aktuelles Buch in Deutschland: „Barak Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird“
  • Obama ist eine Marionette der Banken und des Finanzkapitals und ein telegener Demagoge
  • Ziel Obamas Politik wird sein, China von Rohstoffen abzuschneiden
  • es gibt offenbar Unklarheiten über die wahre Nationalität von Obama – offizielle Geburtsurkunde fehlt / Vorlage wurde eingeklagt, aber bisher nix passiert?
  • laut Tarpley gibt es eine Verbindung zwischen Obama und dem Gründer der terroristischen Untergrundorganisation „Weathermen“, Bill Ayers (angebl. „Busenfreund“)
  • Brzezinski’s Taktik: Feindstaaten gegeneinander ausspielen; Stellvertreterkriege. Mittelfristige Ziele: Iran und Pakistan zu destabilisieren und angreifen – langfristig: China und Russland in Teilstaaten zerschlagen
  • Beispiele: Rosenrevolution in Georgien, wodurch Amerika „seinen“ Kandidaten Sakashvili als US-freundliche gesinnten Präsidenten installieren konnte (siehe Peter Scholl-Latour „Russland im Zangengriff
  • generell: Gesellschaft in den USA ist am kollabieren
  • 10% der Amerikaner leben zur Zeit von Essensmarken
  • Kalifornien bankrott (es wurden noch zwei weitere US-Bundesstaaten genannt, die ich aber nicht notiert hatte, bei denen es ähnlich düster ausschaut – aber OK, Kalifornien ist momentan im Fokus)

Frank Eckhardt zum Thema „Autarkes Leben“

Ein Vortrag, auf den ich mich ganz besonders gefreut hatte – und der meine Erwartungen auch voll und ganz erfüllte, war der Vortrag von Frank Eckhardt. Frank kommt eigentlich aus der Finanzbranche – macht sich aber schon seit Längerem Gedanken über ein autarkes Leben, um so möglichst unabhängig von „Außen“ zu sein. Zitat: „Autarkie ist aktiver Selbstschutz“. Seit kurzem versucht er nun, die Ergebnisse seiner Recherchen auf einer gekauften „Farm“ in Kanada umzusetzen. Bilder dazu und weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es auf seiner Homepage.

Da dieser Vortrag sehr gut strukturiert war, konnte ich auch entsprechend gut mitschreiben und das ganze (hoffentlich) ebenso gut unterteilt hier wiedergeben:

