Archiv für Mai 2009
Geschrieben von hw71 am 28. Mai 2009
Die Kassen von Bund und Länder sind klamm und im zweiten Nachtragshaushalt von Steinbrück sind die größten Ausgaben gar nicht berücksichtigt (siehe „Deutschland: Steinbrück mit zweitem Nachtragshaushalt„) – also müssen die Bürger ran: 25% wurden jetzt erstmal in den Ring geworfen. Der erwähnte Effekt mit „Käufen vorziehen“ ist natürlich schön – allerdings fällt die Wirtschaft anschließend nur in ein größeres Loch (so wie das die Automobilindustrie aufgrund der Abwrackprämie auch noch spüren wird). Und die Politiker? Die werden jetzt vermutlich erstmal laut aufschreien, denn eine Steuererhöhung vor den Wahlen – das geht nun wirklich nicht!
Gefunden bei reuters.com:
DIW-Chef spricht sich für Mehrwertsteuersatz von 25 Prozent aus
Donnerstag, 28. Mai 2009, 07:19 Uhr
Berlin (Reuters) – Das Berliner DIW-Institut schlägt zum Schuldenabbau eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent vor.
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Geschrieben von hw71 am 28. Mai 2009
Gestern wurde der zweite Nachtragshaushalt in diesem Jahr vom Kabinett beschlossen: die Kreditaufnahme steigt damit auf 47,6 Mrd. EUR. Wer allerdings glaubt, dass damit alles „abgefackelt“ wäre, der irrt: das zweite Konjunkturpaket, sowie die Bankenhilfen und Steuererleichterungen für Bauern und Unternehmen sind in diesem Entwurf noch gar nicht berücksichtigt!
Related Post: „Deutschland: Drastische Steuerausfälle voraus…„
Gefunden bei ftd.de (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):
Bundeshaushalt
Steinbrück stellt Schuldenrekord auf
Die Kreditaufnahme für 2009 steigt auf 47,6 Mrd. Euro. Damit hat der Finanzminister den bisherigen Spitzenwert von 1996 geknackt. Grund für die Mehrausgaben sind gravierende Steuerausfälle sowie Kosten für die steigende Arbeitslosigkeit und Konjunkturpakete.
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Geschrieben von hw71 am 28. Mai 2009
Waren es früher „nur“ Haushalte mit geringer Kreditwürdigkeit, deren Immobilienkredite zuerst anfingen, zu wackeln trifft es nun aufgrund steigender Arbeitslosigkeit vermehrt auch „Mittelschicht“ und „Besserverdiener“ – und damit Banken und Institute, die eigentlich „gute“ Kredite im Portfolio hatten… => weitere Abschreibungen voraus (natürlich auch bei deutschen Banken). Und die steigenden Abschreibungen aus Kreditkartenschulden kommen ja auch noch mit dazu (siehe „Die Sache mit den Kreditkarten…„).
Gab es in letzter Zeit nicht vermehrt Rufe, dass es ab Herbst – oder aber spätestens Anfang nächsten Jahres wieder langsam aufwärts geht? Diejenigen sollten sich mal den nachfolgenden Artikel aufmerksam durchlesen…
Gefunden bei spiegel.de:
26.05.2009
US-HYPOTHEKENKRISE
„Es wird noch schlimmer werden“
Von Marc Pitzke, New York
Die steigende Arbeitslosigkeit verschärft die US-Immobilienkrise, sogar bisher kreditwürdige Hausbesitzer werden jetzt zahlungsunfähig. Jetzt folgt eine neue Welle von Zwangsversteigerungen – die auch den Banken weitere Milliardenverluste bescheren dürften.
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Geschrieben von hw71 am 27. Mai 2009
Gefunden bei ftd.de:
Teuerung in Deutschland
Inflationsrate nahe Null
Der Preisdruck in Deutschland ebbt weiter ab. Experten des Statistischen Bundesamtes gehen davon aus, dass die Preissteigerung in den meisten Bundesländern gegen Null tendieren wird.
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Geschrieben von hw71 am 27. Mai 2009
Nachdem der Internationale Währungsfonds im März eine ähnliche Warnung ausgegeben hat, meldet sich nun die Weltbank zu Wort. Die Argumentation ist ähnlich: steigende Arbeitslosigkeit kann zukünftig – ab einem gewissen Punkt – zu sozialen Unruhen führen… Und das ist nicht nur ein Problem von sogenannten „Schwellenländern“ – im nachfolgenden Text wird z.B. England als Beispiel mit bis zu 1 Mio. zusätzlicher Arbeitslose genannt – und zu England habe ich ja schon einige bedenkliche Artikel hier eingestellt.
