Schweiz: Übersicht welche Bank wieviel Kundengelder verloren hat
Verfasst von hw71 am 28. Juni 2009
Bezeichnend, dass in der zweiten Tabelle mit den „Gewinnern“ nur die ersten 3 platzierten auch tatsächlich Zuflüssen an Kundengeldern zu verzeichnen haben… Gefunden bei tagesanzeiger.ch:
1700 Milliarden Franken Kundengelder weg: Welche Banken wie viel verloren
Aktualisiert am 11.06.2009
Finanzkrise und Angriffe aufs Bankgeheimnis haben dem Schweizer Finanzplatz massiv zugesetzt: Insgesamt nahmen die Kundenvermögen im Jahr 2008 um fast einen Viertel oder 1700 Milliarden ab. Grosse Verliererin ist eine Privatbank.
Das Westschweizer Fachmagazin «Private Banking» hat die Geschäftsberichte der wichtigsten Banken ausgewertet und kommt zu einem besorgniserregenden Ergebnis: Die von Schweizer Banken verwalteten Kundengelder (Assets under Management), schrumpften im vergangenen Jahr um nicht weniger als 1700 Milliarden Franken.
Lagen bei Schweizer Banken im vergangenen Jahr noch 6900 Milliarden Franken, waren es letztes Jahr nur noch 5200 Milliarden Franken. Dabei zeigt sich, dass nicht nur die Grossbank UBS massiv Federn lassen musste – und auch viele Privatbanken verzeichnen einen Rückgang der Kundengelder von 20 und 30 Prozent. Spitzenreiter des Verlierer-Rankings ist die Schweizer Privatbank Syz.
Die UBS liegt mit einem Minus von 30 Prozent auf Platz 6 der Rangliste der schlechtesten Vermögensverwalter. Die Credit Suisse, die nicht unter den zehn grössten Verlierern rangiert, musste im Private Banking einen Kundengeldrückgang von 20,7 Prozent hinnehmen.
Die Verlierer im Bankenwesen 2008
Rückgang von verwalteten Kundengelder (AuM) per Ende 2008:
Bank Syz -40.4% Morgan Stanley -33.0% Fortis -32.9% ABN Amro -30.9% Banco Santander -30.0% UBS Private Banking Division -30.0% Schroder -29% Deutsche Bank -28.8% Lombard Odier -28.2% Merrill Lynch Bank (Suisse) -28.0% Den Vermögensabfluss bei der Grossbank UBS konnten die Gewinner der Krise – die Raiffeisen-Gruppe und die Kantonalbanken – bei weitem nicht kompensieren. Die Erhebung zeigt, dass ein ansehnlicher Teil der verwalteten Vermögen von den Kunden abgezogen und im Ausland platziert wurde.
Die Gewinner im Bankenwesen 2008
Zufluss von Kundengeldern (AuM) per Ende 2008:
Banque Cantonale de Genève +18.2% Raiffeisen-Gruppe +5.9% Zürcher Kantonalbank +2.4% Bank Wegelin -1.5% Luzerner Kantonalbank -5.7% Banque Pasche -6.4% St.Galler Kantonalbank -7.4% HSBC Guerzeller -8.9% Basler Kantonalbank -9.4% Berner Kantonalbank -9.7% Arg zugesetzt hat die Finanzkrise insbesondere den ausländischen Banken, die in der Schweiz angesiedelt sind. Unter den zehn grössten Verlierern befinden sich mit der Bank Syz und der UBS nur gerade zwei Schweizer Banken. Einen Verringerung der verwalteten Vermögen von fast 30 Prozent musste auch die Deutsche Bank hinnehmen – dies, obwohl die Grossbank unter der Leitung von Joe Ackermann das Sturmtief an den Finanzmärkten vergleichsweise gut umschifft hat.
Die Bankiervereinigung geht davon aus, dass die Schrumpfung der verwalteten Kundengelder nicht in erster Linie auf einen Abfluss ins Ausland zurückzuführen sind. «Es handelt sich vielmehr um Umschichtungen und börsenbedingte Rückgänge», erklärt Sprecher Thomas Sutter auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz.
Die grössten Vermögensverwalter per Ende 2008
Verwaltete Kundengelder (AuM) per Ende 2008:
UBS Private Banking 1599 Mia. Franken Credit Suisse Private Banking Division 788.9 Mia. Franken Juliius Bär 338.0 Mia. Franken Bank Pictet 312.0 Mia. Franken HSBC Private Bank (Suisse) 153.0 Mia. Franken Lombard Odier 127.0 Mia. Franken Raiffeisen-Gruppe 124.8 Mia. Franken Zürcher Kantonalbank 122.1 Mia. Franken Union Bancaire Priveée 100.7 Mia. Franken Bank Clariden Leu 94.0 Mia. Franken. (dvp)
Erstellt: 11.06.2009, 16:58 Uhr