Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Mit ‘Conduits’ verschlagwortete Einträge

Deutschland: Milliardenklage gegen IKB

Verfasst von hw71 am 29. August 2009

Gefunden bei news.yahoo.com:

Milliardenklage gegen IKB – DSW will Sonderprüfung

Dienstag, 25. August, 16:58 Uhr

Düsseldorf (dpa) – Die krisengeschüttelte Mittelstandsbank IKB ist erneut auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt worden. Die französische Investmentbank Calyon, eine Tochter des Bankkonzerns Credit Agricole, fordert mehr als 1,6 Milliarden Dollar, wie die IKB mitteilte.

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Deutschland: Wie zwei Regierungen die Republik ruiniert haben

Verfasst von hw71 am 27. Juli 2009

Über Jörg Asmussen und seine Rolle in der Finanzkrise habe ich hier ja schon einige Artikel gepostet – der nachfolgende ist allerdings nochmal eine Ecke heftiger…

Gefunden bei jungefreiheit.de:

Sonntag, 26.07.2009

Irre Finanzmarktpolitik

Von Wolfgang Philipp

Die Beweiskette steht: Die Finanzkrise ist in Deutschland das Ergebnis einer von langer Hand vorbereiteten „Finanzmarktpolitik“ der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder und der schwarz-roten von Angela Merkel. In einem bisher von der Öffentlichkeit kaum beachteten Aufsatz hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen im Januar 2006 unter der Überschrift „Was darf die deutsche Kreditwirtschaft von der neuen Bundesregierung erwarten?“ diese sogenannte Finanzmarktpolitik vorgestellt: Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutschland: Noch ein Milliardenloch – die LBBW…

Verfasst von hw71 am 8. März 2009

Jetzt ist schon von 16 Milliarden EUR die Rede… In einem älteren Artikel, erschienen im Februar d.J., wurde das ganze noch so hingestellt, als wenn die 5 Mrd. EUR. aus der Kapitalerhöhung ausreichend seien.

Gefunden bei sueddeutsche.de:

06.03.2009 18:17 Uhr
LBBW

Stuttgarter Milliardenloch

Die Kapitalerhöhung reicht wohl nicht aus: Offenbar braucht die Landesbank Baden-Württemberg noch mehr Hilfe. Im Gespräch sind Bürgschaften in Höhe von 16 Milliarden Euro.

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Deutschland: LBBW will riskante Wertpapiere loswerden…

Verfasst von hw71 am 23. Februar 2009

Gefunden bei ftd.de:

Zweckgesellschaft

LBBW will Giftpapiere loswerden

von Meike Schreiber (Frankfurt)

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will sich durch die Gründung einer Zweckgesellschaft von ihren riskanten Wertpapieren befreien. Aus Eignerkreisen verlautete, dass dafür dafür etwa der Bundeshilfsfonds Soffin bürgen könne.

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Bankenkrise: auch die BayernLB auf der Suche nach Investoren…

Verfasst von hw71 am 8. September 2008

…bis zu 24,9% sollen „verscherbelt“ werden!

Gefunden bei ftd.de:

Privates Geld

BayernLB öffnet sich für Finanzinvestor

von Nina Luttmer (Hamburg)
Die BayernLB prüft den Einstieg eines ausländischen Finanzinvestors. Nach FTD-Informationen gewährt die Landesbank bereits mehreren Private-Equity-Firmen Einblick in interne Unterlagen. Erwogen wird der Verkauf von bis zu 24,9 Prozent der Anteile.

Aus Finanzkreisen hieß es, bei den Interessenten handele es sich „um die üblichen Verdächtigen“. Damit sind in der Regel Investoren wie Lone Star, JC Flowers oder Cerberus gemeint. Der mögliche Einstieg einer ausländischen Beteiligungsfirma ist politisch höchst brisant. Am 28. September wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt – die Verkaufspläne dürften der Opposition neue Munition liefern.

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Axel Merk: "Leadership Emergesto Resolve Subprime Crisis"

Verfasst von hw71 am 20. Dezember 2007

Gefunden bei financialsense.com:

LEADERSHIP EMERGES TO RESOLVE SUBPRIME CRISIS
by Axel Merk
Merk Hard Currency Fund
December 18, 2007

True leadership may have finally emerged to resolve the subprime crisis, although it was difficult to spot during a tumultuous week at the Federal Reserve (Fed). On Tuesday, December 11, 2007, the Fed cut interest rates by 0.25%. The Dow Jones index, disappointed in what was another effort by the Fed to claim to be both on top of inflation and the crisis in the credit markets, fell about 300 points. Around 6:30pm E.T. that night, ‘sources close to the Fed’ suggested that banks would be able to borrow money from the Fed directly at rates set through an auction, rather than the discount rate set by the Fed. This was confirmed the next morning at around 8:13 am E.T., minutes before futures trading resumed, together with an announcement that foreign central banks, effective immediately, would be allowed to engage in currency swap agreements with the Fed.