  • gleich vorweg ein Tip: vor einigen Wochen war Frank auf dem Krameterhof von Sepp Holzer in Österreich. Dort baut Sepp nach der „Holzerschen Permakultur“ in 1.100 – 1.500 Metern Höhe alles an, was er zum Leben braucht – selbst Äpfel, Kürbis und Zucchini wachsen dort
  • anschließend brachte er ein paar Zitate:
    • „Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn diese zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Mißtrauen, Schuld und Selbstzweifel.“ (M. A. Verick)
    • „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“ (Benjamin Franklin)
    • „Alles, was wir brauchen ist die richtige, allumfassende Krise, und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen!“ (David Rockefeller)
    • „Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.“ (Napoléon Bonaparte)
  • zur Zeit wird in den Massenmedien viel „polarisiert“, z.B. „Jung gegen Alt“ (Rentendiskussion), „Arbeiter gegen Manager“ (Finanzkrise) oder „Christen gegen Islam“ (Terror). Darin erkennt er die Strategie „divide et impera“ (teile und herrsche)
  • auch dass unser ganzes Leben / der Alltag immer „hektischer“ wird, hat seiner Meinung nach für die Regierenden durchaus einen „positiven“ Nebeneffekt: man hat weniger Zeit für Freunde und Familie, weniger Zeit über bestimmte Themen zu diskutieren (siehe Internet-Sperren). Er vergleicht das mit einem Hamsterrad: je schneller sich das Rad dreht, desto mehr sieht es durch die optische Täuschung aus, als ob da keine Öffnung wäre, aus der man ausbrechen kann. Auf den Menschen übertragen: je schneller sich das Hamsterrad „Alltag“ dreht, desto weniger erkennt man die nachfolgenden Abhängigkeiten und macht sich auch keine Gedanken darüber, wie man diesen entfliehen kann:
    • Geld / Zahlungssysteme
      • Absicherung von vorhandenen Vermögenswerten durch physische (alles was man messen oder wiegen kann!) Sachwerte, z.B. Edelmetalle, aber auch landwirtschaftliche Nutzflächen o.ä.
      • anders bezahlen, z.B. tauschen oder anbieten von Dienstleistungen
      • Hawala, Fei Lun
    • Energieversorgung
      • Anschaffung eines eigenen Strom- / Notstromaggregats
      • evtl. gleich in die Überlegung mit einbeziehen: Betrieb auch mit Pflanzenöl? Evtl. auch Auto?
      • Festbrennstoffe nutzen (Holz + Kohle), portabler Herd / Kocher – Stichwort „Magic Flame“ (zusammengeklappt: postkartengroß)
      • Notstromnetz auf 12V Basis
      • Solar- / Windenergie und andere „freie“ Energiequellen in Betracht ziehen (z.B. Braun’sches Gas, Taschenlampen und Radios mit Kurbel, Solar-Akkulademodule etc.)
    • Lebensmittel / Saatgut
      • sinnvolle Vorratshaltung (z.B. auf Basis von ernaehrungsvorsorge.de)
      • generell: Reis besser als Nudeln
      • Eigenanbau von Obst und Gemüse (siehe Eingangs-Beispiel Krameterhof)
      • bei geringem Platzangebot: alternative Anbaumethoden, z.B. „Kartoffelturm“, „Hügelbeete“ etc.
      • Kontaktaufnahme mit Landwirten; evtl. Lösungen wie z.B. ein kleiner Teil der Nutzflächen in Eigenanbau betreiben
      • bei Vermietung von Landflächen: ein Teil der Erzeugnisse als Bezahlung
    • Wasserversorgung
      • Wasser wichtigstes Lebensmittel
      • informieren: wo kommt eigenes Trinkwasser her, wer ist Versorger
      • Vorsorge: ausreichend Lager- und Transportkapazität für Trinkwasser; PE-Behälter (Campingausrüstung!)
      • bestehen in der Nähe Trinkwasserbrunnen? Können diese noch / wieder genutzt werden? Bzw. kann neuer Brunnen evtl. gebohrt werden?
      • Filter / Reinigen von Oberflächenwasser! Z.B. Umkehrosmoseanlagen; Katadyn Wasserfilter
    • Technik
      • altbewährtes einsetzen: Mechanik
      • z.B. Holzherd, Kornmühlen, Saft- und Obstpressen, Uhren um zur Not unabhängig von Strom zu sein
      • aber auch an Lampen denken (es gibt welche, die auch gleichzeitig hohe Wärmestrahlung abgeben: PetroMax
    • Kommunikation / Netze / Wissen
      • CB- / Amateurfunk, Satellitentelefon
      • Armee Feldtelefon
      • Netzwerke mit Freunden / Nachbarn aufbauen
      • handwerkliche und hauswirtschaftliche Fähigkeiten erlernen oder ausbauen!
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2 Antworten to “Zusammenfassung „Alles Schall und Rauch“-Blog Treffen in Deutschland”

  1. […] werden u.a. Jürgen Elsässer und Christoph R. Hörstel (über die ich bereits hier im Rahmen des Alles-Schall-und-Rauch Blog-Treffens berichtet habe), sowie Jochen Scholz (38 Jahre Berufsoffizier in der Luftwaffe und 12 Jahre Mitglied in […]

  2. […] NuoViso – deshalb gab es seit Donnerstag auch keine Updates mehr im Blog. Ähnlich wie beim alles-schall-und-rauch-Blog Treffen in Fulda will ich auch vom Treffen in Leipzig eine Zusammenfassung der Vorträge einstellen – momentan […]

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