Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Mit ‘Debitismus’ verschlagwortete Einträge

USA: Fed fürchtet Abwärtsspirale…

Verfasst von hw71 am 11. April 2009

Gefunden bei ftd.de:

Düstere Einschätzung

US-Notenbank fürchtet Abwärtsspirale

von Mark Schrörs (Frankfurt)

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve fürchtet, dass die US-Wirtschaft zunehmend in sich selbst verstärkende Abwärtsspiralen gerät. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll der Fed-Sitzung vom 17. März hervor.

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USA: Warum darf die AIG nicht sterben?

Verfasst von hw71 am 29. März 2009

Der nachfolgende Text aus dem Online-Angebot von bild.de stammt von Dr. Paul C. Martin – dem geistigen Vater der Debitismus-Theorie, zu der ich bei Gelegenheit auch nochmal ein paar Takte schreiben werde… Zur Zeit lese ich mir seine alten Werke durch, die es gebraucht teilweise recht günstig bei amazon.de zu erstehen gibt. Nun aber erstmal ein wenig Background zu AIG.

Gefunden bei bild.de:

US-Versicherungskonzern vor dem Kollaps – Warum darf AIG nicht sterben?

Von Paul C. Martin

Die Deutschen haben eine neue Abkürzung gelernt: AIG (American International Group). Der drittgrößte Versicherungskonzern der Welt. Faktisch pleite, aber die US-Regierung lässt den maroden Laden nicht fallen. Was aber wäre, wenn sie es doch täte? BILD.de erklärt:

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Grundlagen: Wie Staaten den Kreditmotor starten wollen

Verfasst von hw71 am 20. Januar 2009

Ein wichtiger Satz leider ganz am Ende des Artikels: nicht nur Banken sind retriktiver bei der Kreditvergabe – sondern auch die Nachfrage nach Krediten geht offenbar zurück => die Verschuldungsbereitschaft geht zurück ( = „die Pferde wollen nicht saufen“). Aus Sicht des Debitismus ein echtes Problem, wenn der (Schulden-)Kettenbrief reißt…

Related Post: „Infos zum Weltfinanzgipfel: Japan stellt IWF 100 Mrd. Dollar zur Verfügung!

Gefunden bei ftd.de:

Bankenkrise

Wie Staaten den Kreditmotor starten wollen

von Christine Mai (Frankfurt)

Banken geben Unternehmen nur noch unter strengen Bedingungen Kredit. Die Regierungen in Europa und den USA versuchen – mit zunehmender Verzweiflung – die Geldversorgung von Firmen in Gang zu halten. FTD.de zeigt, wie.

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Fünf Trugschlüsse der Finanzkrise

Verfasst von hw71 am 15. November 2008

Ein wirklich interessantes Interview – u.a. mit Gunnar Heinsohn, der sich gemeinsam mit Otto Steiger für das Buch „Eigentumsökonomie“ verantwortlich zeichnet. Dieses wiederum diente Paul C. Martin als Grundlage für seine Debitismus-Theorie, weshalb ich dieses Post zusätzlich in die Kategorie Debitismus stecke…

Gefunden bei cicero.de:

Fünf Trugschlüsse der Finanzkrise

von Constantin Magnis und Gunnar Heinsohn

Die Finanzkrise erschüttert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Weltbilder. Alte
Feindbilder, ideologische Dogmen und schnelle Urteile haben Konjunktur. Doch bei näherem
Hinsehen stellen sich manche populären Ansichten als Irrtümer heraus.

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Infos zum Weltfinanzgipfel: Japan stellt IWF 100 Mrd. Dollar zur Verfügung!

Verfasst von hw71 am 14. November 2008

Ich hatte vor einiger Zeit ja schonmal ein Post, bei dem es um die Debitismus-Theorie ging. Kurz, soweit ich das bis jetzt „verstanden“ habe: unser Finanzsystem ist eine Art Kettenbrief mit Schulden (Schuldscheinen) und funktioniert nur solange, wie sich neue Nachschuldner finden, die bereit sind, sich zu verschulden.

Sobald dieser Kettenbrief reißt, gibt es ein echtes Problem und das System droht zusammenzubrechen. Ich habe die letzten Wochen verstärkt das Gefühl, dass genau das droht einzutreten, nämlich das die großen Nachschuldner aktuell das Risiko scheuen – und dass an dieser Theorie was dran sein könnte.

Wenn dem so wäre, müsste man sich die Frage stellen, was die im untenstehenden Artikel erwähnten 100 Mrd. Dollar von Japan für einen Effekt hätten? Damit könnte man sicher einen großen Batzen alte Schulden ablösen – aber das eigentliche Problem (fehlende Nachschuldner) wäre damit noch nicht gelöst.

Wie dem auch sei: man darf sehr gespannt sein, was unsere „Elite“ über’s Wochenende beim Weltfinanzgipfel aus dem Hut zaubert…

Gefunden bei spiegel.de:

14. November 2008, 06:55 Uhr
VOR GIPFEL IN WASHINGTON

Merkel verlangt schnelle Reform der Finanzmärkte

Angela Merkel macht Druck: Vor Beginn des Gipfeltreffens in Washington hat die Kanzlerin schnelle Reformen der globalen Märkte gefordert. Schon in den kommenden Monaten sollten die ersten Schritte umgesetzt werden, mahnt sie. Alle Geldgeschäfte müssten überwacht werden.