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Bankenkrise: Interessantes Detail zu Genossenschaftsbanken…

Verfasst von hw71 am 20. Dezember 2007

Anbei ein interessantes Interview mit Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) – u.a. zum Thema „Nachschusspflicht von Mitgliedern im Falle einer Insolvenz“.

Gefunden bei Telepolis (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

Eigentümerkontrolle oder verselbständigtes Management?

Peter Mühlbauer 19.12.2007
Interview mit Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Die Skandale um die IKB Deutsche Industriebank und die Landesbanken in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben ans Licht gebracht, was in der Bevölkerung bisher wenig bekannt war: dass auch Banken außerhalb des Privatsektors sich über Auslandstöchter in erheblichem Ausmaß an hochriskanten Spekulationsgeschäften beteiligten und beteiligen. Aus diesem Anlass fragt sich derzeit so mancher Bankkunde, wie er herausfinden kann, was seine Bank mit seinem Geld eigentlich so treibt. Bei Privatbanken und Sparkassen gibt es hier kaum Möglichkeiten – aber bei Genossenschaftsbanken sind die Verbraucher gleichzeitig auch Eigentümer der Bank. Doch wie können sie ihre Informations- und Kontrollrechte in der Praxis geltend machen? Wir befragten dazu Arndt Kalkbrenner vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Herr Kalkbrenner – in letzter Zeit machte unter anderem die Volksbank Lauenburg dadurch auf sich aufmerksam, dass zweifelhafte Geschäfte in potentiell existenzgefährdendem Ausmaß ans Licht kamen. Und in Fernsehdokumentationen über Albanien sahen viele Zuschauer das vertraute Pferdekopfsymbol in den dortigen Straßen. Wie erfährt der Kunde – beziehungsweise das Genossenschaftsmitglied – wo seine Bank investiert?

Arndt Kalkbrenner: Informationen über Art und Höhe der Anlagen einer Genossenschaftsbank können die Kunden dem jährlich zu erstellenden Geschäftsbericht der Bank entnehmen. Darüber hinaus haben die Mitglieder einer Genossenschaft die Möglichkeit, in der Generalversammlung von Vorstand und Aufsichtsrat ausführlichere Auskünfte zu einzelnen Gegenständen der Tagesordnung zu verlangen. Im Vorhinein erfolgt eine Information über einzelne Eigenanlagen der Bank jedoch nicht; auch braucht eine Bank Eigenanlagen mit ihren Mitgliedern im Vorhinein grundsätzlich nicht abzustimmen.

Was passiert, wen das auf einer Jahresversammlung angesprochen wird?

Arndt Kalkbrenner: Die Mitglieder einer eG haben ein Auskunftsrecht über Angelegenheiten der Genossenschaft, soweit die Auskunft zur Meinungsbildung oder zur ordnungsgemäßen Erledigung von Tagesordnungspunkten erforderlich ist. Gegenstand des Auskunftsrechts können tatsächliche oder rechtliche Verhältnisse der Genossenschaft, die Tätigkeit des Vorstands oder Aufsichtsrats oder auch persönliche Angelegenheiten von Organträgern sein, soweit die Auskunft der Meinungsbildung im Rahmen der Zuständigkeit der Generalversammlung dient. Inhaltlich muss die Auskunft einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft entsprechen. Teilweise dürfen Vorstand und Aufsichtsrat die Auskunft allerdings auch verweigern, wenn nämlich – beispielsweise aufgrund des Bankgeheimnisses oder aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes – das Geheimhaltungsinteresse der Genossenschaft höher als das Interesse des Berechtigten an der Auskunft ist. Fragen zur Geschäftspolitik der Bank bei der Vornahme von Eigenanlagen dürften normalerweise jedoch im Detail beantwortet werden.

Wie wird denn der Vorstand bestellt?

Arndt Kalkbrenner: Vorstandsmitglieder einer Kreditgenossenschaft werden meist durch den Aufsichtsrat bestellt. Dies sieht die Satzung der allermeisten Volksbanken und Raiffeisenbanken vor. Mit der Bestellung durch die Generalversammlung wird die Position als Organ der Genossenschaft begründet. Das hiervon abzugrenzende Anstellungsverhältnis – also das dienstvertragliche Verhältnis zwischen dem Vorstandsmitglied und der Genossenschaft – wird begründet, wie dies allgemein üblich ist; also durch Bewerbung auf eine vakante Stelle und Auswahl des Kandidaten durch das hierfür zuständige Organ, hier den Aufsichtsrat.