Related Post:
Gefunden bei pressetext.ch:
Weltbank warnt vor sozialen Unruhen
Regierungen sollten sich auf hohe Arbeitslosenwellen vorbereiten
Washington/Moskau (pte/25.05.2009/11:28) – Weltbank-Chef Robert Zoellick hat vor den Folgen der Wirtschaftskrise und möglichen gesellschaftspolitischen Auswirkungen des ökonomischen Abschwungs gewarnt. Besonders Länder Osteuropas würden sich in einer heiklen Lage befinden und müssten sich angesichts schnell einbrechender Wirtschaftsdaten auf hohe Niveaus von Arbeitslosen einstellen. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hw71 am 26. Mai 2009
Steigende Arbeitslosigkeit sorgt nicht nur für Probleme mit Krediten jeglicher Art – auch die Ausgaben werden zurückgefahren, was sich unter anderem bei den großen Einkaufszentren in Amerika zeigt. Nachfolgender Artikel nimmt exemplarisch eine dieser Malls etwas genauer unter die Lupe und zeigt, wie sich eine einst „blühende Landschaft“ langsam in eine Geisterstadt verwandelt.
Sehenswert vor allem die Bilder. Diese waren ursprünglich in einer separaten Slide-Show untergebracht – in meinem Post habe ich sie der Einfachheit halber zwischen die einzelnen Absätze kopiert.
Related Post: „USA: Angst vor leeren Shopping-Malls…„
Gefunden bei wallstreet-journal.com:
REAL ESTATE
MAY 22, 2009
Recession Turns Malls Into Ghost Towns
By KRIS HUDSON and VANESSA O’CONNELL
CHARLOTTE, N.C. — Malls, those ubiquitous shopping meccas that sprang up in the 1950s, are dwindling in number, with many struggling properties reduced to largely vacant shells.
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Geschrieben von hw71 am 26. Mai 2009
Naja – Warnungen dieser Art gab’s schon oft. Allerdings: was will China machen? Wenn sie anfangen wollten, ihre Dollar-Reserven zu verkaufen (an wen?) oder „auf den Markt zu schmeissen“ (wo und wie?) würden sie sich ihre Dollar-Reserven selbst kaputt machen – also von daher sehe ich diese Warnung eher als Säbel-Rasseln. Der nachfolgende Text ist allerdings noch wegen einer anderen Sache interessant: am Ende findet sich ein Hinweis auf Probleme bzgl. zukünftigen Zahlungen für Pensionen und Sozialversicherungen.
Gefunden bei mmnews.de (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):
China warnt Fed
Dienstag, 26. Mai 2009
China warnt die US-Zentralbank, „Geld zu drucken“. Zunehmende Sorge auch über den Ankauf von US-Staatsanleihen durch die Fed. Schätzung der Dallas Fed: US-Schulden 99 Billionen,
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Geschrieben von hw71 am 26. Mai 2009
In Amerika werden mittlerweile neue, teilweise sogar noch nicht mal fertiggestellte Häuser „platt gemacht“, weil das billiger kommt, als die Immobilien in der aktuellen Marktverfassung zu verkaufen! => Ein Ende der Krise ist noch lange nicht in Sicht…
Gefunden bei handelsblatt.com (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):
24.05.2009
Immobilienmarkt
US-Häuser zu Schleuderpreisen
von Kora-Cora Krause
Wer gehofft hat, die Krise auf dem US-Häusermarkt könnte überwunden sein, hat sich getäuscht. Nach neuesten Zahlen verschärfte sich die Lage sogar weiter. Eine baldige Besserung ist nicht in Sicht. Und auch ein Blick über die kalifornischen Staatsgrenzen hinweg macht klar: Die Immobilienkrise ist noch lange nicht ausgestanden.
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Geschrieben von hw71 am 26. Mai 2009
Ein streckenweise interessanter Artikel, der ausführlich vier verschiedenen Szenarien erklärt, wie es mit der Wirtschaft und unserem Finanzsystem weitergehen könnte.
Gefunden bei ftd.de:
Konjunkturentwicklung
Kommt Inflation oder sogar Deflation?
von Tobias Aigner und Thomas Schmoll (Hamburg)
Es gibt Anzeichen für eine Konjunkturerholung – aber auch Warnungen vor verfrühtem Jubel. Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft also? Womit müssen Verbraucher und Privatanleger rechnen? FTD.de dokumentiert vier mögliche Szenarien, die das Wirtschaftsmagazin Capital erstellte.
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Geschrieben von hw71 am 25. Mai 2009
Aus der beliebten Kategorie „Nach der Krise ist vor der Krise“ auch hier wiederum: das ist kein rein amerikanisches Problem – auch deutsche Banken stecken in solchen Großprojekten dick mit drin…
Gefunden bei ftd.de:
Gewerbeimmobilien
Dossier Angst vor leeren Shoppingmalls
von Sebastian Bräuer (New York)
Die dramatische Lage auf dem Markt für Geschäftsimmobilien entwickelt sich zum zentralen Problem für den amerikanischen Bankensektor. Auch deutsche Banken bekommen es mit der Angst zu tun.
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