Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Deutschland: Volks- und Raiffeisenbanken müssen bei DZ-Bank helfen…

Posted by hw71 - 20. Januar 2009


Die DZ-Bank hat sich kräftig die Finger verbrannt – und die Volks- und Raiffeisenbanken als Eigner müssen 1 Mrd. EUR frisches Kapital zuschießen. Na, das kann ich meiner Bankberaterin von der Volksbank, die am Montag zu einem Beratungsgespräch zwecks Geldanlage eingeladen hat, doch gleich mal unter die Nase halten… 😉

Gefunden bei ftd.de:

Milliardenverlust bei der DZ Bank

Finanzkrise holt Genossen ein

Sie war fast überall engagiert, wo Milliarden verbrannt wurden. Jetzt hat das Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken Verluste in Höhe von 1 Mrd. Euro eingeräumt. Die Gesamtbelastungen bezifferte die DZ Bank auf fast 4 Mrd. Euro.

Die genossenschaftliche DZ Bank hat das Jahr 2008 mit einem Verlust von gut 1 Mrd. Euro abgeschlossen. Die Zuspitzung der Finanzmarktkrise nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers habe das Institut in die roten Zahlen rutschen lassen, teilte die DZ Bank am Dienstag in Frankfurt auf Grundlage einer Schätzung mit.

Belastungen aus Engagements bei Lehman (360 Mio. Euro), kriselnden isländischen Banken (449 Mio. Euro) sowie aus einer Beteiligung am französischen Kreditversicherer Natixis (269 Mio. Euro) summieren sich auf über 1 Mrd. Euro. Zusätzlich musste das Zentralinstitut für rund 1000 Volks- und Raiffeisenbanken nach eigenen Angaben Bewertungsabschläge von rund 1,5 Mrd. verkraften. Hinzu kamen Korrekturen auf Wertpapierbestände in Höhe von rund 1,2 Mrd. Euro bei der DZ Bank und der R+V Versicherung, die in die Neubewertungsrücklage gestellt wurden.

Der Vorstand gehe davon aus, dass der größte Teil der Abschreibungen nur temporär sei, sagte Bankchef Wolfgang Kirsch. Um die Kapitalbasis der DZ Bank zu stärken, wollen die Volks- und Raiffeisenbanken bis zu 1 Mrd. Euro an frischem Geld zuschießen. Das sei mit der Erwartung verbunden, dass sich das Marktumfeld stabilisiere. „Andere flankierende Maßnahmen werden ebenfalls geprüft“, hieß es. Die Fusion mit dem zweiten, kleineren genossenschaftlichen Spitzeninstitut WGZ Bank werde planmäßig umgesetzt. Der Zusammenschluss zur drittgrößten Bank in Deutschland soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Derzeit werden noch Bewertungsfragen geklärt.

FTD.de, 14:55 Uhr
© 2009 Financial Times Deutschland

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Eine Antwort to “Deutschland: Volks- und Raiffeisenbanken müssen bei DZ-Bank helfen…”

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