Welche Möglichkeiten hat das einzelne Genossenschaftsmitglied, Einfluss auf die Zusammensetzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates zu nehmen?

Arndt Kalkbrenner: Genossenschaftsmitglieder können in der Generalversammlung Einfluss auf die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nehmen. Die Mitglieder des Vorstands können, sofern die Satzung nichts Anderes regelt, durch die Generalversammlung abberufen oder aus der Genossenschaft ausgeschlossen werden. Die Generalversammlung ist meist auch das zuständige Organ, das über die fristlose Kündigung von Mitgliedern des Vorstands zu entscheiden hat. Außerdem kann die Generalversammlung über die Führung von Prozessen gegen im Amt befindliche und auch ausgeschiedene Vorstandsmitglieder entscheiden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden durch die Generalversammlung gewählt, sodass eine unmittelbare Einflussnahme durch entsprechende Stimmabgabe möglich ist.

Und welche Einflussmöglichkeiten haben die einzelnen Genossenschaftsmitglieder auf die Neuberufung der Nachfolger?

Arndt Kalkbrenner: Die Kompetenz zur Bestellung der Vorstandsmitglieder ist in den Satzungen der meisten Kreditgenossenschaften dem Aufsichtsrat zugewiesen. Eine unmittelbare Mitwirkung der Mitglieder an der Bestellung der Mitglieder des Vorstands scheidet daher aus. Allerdings kann der Aufsichtsrat in der Generalversammlung zur Rechenschaft über die Bestellung der Vorstandsmitglieder aufgefordert werden.

Da die Aufsichtsratsmitglieder einer Genossenschaft durch die Generalversammlung gewählt werden, können die Mitglieder auf die Neubesetzung des Gremiums unmittelbar Einfluss nehmen. Jedes Mitglied einer Genossenschaft hat das Recht, Kandidaten für den Aufsichtsrat – auch sich selbst – zur Wahl vorzuschlagen. Außerdem ist die Einflussnahme auf die Besetzung des Aufsichtsrats durch entsprechende Stimmabgabe möglich.

Manche Genossenschaften veranstalten schriftliche Wahlen mit Wahllisten. Da bekommen dann die einzelnen Mitglieder eine Wahlliste zugeschickt und können die per Post oder bei ihrer Filiale abgeben. Ist das die Ausnahme?

Arndt Kalkbrenner: Es dürfte nur wenige Genossenschaftsbanken in Deutschland geben, die die Kompetenz zur Einstellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern nicht auf den Aufsichtsrat übertragen haben. Auch unsere Mustersatzung sieht die Übertragung der Kompetenz auf den Aufsichtsrat vor.

Im Falle der Insolvenz einer Genossenschaftsbank haftet der Verbraucher nicht nur mit der von ihm eingezahlten Einlage, sondern durch die so genannte „Nachschusspflicht“ auch darüber hinaus. Wie kann der Bankkunde erfahren, zu wie viel er im Ernstfall herangezogen wird?

Arndt Kalkbrenner: Das steht in der Satzung. Diese Nachschusspflicht ist bei den Banken üblicherweise gedeckelt. Nur: zu so einer Inanspruchnahme kommt es ja wegen der Sicherungseinrichtung des BVR nicht. Die Sicherungseinrichtung des BVR gewährt eine Institutssicherung, keine Einlagensicherung. Es ist also – solange die Sicherungseinrichtung besteht – tatsächlich nicht möglich, dass eine Genossenschaftsbank insolvent wird.

Aber das einzelne Mitglied hat gegen die Sicherungseinrichtung keinen Rechtsanspruch auf die Haftung für seine Nachschusspflicht oder die Erstattung seiner Einlagen.

Arndt Kalkbrenner: Einen unmittelbaren Anspruch gegen die Sicherungseinrichtung des BVR hat das Mitglied nicht. Es hat aber den Anspruch aus dem jeweiligen Produktvertrag, zum Beispiel aus einem Sparvertrag. Und daraus ergibt sich ein Rückforderungsanspruch gegen die Bank.

Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz verpflichtet Banken dazu, einem Einlagensicherungsfonds anzugehören. Über diese gesetzliche Mindesteinlagensicherung hinaus hat sich die Genossenschaftsbank durch Beitritt beim BVR dazu verpflichtet, der Sicherungseinrichtung anzugehören und das Statut der Sicherungseinrichtung des BVR anzuerkennen. Die Sicherungseinrichtung des BVR sorgt dafür, dass jede Genossenschaftsbank die Ansprüche ihrer Kunden jederzeit erfüllen kann, auch wenn die Bank keinen Rechtsanspruch darauf hat. Eines unmittelbaren Anspruchs des Kunden gegen die Sicherungseinrichtung bedarf es daher gar nicht.