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Inflation oder Deflation: wo geht die Reise hin?

Verfasst von hw71 am 18. Oktober 2008

Edit 03.02.2009: da der Artikel offensichtlich doch öfter gelesen wird, habe ich mal ein paar Typos entfernt… ;-)

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Wenn ich eins nach knapp zwei Jahren Beschäftigung mit der Finanzkrise gelernt habe, dann ist es, dass ich nichts weiß. Aber nicht nur das (denn das hatte ich auch schon vorher geahnt ;-) ). Es hat mich doch ein wenig erschüttert, dass viele andere kluge Köpfe, die sich schon ihr ganzes Leben mit dieser Materie auseinandersetzen, sich nicht darüber einig sein können, wie es nun weitergehen wird.

Auf der einen Seite haben wir die Gruppe derjenigen, die eine Inflation voraussehen – und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die eher eine deflationäre Phase erwarten. Also zumindest aus Sicht des Bürgers betrachtet gerade das Gegenteil.

Befasst man sich etwas intensiver mit den beiden Theorien, stellt man fest, dass die Deflation so ziemlich das schlimmste ist, was man im Kapitalismus befürchten muss, denn es gibt nicht wirklich ein Rezept für den Weg aus einer Deflation. Deshalb muss eine Deflation mit allen Mitteln verhindert werden, denn sonst wird es ein langer Weg – siehe z.B. Japan, die bis heute an den Problemen aus den 90′er Jahren zu knabbern haben.

Instrumente, um eine Deflation zu verhindern, sind z.B. niedrige Zinsen um die Bereitschaft bei den Banken zur Kreditvergabe und der Bevölkerung zur Verschuldung zu stimulieren. Dies wiederum wirkt inflationär – und eine „Grundinflation“ in gewissen Grenzen wird ja zwischenzeitlich von der Bevölkerung als „normal“ akzeptiert. Jeden Monat werden Zahlen über die Preissteigerungen im vergangenen Monat als Prozentzahl präsentiert (ob die Art und Weise, wie die Preissteigerungen berechnet werden, nun der Realität sehr nahe kommen, ist eine andere Sache) und diese Zahlen sind mal höher und mal niedriger. In den letzten Monaten waren sie wegen der höheren Rohstoffpreise eher in höheren Regionen – aber ich kann mich nicht erinnern, dass mir mal eine eine negative Prozentzahl über den Weg gelaufen ist, was bedeuten würde, dass die Preise, die zur Berechnung der Inflationsrate herangezogen werden, großflächig zurückgegangen sind.

Allerdings scheinen die Mittel, um eine Deflation zu verhindern, ja nicht immer zu wirken – wie man am Beispiel Japan sieht. Die Frage, welche Art von „Flation“ wir also bekommen werden, scheint also tatsächlich nicht ganz so trivial zu sein.

Zumindest tauchen jetzt, wo abzusehen ist, dass sich erste Auswirkungen der Finanzkrise doch auch in der Realwirtschaft zeigen, auch Berichte einer drohenden Deflation in den Zeitungen auf. Und wenn man die Geschichte der Deflation in Japan mit den aktuellen Ereignissen in Europa und USA vergleicht, findet man viele Parallelen:

  • platzen einer Immobilienblase
  • Banken stark betroffen
  • eingeschränkte Kreditvergabe
  • Auswirkungen auf die Realwirtschaft
  • sinkende Zinsen zum Gegensteuern
  • Bevölkerung hält Investitionen zurück (aus Angst, das Ersparte für Unnötiges auszugeben – oder aus dem Gedanken heraus, dass die Preise durch die Krise ohnehin fallen werden und man auch später – und dann billiger – kaufen kann)

Der letzte Punkt ist meiner bescheidenen Meinung nach entscheidend, denn dieser kann durchaus dazu führen, dass die Deflation tatsächlich angestoßen wird. Deshalb wäre ein gleichzeitiges Konjunkturprogramm zum Ankurbeln der Wirtschaft vielleicht nicht unbedingt das Schlechteste, anstatt nur eines Rettungspakets für die Banken, denn: selbst wenn die Banken durch das Paket „gerettet“ werden – was bringt es, wenn die Konsumenten aus Angst, ihr Geld unnötig auszugeben, trotzdem zusammenhalten und nicht mehr Konsumieren wollen – geschweige denn, sich wieder verschulden wollen?

Überhaupt scheint die Bereitschaft, sich zu verschulden, ein essentiell wichtiger Punkt im Kapitalismus zu sein. Das zumindest steckt „grob gesagt“ hinter der Theorie des Debitismus: demnach ist unser Finanzsystem eine Art Kettenbrief, der auf Schulden aufbaut und wenn, aus welchen Gründen auch immer, keine Nachschuldner mehr gefunden werden, bricht der Kettenbrief ab.

Hier nun ein Artikel zu den Gefahren einer Deflation aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

Finanzkrise

Die Gefahr der Deflation

Von Christian von Hiller

17. Oktober 2008 Viele Anleger hoffen darauf, dass die nun beschlossenen Hilfspakete die Rettung aus der Finanzkrise bringen. Doch diese Hoffnung könnte verfrüht sein. Noch liegen viele Aspekte der Finanzkrise im Dunkeln. Vor allem sind die Ursachen noch nicht ganz geklärt. Damit besteht ein gewisses Risiko, dass die Rettungspakete möglicherweise nicht an der richtigen Stelle ansetzen.

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