Chronologie der Krise

Wie aus einer Immobilienblase eine Weltwirtschaftskrise wurde…

Spanien: Jugendarbeitslosenquote bei 41,7%!

Verfasst von hw71 am 15. November 2009

Spanien gehört ohne Zweifel zu den Ländern, die am stärksten unter der aktuellen Krise zu leiden haben. Dies vor allem auch deshalb, weil dort – ähnlich wie in England und den USA – in den vergangenen Jahren eine Immobilienblase aufgebaut wurde, die durch die scheinbar endlos steigenden Preise einen vermeintlichen Wohlstand vorgaukelte: die Immobilienbesitzer nahmen Hypotheken auf und konsumierten auf Teufel komm raus. Nach dem Platzen der Blase wurden nun viele wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und sehen sich mit einem riesigen Schuldenberg konfrontiert… Und jetzt kommt die Arbeitslosigkeit in’s Spiel. :-(

Neueste zahlen von Eurostat zeigen, dass in Spanien zum September 2009 insgesamt 3,8 Millionen Arbeitslose gemeldet waren – die (offizielle!) Arbeitslosenquote beträgt damit unglaubliche 19,3%. Allein 700.000 davon waren zuletzt im Baugewerbe tätig. Überhaupt ist der Bausektor stark unter die Räder gekommen – gerade noch knapp 35.000 Häuser wechseln im Monat den Besitzer – vor zwei Jahren waren es noch über 80.000!

Noch dramatischer sieht die Lage bei den Jugendlichen im Alter von 15 – 24 Jahren aus: dort liegt Spanien einsam an der Spitze mit 41,7%! Etwas abgeschlagen auf Rang 2: Lettland mit 33,6% – Deutschland hält sich hingegen ausgesprochen gut und liegt weit unter dem EU-Schnitt von 20,1%.

 

Chart Jugendarbeitslosigkeit

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