Mit ihren Einlagen machen die Genossenschaftsbanken auch politische Lobbyarbeit. 2005 forderte beispielsweise der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Abschaffung des BAföG – ein Ziel mit dem möglicherweise viele Kunden ganz und gar nicht einverstanden wären. Wie kann auf die politische Ausrichtung der Genossenschaftsbanken Einfluss genommen werden? Und gibt es eine Pflicht zur Offenlegung solcher Ziele?

Arndt Kalkbrenner: Der BVR hatte seinerzeit ein einheitliches Studienfinanzierungskonzept für alle Studenten vorgeschlagen, anstatt parallel zum BAFöG noch Studienkredite einzuführen. Er ist ein Verein. Die Struktur einer Genossenschaft ist der eines Vereins sehr ähnlich. Das Organ einer Genossenschaft, in der sich die gemeinsame Willensbildung vollzieht, ist die Generalversammlung. Die Mitglieder können Themen zur Beschlussfassung durch die Generalversammlung bestimmen und auch die Einberufung von außerordentlichen Generalversammlungen verlangen. Sie können auf die Ausrichtung der Genossenschaft so einen nicht unwesentlichen Einfluss ausüben. Ähnlich vollzieht sich die Mitwirkung der Genossenschaftsbanken an der Ausrichtung des BVR, dessen Mitglieder sie sind.

Viele Unternehmen müssen sich derzeit Kritik wegen Managergehältern und Versagerabfindungen anhören, die weniger einer Leistungsbemessung als einem gegenseitigen Geldzuschustern entsprungen schienen. Teilen die Volks- und Raiffeisenbanken ihren Mitgliedern die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsgehälter und der Abfindungen mit?

Arndt Kalkbrenner: In den Geschäftsberichten vieler Genossenschaftsbanken werden die Vorstandsgehälter bereits – in ihrer Gesamthöhe – ausgewiesen, auch wenn eine Rechtspflicht hierzu nicht besteht. Wenn sich ein Mitglied für die Höhe der einzelnen Gehälter interessiert, sollte es die Faustregel befolgen, mit der der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Hatje, es schön auf den Punkt gebracht hat: „Teilen sie die Gesamtbezüge durch fünf, und geben Sie dem Vorsitzenden ein bisschen mehr, dann haben Sie es.“ Das klingt ein bisschen lapidar, trifft aber letztlich zu. Aufsichtsräte dürfen gemäß dem deutschen Genossenschaftsrecht ohnehin keine Tantiemen erhalten.

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Bankenkrise: Rettung der SachsenLB droht zu platzen…

Verfasst von hw71 am 11. Dezember 2007

Es ist ruhig geworden um die Übernahme der angeschlagenen Sächsischen Landesbank SachsenLB durch die Landesbank Badenwürttemberg LBBW, aber nachdem sich die Situation an den Finanzmärkten langsam wieder verschärft, wird auch mein Post „Sächsische Landesbank: Sachsen bleibt auf Schulden-Risiken sitzen“ vom 9. September wieder aktuell.

Dazu gibt es nun einen aktuellen Artikel bei Spiegel Online.
Demnach droht die LBBW, die Übernahme der Sachsen LB platzen zu lassen, wenn das Bundesland Sachsen keine Landesbürgschaft i.H.v. 4,3 Milliarden EUR leistet. Das ist mehr als 4x so viel, als noch vor ein paar Wochen angenommen (siehe „Land Sachsen: Milliardenbürgschaft für SachsenLB„):

10. Dezember 2007
KREDITKRISE
LBBW verlangt Milliardenbürgschaft für SachsenLB

Die Landesbank Baden-Württemberg droht damit, die Übernahme der angeschlagenen SachsenLB platzen zu lassen – wenn das Land Sachsen keine Bürgschaft übernimmt. Das aber zögert, denn die LBBW fordert rund ein Viertel des Sächsischen Staatshaushaltes.

Dresden/Frankfurt am Main – Die Stuttgarter befürchteten, dass sich die SachsenLB stärker als bislang bekannt am US-Hypothekenmarkt verspekuliert hat, und fordern vom Land Sachsen eine mehrere Milliarden Euro schwere Risikobürgschaft, hieß es heute in Finanzkreisen. Die Finanzrisiken bei der SachsenLB sollen sich nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ mittlerweile auf 43 Milliarden Euro belaufen. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verlange für die vereinbarte Übernahme der SachsenLB eine Landesbürgschaft von 4,3 Milliarden Euro. Anderenfalls werde die Bank nicht übernommen, schreibt die „SZ“ weiter.

Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte, Bankenvertreter aus Stuttgart hätten am Wochenende bei Übernahmeverhandlungen in Dresden indirekt damit gedroht, den im August eingefädelten Notverkauf der SachsenLB an die LBBW zu stoppen, falls das Land Sachsen nicht zu der Risikoübernahme bereit sei. In der vergangenen Woche war noch von einer Bürgschaft im Umfang von einer Milliarde Euro die Rede. Die Risiken resultieren den Angaben zufolge vor allem aus Verpflichtungen auf dem ins Trudeln geratenen amerikanischen Hypothekenmarkt, die in Zweckgesellschaften der Dubliner Landesbank-Tochter stecken.

Die sächsische Landesbank war Ende August im Eilverfahren an die LBBW verkauft worden, nachdem sie durch riskante Geschäfte ihrer irischen Tochter auf dem US-Hypothekenmarkt in Bedrängnis geraten war und vor der Schließung stand. Definitiv ist die Übernahme noch nicht. Der Kaufpreis soll erst nach endgültiger Bewertung aller Risiken, die sich in Zweckgesellschaften verbergen, Ende des Jahres festgelegt werden. Die LBBW hat zudem die Option, den Kauf rückgängig zu machen.

Stuttgart hatte unmittelbar nach der Übernahme im August 250 Millionen Euro zur Sicherung des Eigenkapitals an die Sachsen LB überwiesen. Der Freistaat erhoffte sich im August einen Verkaufspreis von 300 Millionen Euro als „Untergrenze“. Milbradt, einst Finanzminister Sachsens, hatte im August sein politisches Schicksal vom Erfolg des endgültigen Landesbank-Verkaufes abhängig gemacht. Er lehnte damals wie Finanzminister Horst Metz (CDU) einen Rücktritt ab. Metz hatte jedoch nur wenige Tage später das Handtuch geworfen. Die SachsenLB war die einzige eigenständige ostdeutsche Landesbank.

Das sächsische Finanzministerium wollte sich bislang nicht zu den Forderungen der Stuttgarter äußern. Ein Sprecher bestätigte aber, dass sich die Eigentümer der SachsenLB und eine Expertengruppe der LBBW am Wochenende getroffen haben, um über die Lage der wegen der US-Hypothekenkrise angeschlagenen sächsischen Bank zu sprechen. „Es gab eine grundsätzliche Annäherung. Wir sind zuversichtlich, dass wir zu einer Lösung kommen“, sagte er. In den nächsten Tagen werde es weitere Verhandlungen geben. Auch die Finanzaufsicht BaFin sei mit am Tisch.

Die LBBW ist nicht bereit, größere Risiken der Sachsen LB zu übernehmen. „Wir werden nichts tun, was unsere Bilanz nachhaltig belastet“, sagte ein Banksprecher. Weiter wollte er sich nicht äußern. Aus Kreisen der sächsischen Landesregierung war zu hören, eine Einigung sei in Sicht. Die Gespräche zwischen der SachsenLB, dem Land Sachsen und der LBBW würden voraussichtlich am kommenden Wochenende abgeschlossen.

Bis zum 19. Dezember hat SachsenLB Zeit, eine Lösung für den 2,2 Milliarden Dollar schweren Fonds Sachsen Funding I zu finden, dem Notverkäufe drohen. Die SachsenLB hat noch weitere solcher Zweckgesellschaften. Nach dem Willen der LBBW sollen alle Risiken dieser Finanzvehikel in einer neuen Gesellschaft gebündelt werden, für die das Land Sachsen Risiken übernehmen soll.

sam/Reuters/dpa-AFX

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Andreas Männicke: "Planwirtschaft in den USA – fatal!"

Verfasst von hw71 am 8. Dezember 2007

Gefunden bei wallstreet-online.de:

Nachricht vom 08.12.2007 | 11:28
Planwirtschaft in den USA – fatal!

US-Präsident Bush hat angekündigt, den Kreditnehmern im nächsten Jahr durch ein Zahlungsmoratorium über 5 Jahre durch die Streichung der Gleit-Zinsregelung für US-Hypos unter die Arme zu greifen, wohl auch um eine drohende US-Rezession im letzten Präsidentschaftsjahr zu verhindern. Im nächsten Jahr müssen 2 Mio. Personen in den USA mit einem Volumen von 500 Mrd. USD und in England 1,5 Mio. Hypothekenkredite neu ausgehandelt bzw. zu neuen Konditionen prolongiert werden, wobei nur ein Teil davon „notleidend“ ist bzw. wird. Dies ist aber ein Eingriff des Staates, der planwirtschaftliche Züge hat und zudem die „ABS“, also strukturierte Kreditprodukte, im nächsten Jahr noch mehr in Bedrängnis bringt. Hätte dieses Putin vorgeschlagen, hätten wieder alle mit erhobenen Zeigfinger eine fehlende Marktwirtschaft angemahnt, die den freien Wettbewerb behindere.

Während in Russland die Liberalisierung wesentlicher Märkte wie der Telekom- und Energiemarkt voranschreitet, muss ausgerechnet das – angebliche – Musterland der Demokratie und Marktwirtschaft auf dirigistische Weise in den Kreditmarkt einschreiten, um eine Mega-Krise im Bankenmarkt zu begegnen. Es ist aber zweifelhaft, ob dies die richtige Maßnahme ist, auch wenn kurzfristig die Weltbörsen positiv auf dieses „Horrormeldung für die Kreditmärkte“ reagierten. Gerade strukturierte Produkte werden darunter leiden und auch Hedgefonds, die sie benutzen. Wir werden also die gleichen Themen wie in 2007 in verstärkter Form in 2008 wieder auf den Tisch bekommen. Es wird im nächsten Jahr aber weniger um den Abschreibungsbedarf bei US-Hypos und ABS gehen, sondern um das „Eingemachte“, nämlich Konsumentenkredite im Volumen um 15 Billionen USD. In den nächsten Tagen werden einige Großbanken wohl noch einmal einen erhöhten Abschreibungsbedarf für die US-Hypos und ABS melden. Auch werden schlechte Zahlen für das US-BSP erwartet. Da dies aber erwartet wird, wird es keinen Schock mehr auslösen. Die Aktienmärkte sind aber schon wieder auf einem Niveau (DAX bei 8000, Dow Jones bei 13.600 Indexpunkten), wo es keine US-Bankenkrise zu geben scheint. Insofern sind die Märkte auch weiterhin verwundbar und werden weiterhin volatil reagieren.

Die Anleger sind sich anscheinend noch gar nicht bewusst, dass so ein Zahlungsmoratorium zu einer Verschärfung der Liquiditätsrisiken im ohnehin angeschlagenen ABS-Markt führen wird, denn dadurch fehlen die Cash-Flows durch die Zinsen, mit denen die Emittenten der verbrieften Kreditpakete gerechnet haben. Ich sehe ohnedies für viele Großbanken im nächsten Jahr schwere Zeiten aufgrund notleidender Konsumentenkredite zukommen. So sehe ich ebenso wie der Chef von JP Morgan eine Fusionswelle auf uns zukommen, wobei eine Reihe von Zwangsfusionen anstehen wird. Vielleicht kauft JP Morgan auch selbst die Citibank, die nun preiswert zu Tiefstkursen zu haben ist. Mergergerüchte wirken auf der anderen Seite kurzfristig kurstreibend wie zuletzt bei der Postbank, was neue Trading-Chancen eröffnet. Einige Banken werden jetzt mit einem KGV von unter 8 bewertet, was Klein- und Groß-Investoren anlockt. So war auch der Rettungsdienst der Araber bei der Citibank verständlich. Derartige Rettungsaktionen werden wir auch in 2008 erleben. Das Volumen der US-Konsumtenkredite beträgt schon 15 Billionen USD. Wenn davon nur 10% davon notleidend werden, fehlen den Banken 1,5 Billionen USD- Dollar. Insofern ist sehr darauf zu achten, wie sich der Konsum jetzt in den USA entwickelt. Das US-Konsumentenvertrauen ist auf dem tiefsten Stand der letzten 2 Jahren.

Zudem sollen im nächsten Jahr durch einen Credit Crunch im nächsten Jahr 2 Billionen US-Dollar weniger zur Verfügung stehen, was weltweit zu einer Konjunkturverlangsamung führen könnte. Noch haben die Unternehmen weltweit genug Geld, um sich aus dem eigenen Cash Flow zu finanzieren. Im Falle einer US-Rezession würde sich das aber schnell ändern. Die chinesische Notenbank will ohnehin bremsen, um eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden. Negativ von einem Credit Crunch betroffen könnten aber auch hoch geleveragte Unternehmen und auch Banken mit hohen Fremdwährungsanleihen in Emerging Markets. So haben Banken in Kasachstan über 4 Mrd. USD aufgenommen, die im nächsten Jahr zu schlechteren Konditionen prolongiert werden müssen. Um nicht selbst in Liquiditätsschwierigkeiten zu kommen, geben die kasachischen Banken keine Kredite mehr, was zu einer Halbierung des BSP-Wachstums von 10 auf 5% im nächsten Jahr führen kann. Die kasachische Notenbank hat jetzt 1,7 Mrd. USD als Liquiditätspuffer bereitgestellt. Insofern kamen die kasachischen Banken zu Recht unter Kursdruck, obwohl die Zahlen für das 3. Quartal noch gut aussehen. Dieses Phänomen gibt es jetzt aber weltweit: extrem niedrige Bankenbewertungen stehen extrem hohe Liquiditätsrisiken gegenüber.

Eine ähnliche Krise gibt es auch im baltischen Bankenmarkt, wo keine Bank mehr Kredite vergeben will. Auch in Lettland gibt es eindeutig eine Immobilienblase, der durch finanzstarken Russen verursacht wurde. Auch dieser Bubble könnte in einer Krise enden. Die baltischen Aktien verloren in den letzten Wochen schon erheblich an Wert.

In Russland wird schon lange vor einer drohenden Liquiditätskrise gewarnt, wobei die Rekordgewinne in 2007 wieder eine andere Sprache sprechen. Es ist nicht einfach für die Anleger, hier die richtige Richtung rechtzeitig vorauszuahnen. Ich empfehle zumindest bei Finanztiteln immer noch eine defensive Strategie, auch wenn die Anleger durch die wenig sinnvolle Bush-Hilfe zu einer Jahresendrallye tendieren. Der Markt könnte auch auf eine Zinssenkung der FED am 18. Dezember spekulieren, was aber wiederum auch nur ein zweischneidiger Rettungsschritt wäre, da dies die Inflation weltweit anheizt.

Die Inflation ist jetzt weltweit wieder ein Thema. Auch in Deutschland steh wieder eine 3 vor dem Komma, was der EZB Sorgen bereitet. So hat die tschechische Notenbank schon die Zinsen erhöht, um der Inflation zu begegnen. Ebenso müssten jetzt eigentlich die ukrainische und russische Notenbank verfahren, da hier die Inflationsraten in den zweistelligen Prozentbereich gestiegen sind (in Russland auf 13%). Ich rechne daher weiter mit steigenden Gold- und Silbernotierungen, wobei einige Industriemetalle wie auch Kupfer aufgrund der drohenden US-Rezession und weniger US-Hausbauten sinken könnten.

Es bleibt abzuwarten, ob ein „Decpoupling“, also ein Abkoppelung der Emerging Markets und der Ostbörsen aufgrund der Eigendynamik und hohen Wachstumsraten gelingen kann, wenn neue Hiobsbotschaften aus den USA kommen. Sicherlich ist China jetzt die Welt-Konjunktur-Lokomotive und löst damit die USA ab. Der Kapitalmarkt schaut dennoch in erster Linie auf die Wall Street, weil dort das meiste Kapital versammelt ist. Die Börsen in Südosteuropa brachen zuletzt auch aufgrund des nicht gelösten Kosovokonfliktes förmlich ein, erholten sich dann aber auch wieder schnell. Auch in Zukunft ist mit hoher Volatilität zu rechnen. Immerhin sind Ende des Jahres die Schranken an den Grenzen bei den neuen EU-Beitrittsländern weg, womit Europa an Russland angrenzt. Auch daran müssen wir uns erst gewöhnen: Osteuropa ist Europa – und nicht mehr der „Ostblock“!

TV-Hinweise: die letzten TV-Interviews vom Autor über Russland in N24 vom 3.12.07 können Sie sich im Internet runterladen unter www.n24.de/boerse (dort unter Investment-Videos) und über die Ostbörsen im DAF vom 7.12.07 unter www.anleger-fernsehen.de in DAF Q&A Global. Die Sendung Q & A Global mit dem Interview des Autors ist in DAF zu sehen am Montag, 10.45 Uhr, 20.45 Uhr; Dienstag, 12.45 Uhr; Mittwoch, 17.45 Uhr; Freitag, 14.45 Uhr, 18.45 Uhr.

Autor: Andreas Männicke

Andreas Männicke ist Geschäftsführer der ESI East Stock Informationsdienste GmbH (www.eaststock.de), Herausgeber und Chefredakteur des EAST STOCK TRENDS, freier Mitarbeiter vom Emerging Markets Portal und Berater für Vermögensverwalter im Bereich Osteuropa. Er hat eine über 15 jährige Erfahrung mit den aufstrebenden Kapitalmärkten in Osteuropa und ist ein gefragter Interviewpartner in den Medien (u.a. bekannt aus NTV/Telebörse, N24, 3 SAT Börse, Bloomberg TV).
© wallstreet:online AG

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Land Sachsen: Milliardenbürgschaft für SachsenLB

Verfasst von hw71 am 5. Dezember 2007

Gefunden bei handelsblatt.com:

HANDELSBLATT, Mittwoch, 5. Dezember 2007, 08:55 Uhr
Finanzkrise

Milliardenschwere Bürgschaft für die SachsenLB
Von Peter Köhler und Robert Landgraf

Für die öffentlich-rechtlichen Landesbanken, die besonders stark unter der Finanzkrise leiden, zeichnet sich Entspannung ab. Das Land Sachsen übernimmt die Garantie für mögliche Zahlungsausfälle der geplanten Super-Zweckgesellschaft (Super-SIV) der SachsenLB. Potentielle Investoren hatten zuvor auf eine rasche Lösung gedrängt.

FRANKFURT. Laut Bankenkreisen würden dafür unter einer Milliarde Euro kalkuliert. Auch die BayernLB und der WestLB arbeiten an Lösungen für ihre in Schieflage geratenen Investmentvehikel.

Die Stabilisierung der SachsenLB ist besonders dringlich, weil die Investoren eine rasche Lösung fordern. Nunmehr stehen alle Beteiligten vor einer einvernehmlichen Lösung. Nach Informationen aus Bankenkreisen wird der Freistaat Sachsen für die in der geplanten Mega-Zweckgesellschaft, dem Super-SIV, anfallenden Risiken eine Ausfallbürgschaft von höchstens einer Milliarde Euro geben. Bei den drei im Super-SIV zu bündelnden Spezialfinanzierern handelt es sich um Ormond Quay, Georges Quay und Sachsen Funding. „So können wir die Bank von den Risiken trennen, denn im Kern ist die SachsenLB gesund“, sagte ein Insider. Die Kapitaldecke der SachsenLB betrage schließlich rund 1,5 Mrd. Euro.

Mit der Lösung könne Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) am Ende noch einen realistischen Preis vom neuen Eigentümer, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), erwarten. Die Alteigentümer – der Freistaat und die Sachsen-Finanzgruppe – müssen sowieso für einen Teil der Wertpapiere in den Zweckgesellschaften geradestehen. Hier gilt noch die alte „Gewährträgerhaftung“. Ein Sprecher der SachsenLB wollte die Suche nach Lösungen nicht kommentieren.

Structured Investment Vehicles (SIVs) oder Zweckgesellschaften investieren in langlaufende forderungsbesicherte Wertpapiere wie etwa verbriefte Immobilienkredite. Zur Refinanzierung begeben sie überwiegend kurzfristige Schuldtitel. Durch die Immobilienkrise in den USA können sich manche Zweckgesellschaften nicht mehr am Markt refinanzieren, die Geschäfte stocken. SIVs müssen deshalb einen Teil ihrer Anlagen verkaufen und nehmen dabei hohe Abschläge in Kauf. Dies wollen die Landesbanken vermeiden. Deshalb nehmen sie die früher außerbilanziell geführten Finanzierer auf ihre Bücher. Bei der Bewertung wollen sie sich laut ihrem Verband VÖB an den strengen Vorgaben der internationalen Rechnungslegung (IFRS) orientieren.

Zweckgesellschaften mit einem Volumen im zweistelligen Milliardenbereich besitzen neben der SachsenLB auch die BayernLB und die WestLB. In München wird das gesamte Wertpapiervolumen auf rund 16 Mrd. Euro veranschlagt. Um „Notverkäufe“ der Papiere zu vermeiden, werde die BayernLB die SIVs auf ihre Bilanz nehmen und dafür schätzungsweise gut eine Milliarde Euro an Wertberichtigungen verbuchen, berichten Insider. Wenn sich der Markt 2008 wieder erhole, könnten die Abschreibungen viel niedriger ausfallen. Da der Schritt zusätzliches Eigenkapital bindet, dürfte die Eigenkapitalquote der BayernLB sinken. Deshalb werde für Anfang 2008 über eine Kapitalerhöhung nachgedacht, wobei derzeit offenbar 600 Mill. Euro im Gespräch sind, hieß es. Die BayernLB gehört je zur Hälfte dem Freistaat und den Sparkassen. Die Landesregierung ist gegen eine Fusion mit der LBBW.

Die WestLB hat in dieser Woche für ihre Zweckgesellschaft Harrier Finance eine Kreditlinie von rund elf Mrd. Dollar bereitgestellt, um Notverkäufe von Wertpapieren zu verhindern. Zuvor hatte sie bereits drei Mrd. Dollar für ihr SIV Kestrel lockergemacht, um schlechtere Bonitätsnoten durch die Ratingagenturen für die Spezialfinanzierer aufzufangen. Die Bank will morgen zu der Veröffentlichung der Quartalszahlen weitere Informationen geben.

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